„China-Woche“ an der Rostocker Uni

Interaktiver Kulturaustausch und Teetrinken auf Chinesisch

2. Mai 2010, von

Prof. Dr. CAI Jingmin, Präsident, Universität Hefei und Prof. Dr. CONG Mingcai, Dalian Universität Die China-Woche habe ich im Rahmen des Internationalen Tags an der Uni Rostock bereits kurz erwähnt. An diesem Tag konnten sich die Rostocker Studenten insbesondere über Austauschprogramme mit chinesischen Hochschulen in Wuhan, Hefei und Dalian informieren. Von der Universität Hefei war der Präsident, Prof. Dr. CAI Jingmin, zu Gast. Vom Fachbereich Deutsch der Dalian Universität für Fremdsprachen kam der Dekan Prof. Dr. CONG Mingcai. Beide trugen sich während ihres Besuchs auch in das Gästebuch der Hansestadt Rostock ein.

Chinesische Traditionen interaktiv erleben Zum Abschluss der Chinawoche an der Universität Rostock hieß es am Freitagnachmittag im Wintergarten der Mensa: „Chinesische Traditionen interaktiv erleben“. Die chinesische Studentengemeinschaft gab den Gästen einen Einblick in die chinesische Art des Teetrinkens, es wurde über Aktualität des Konfuzianismus referiert sowie die Kunst der Kalligrafie vorgestellt.

Wasser Kochen, Teebeutel in die Tasse, nach Bedarf Zucker und Milch – ich muss nicht erklären, wie wir Deutschen Tee trinken. Meistens entscheiden wir uns sowieso für die koffeinhaltige Alternative. Im fernen China sieht das ganz anders aus. Schon der offizielle Programmname: „Der Geist der chinesischen Teezeremonie oder die genussvolle Art, Tee zu trinken“ lies dies erahnen.

Prof. Dr. Xia Zhen und Ha Haifeng Teemeister war Prof. Dr. Xia Zhen. Im Rahmen einer deutsch-chinesischen Forschungskooperation mit dem Institut für Ostseeforschung wird er für ein Jahr in Rostock wohnen. Ziemlich schnell wird klar, dass das eigentliche Trinken des Tees in China nebensächlich ist. Vielmehr geht’s um das Drumherum. Es ist Teil der Tradition und Kultur Chinas. Da wird zu aller erst sorgfältig der Tee ausgesucht und jede einzelne Tasse ausgespült. Und natürlich wird auch kein Teebeutel benutzt – schließlich ist die Entscheidung über die Menge des Tees Teil des Ganzen. Dann erst kommt das Wasser zum Einsatz, getrunken wird aber immer noch nicht. Mit dem ersten Aufguss wird der Tee gewaschen. Erst der Zweite ist dann für den Gaumen. „Der dritte und vierte Aufguss sind meist die Besten“, so Xia Zhen. „Das Probieren von Tee ist ein soziales Ereignis“, erklärte Ha Haifeng, die für den chinesischen Professor übersetzte.

Jeder der Gäste bekam natürlich die eine oder andere Kostprobe des Tees. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet. Wer hätte geahnt, dass das Thema Tee soviel Stoff bietet?! Und wird trotzdem auch Kaffee getrunken in China? „Der Chinese trinkt eigentlich keinen Kaffee. Nur die verrückte, junge Generation, die nach Amerika und Europa zum Studieren geht, hat das übernommen. Für die ältere Generation“, so Xia Zhen, „steht das außer Frage.“

Prof. Dr. Xia Zhen Schwer vorzustellen, dass die Deutschen soviel Geduld für Tee aufbringen könnten. Aber wir sind auch nicht gerade Weltmeister in Ausgeglichenheit und Entspannung. Die Chinesen schon. Deshalb kommt wohl auch die Kunst der Kalligrafie aus dem fernen Land. Den Gästen wurde die Möglichkeit geboten, mit Pinsel und Farbe ihren eigenen Namen auf Chinesisch aufs Blatt zu bringen. Angeleitet wurden sie hierbei vom Bauingenieursstudenten Qi Bin.

Doktorand der BWL Tang Jun-Hua, selbst seit vier Jahren an der Uni Rostock, referierte über das Thema: „Konfuzius Comeback – wie könnte der Konfuzianismus das heutige China prägen?“

Ein gelungener Abschluss der China-Woche. Fazit? China ist nicht nur in geografischer Hinsicht weit von uns entfernt. Um so spannender ist es, das ferne Land kennen zu lernen. Interaktion und Kommunikation scheinen da unerlässlich und der richtige Weg zu sein.

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2 Kommentare

  • Petra Prill sagt:

    danke für euren lieben besuch .
    eure plattform ist sehr schön und für künstler interessant .
    der künstlerclub-mv.de wünscht viel glück .
    liebe grüße petra prill – rostock

  • ALI sagt:

    Hallo HA Haifeng in Rostock!
    Wir hoffen, dass es Dir gut geht!
    Uns geht es ebenfalls gut.
    Hier ist Bruder ALI (2006 in Shanghai).
    Meine Einladung nach Teneriffa im Jahre 2007 hattest Du doch abgelehnt.
    Melde Dich doch, wenn Du in Rostock lebst.
    (Ich nahm an, dass Dich Deine Schwester nach SHENZHEN geholt hatte.
    Deshalb meldete ich mich einmal diesbezuglich.)
    Wir (meine Mutter, ich selbst, mein Sohn von 4Jahren) sind zur Zeit in Freising:
    die Wohnung der Mutter, welche Du kennst.
    Ich habe jetzt an Deine GMX Adresse geschrieben. -Existiert diese noch?
    (Ich kann an einer Universitat in SHANDONG lehren, falls ich zusage.)
    Gruss ALI

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