Umgestaltung der Ernst-Barlach-Straße/Steintorkreuzung startet

Am 4. April 2018 beginnen die Bauarbeiten im Bereich der Steintorkreuzung/Ernst-Barlach-Straße– es ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen

26. März 2018
Nach Ostern beginnen die Bauarbeiten an der Steintorkreuzung in Rostock (Foto: Archiv)
Nach Ostern beginnen die Bauarbeiten an der Steintorkreuzung in Rostock (Foto: Archiv)

Am 4. April 2018 starten die lang geplanten Bauarbeiten im Bereich der Ernst-Barlach-Straße/Steintorkreuzung – zunächst mit der Einrichtung der Verkehrssicherung und der Anpassung der Lichtsignalanlagen. Die gesamte Maßnahme gliedert sich in 2 Bauabschnitte.

Bevor mit den eigentlichen Straßenbauarbeiten, welche die RGS im Auftrag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock durchführen lässt, begonnen werden kann, finden nach Aufnahme der vorhandenen Befestigungen und der nachfolgenden Kampfmittelsondierung erst einmal umfangreiche Kanal- und Leitungsverlegungen im Auftrag des Warnow Wasser und Abwasserverbandes und der Eurawasser Nord GmbH statt. Diese beinhalten die Sanierung und Neuverlegung von rund 500 Metern Regen-, Schmutz- und Mischwasserkanal sowie 400 Metern Trinkwasserleitung durch Eurawasser. Mit der geplanten Entflechtung der Mischwasserkanäle wird im gesamten Bauareal ein durchgehendes Trennsystem für Schmutz- und Regenwasser geschaffen. Andere Versorgungsunternehmen binden sich ebenfalls in das Bauvorhaben ein und verlegen neue Kabel und Leitungen.

Diese Arbeiten fangen auf der Südseite der Ernst-Barlach-Straße, d. h. in dem Bereich der zurzeit stadtauswärts führenden Fahrspuren und dem südlichen Geh- und Radweg an. Dafür werden provisorische Fahrspuren auf der Nordseite sowie Geh- und Radwege im Baufeld eingerichtet. Die gesamten Arbeiten des 1. Bauabschnittes im südlichen Bereich werden voraussichtlich bis zum Jahresende 2018 andauern.

Auf der Südseite der Ernst-Barlach-Brücke saniert das Amt für Verkehrsanlagen zudem die vorhandene Brückenkappe, auch um einen bestehenden Absatz zwischen Geh- und Radweg zu beseitigen. Die Straßenbauarbeiten in dem Abschnitt können erst nach Abschluss der Leitungsverlegungen durch die Versorgungsunternehmen realisiert werden. Diese Leistungen beinhalten u. a. die Erneuerung der Fahrbahnbefestigungen, der Straßenentwässerung, der Straßenbeleuchtung, der Lichtsignalanlagen, der Bushaltestellen, der Beschilderung und der Ausstattung.

Im Jahr 2019 erfolgt dann mit dem 2. Bauabschnitt der Straßenbau auf der Nordseite, auf der Steintorkreuzung und im Bereich Steinstraße.

Folgende Verkehrsführung ist während des 1. Bauabschnittes vorgesehen:

Grundsätzlich soll der Kfz-Verkehr stadtaus- und einwärts aufrechterhalten werden. Es werden aber weniger Fahrspuren zur Verfügung stehen. Stadtauswärts wird es nur noch eine Fahrspur geben und stadteinwärts zwei. Die Zufahrt von der Bahnhofstraße zur Ernst-Barlach-Straße wird gesperrt und zeitweise auch die Verbindung Bahnhofsstraße – Grubenstraße für die Tiefbauarbeiten der Eurawasser. Für diesen Zeitraum wird die Bleicherstraße in Richtung Mühlendamm vorübergehend geöffnet.

Eine weitere Änderung betrifft die Einmündung Warnowstraße zum Mühlendamm: Hier erfolgt eine Vollsperrung, sodass Anlieger des Petriviertels nur über die Straße Am Strande in das Petriviertel gelangen. Hierdurch soll der Durchgangsverkehr durch das Petriviertel unterbunden und Rückstau auf den Straßen Mühlendamm und Am Strande vermieden werden.

Für den Busverkehr gibt es folgende Änderungen:

Die Bushaltestelle Steintor der rebus GmbH an der Ernst-Barlach-Straße kann stadtauswärts baustellenbedingt nicht bedient werden. Als Ersatz wird eine provisorische Haltestelle in der August-Bebel-Straße vor dem ehemaligen Schifffahrtsmuseum eingerichtet. Alle betroffenen Regionalbus-Linien verkehren weiterhin nach dem gültigen Fahrplan. Es kann aber zu Verspätungen in beiden Fahrtrichtungen kommen. Die Regionalbus Rostock GmbH bittet ihre Fahrgäste um Verständnis und empfiehlt bei wichtigen Terminen die Nutzung einer früheren Verbindung. Die RSAG wird für den möglichen Bedarfsfall eine provisorische Bushaltestelle in der Richard-Wagner-Straße vor dem OZ-Gebäude einrichten. Ansonsten gibt es vorerst keine Veränderungen.

Wir möchten an die Verkehrsteilnehmer appellieren, den Bereich Ernst-Barlach-Straße weiträumig zu umfahren bzw. auf das Rad und Öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Uns ist, gemeinsam mit den anderen Auftraggebern, bewusst, dass die Baumaßnahmen auf dieser vielbefahrenen Straße erhebliche Auswirkungen auf den Kfz-Verkehr haben werden und bitten um Verständnis. Der schlechte Zustand der Straße und Gehwege, die notwendigen Kanal- und Leitungsbauarbeiten und die geplanten Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer erfordern diese Arbeiten aber dringend.

Zusammen mit allen beteiligten Fachämtern der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, den Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen sowie den beauftragten Planungsbüros und Baufirmen wird daran gearbeitet, die Beeinträchtigungen auf ein unbedingt notwendiges Maß zu beschränken. Die Auswirkungen auf den Verkehr werden beobachtet und ggf. erfolgen weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses.

Quelle: Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH

Schlagwörter: Baustelle (52)Bauvorhaben (60)Steintor (2)Verkehr (345)

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3 Kommentare

  • R.Groß sagt:

    Guten Tag, das Baumaßnahmen notwendig sind, wollen wir mal glauben. Nur haben wir in Rostock zwei Einfallstrassen aus dem Osten und eine geht über die Steintorkreuzung. Ist dies bei der Verkehrsführung von vier auf zwei Spuren berücksichtigt worden? Tut mir leid aber ich seh hier ein Chaos auf uns zu kommen. Als Rostocker Autofahrer braucht man echt Nerven. Was da wohl erst die Touristen denken werden? Eine Planung von drei Jahren und dann so etwas? Gespannt bin ich dann auch über die Ampelschaltungen und ob die Bahn auf „Teufel-Komm-Raus“ Vorfahrt hat. Lassen wir uns mal überraschen!
    MfG R. Groß

  • Dolle sagt:

    Die Sperrung der Warnowstrasse ist eine Katastrophe! Vor den Häusern Mühlendamm 4 und 5 ist permanent Stop and Go, man kommt mit dem Fahrzeug kaum aus der Tiefgarage,die Zeit für den Weg zur Arbeit hat sich verdreifacht und wir überlegen uns dreimal, Luft in die Wohnung zu lassen.Von Frischluft ist hier nämlich nicht mehr auszugehen.
    Schön das die Bewohner im Petriviertel geschont werden sollen, die im Mühlendamm werden es schon aushalten.

  • Raik sagt:

    Hallo,

    es ist absolut vertretbar das Baumaßnamen anstehen und es ist mir auch klar das das nicht im tiefsten Winter möglich ist wo weniger Verkehsaufkommen ist….denn noch ist es mir UNBEGREIFLICH wie die hier in Rostock arbeiten.

    Es dauert Jahre eine einfache kleine Brücke zu Sanieren (Mühlendamm) oder es wird einfach nicht geschafft vernüftiege Arbeit zu leisten (Brücke Lütten Klein, min. 3 mal saniert in den letzten 10 jahren)
    Jedesmal wenn ich an den Baustellen vorbei fahre sehe ich KEINE Arbeiter!!!
    Es ist NICHTS passiert bei den Baustellen und das über Wochen.

    In anderen Städten werden an Hauptstaßen/Kreuzungen solche Arbeiten auch gemacht, nur dauert die meist nur 24 Stunden bzw max. 2-3 Tage!
    (z.B. mehrfach beobachtet in Hamburg)
    In Rostock wird soetwas über 3 Jahre geplant und denn dauert diese Baumaßname locker mal 2 Jahre und das an einer Hauptverkerskreuzung mitten in der Innenstadt.

    Sry aber das ist einfach unzumutbar und die Planer sochler Maßnamen gehören schlichtweg Entlassen!!! Denn so unfähige Planung kann und darf nicht geduldet werden geschweige denn noch hoch bezahlt.

    Was hier in Rostock den Bewohnern zugemutet wird ist nicht mehr tragbar und zeigt nur wie Inkompetent und überbezahlt unsere Mitarbeiter im Rahthaus leider sind.

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