Biomedicum an Unimedizin Rostock übergeben

Heute wurde das neu erbaute Biomedicum, ein hochmodernes Zentrum für Forschung und Lehre, vom Land Mecklenburg-Vorpommern an die Unimedizin Rostock übergeben.

19. August 2021
Wissenschaftsministerin Bettina Martin, Finanzminister Reinhard Meyer, Prof. Dr. Emil Reisinger, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin, und Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, bei der feierlichen Übergabe des neuen Lehr- und Forschungsgebäudes Biomedicum an die Universitätsmedizin Rostock
Wissenschaftsministerin Bettina Martin, Finanzminister Reinhard Meyer, Prof. Dr. Emil Reisinger, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin, und Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, bei der feierlichen Übergabe des neuen Lehr- und Forschungsgebäudes Biomedicum an die Universitätsmedizin Rostock

Modernste Labore, eine Simulationsarena für realistisches Training, ein nachhaltiges Baukonzept: Nach knapp drei Jahren Bauzeit wurde am 19. August 2021 das Biomedicum auf dem Campus Schillingallee vom Land Mecklenburg-Vorpommern feierlich an die Universitätsmedizin Rostock übergeben. Der Neubau ermöglicht Forschung und Lehre auf höchstem Niveau. Neben variablen Seminarräumen und hochmodernen Laboren beherbergt das Gebäude auch eine Simulationsarena, in der Medizinstudentinnen und -studenten unter realistischen Bedingungen medizinische Eingriffe üben können.

Finanzminister Reinhard Meyer, dessen Ministerium für den Bau zuständig war, hebt die Bedeutung des neuen Zentrums hervor: „Zusammen mit der EU hat das Land 22,5 Millionen Euro in den Neubau investiert. Vier von fünf Aufträgen gingen dabei an Firmen aus unserem Bundesland. Damit ist der Bau auch ein kleiner Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Vor allem aber stärkt diese Investition den Medizin- und Forschungsstandort Rostock. Das Biomedicum kann mit Fug und Recht als zukunftsfähiges Leuchtturmprojekt mit überregionaler Strahlkraft bezeichnet werden.“

Darauf setzt auch Wissenschaftsministerin Bettina Martin, die besonders die guten Bedingungen für Studierende und Forschende lobt: „Die Trainingsmöglichkeiten, die die neue Simulationsarena zukünftigen Ärztinnen und Ärzten bietet, bringen das Medizinstudium in Rostock auf ein neues Niveau. Wer forschen möchte, findet hier nun ebenfalls exzellente Voraussetzungen. Der medizinische Nachwuchs wird bei uns im Norden bestens ausgebildet.“ Derzeit lernen an der Unimedizin 2.400 Studierende in vier Studiengängen.

Prof. Dr. Emil Reisinger, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin, ist stolz auf den Neubau: „Das neue Zentrum ist ein großer Meilenstein für die Entwicklung unserer Fakultät und zeigt neue Perspektiven für hochkarätige Forschung und Lehre auf. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Hilfe des Landes die Rahmenbedingungen für Forschende, Lehrende und Studierende maßgeblich verbessern können.“

Das neue Gebäude fügt sich harmonisch in die Bebauung der Umgebung ein und bietet eine Gesamtnutzfläche von 3.100 m2. Neben acht Seminarräumen, fünf Simulationsräumen und der Simulationsarena im Erdgeschoss bietet es in den drei Obergeschossen Platz für insgesamt 21 Großraumlabore mit Tageslicht und 21 Dunkellabore sowie Büros und Sozialräume.

Die interdisziplinär nutzbaren Labore bilden den kompakten Kern der Forschungsbereiche in den oberen Etagen. So können Wissenschaftler klinischer und theoretischer Fächer im Sinne der translationalen Forschung für den Patienten zusammenarbeiten sowie interdisziplinäre und drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte einwerben. Prof. Reisinger betont, „dass die Ergebnisse der Forschungsarbeit unmittelbar den Patientinnen und Patienten in unserer Klinik zugutekommen“.

Nach der feierlichen Übergabe des Neubaus erfolgt in den nächsten Wochen die technische Übergabe. Dann wird das Haus von etwa 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bezogen. Planung und Realisierung des Bauprojekts oblagen dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Rostock (SBL). Die Finanzierung erfolgte mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, um die Forschungs- und Innovationskompetenz an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen zu verbessern.

Quelle & Foto: Universitätsmedizin Rostock

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