CJD Rocknacht im MAU-Club Rostock

Bühne frei für den viel versprechenden Nachwuchs

28. Februar 2010, von
Die Rostocker Band „aecotone“ bei der CJD Rocknacht
Die Rostocker Band „aecotone“ bei der CJD Rocknacht

Bühnenerfahrung lässt sich bekanntlich nicht aus Büchern lernen, und so entstand vor einigen Jahren die Idee der CJD Rocknacht. Hier sollten viel versprechende Nachwuchsbands die Gelegenheit bekommen, nicht nur live auf der Bühne zu stehen, sondern sich diese auch mit den alten Hasen teilen zu können.

Vier Bands aus der näheren und ferneren Umgebung wurden dazu gestern Abend in den Rostocker MAU-Club eingeladen, um sich vor Publikum und Musikerkollegen auf der Bühne zu beweisen.

„Jimi Henning & the troublemakers“
„Jimi Henning & the troublemakers“

Der Eintritt war trotz später Uhrzeit ab 16 Jahren freigegeben, sodass auch Freunde und Mitschüler der jüngeren Bands nicht zu Hause bleiben mussten. Aber nicht nur Schüler, auch viele Nicht-mehr-Schüler und einige Eltern ließen es sich offenbar nicht nehmen die CJD Rocknacht zu besuchen.

Den Auftakt des Abends machte die Rostocker Band aecotone. Mit experimentierfreudigem Progressive Metal wollten die 5 jungen Musiker dem Publikum ordentlich einheizen und hatten dabei die schwierige Aufgabe, gleich zu Anfang spielen zu müssen. Progressive Metal ist dabei eine äußerst gewagte Richtung, die eine Virtuosität der Musiker voraussetzt, um den komplizierten Aufbau der Songs zu meistern.

„Jimi Henning & the troublemakers“
„Jimi Henning & the troublemakers“

Die Band aecotone selbst besteht seit 2007 unter diesem Namen, hat sich dank diverser Umbesetzungen im Laufe der Zeit stark gewandelt und will nun endlich mit neuem Frontmann auf der Bühne und im Studio richtig durchstarten.
Die erste Demo CD soll im Frühjahr 2010 erscheinen (jetzt?), einen Vorgeschmack auf die neuen Songs bekam das Publikum schon gestern bei der CJD Rocknacht.

Dass aecotone mit ihren neuen Songs durchaus in die Richtung der großen Meister wie Dream Theater und Symphony X hinarbeitet, haben sie nach nur wenigen Songs schon bewiesen. Das Publikum zeigte sich überwiegend begeistert, die Aufforderung nach einer Zugabe wurde allerdings nicht erfüllt. Aber einige Überraschungen müssen ja auch noch für die Demo bleiben.

Die Rostocker „DeadStars“ bei der CJD Rocknacht
Die Rostocker „DeadStars“ bei der CJD Rocknacht

Nach einem kurzen Umbau, der zur Raucher- oder Bierpause genutzt werden konnte, wurde das Programm mit einer weiteren Band fortgesetzt. Die Neubukower Jimi Henning & the troublemakers machten auf den ersten Blick einen äußerst seltsamen und zusammengewürfelten Eindruck, und tatsächlich entstand die Band 2007 aus einem spontanen Zusammenschluss während der Projekttage an ihrer Schule.

Die anfängliche Skepsis des Publikums verflog allerdings schon mit den ersten Gitarrenriffs von Jimi Henning, der seinem Vorbild und Namensgeber alle Ehre machte. Einen festen Musikstil haben die vier Musiker aber nicht, man könnte es grob als Alternative Rock beschreiben. Viel zu schnell war der Auftritt dann vorüber, die Zuschauer wurden aber auch von den wenigen Songs eines besseren belehrt, sich nicht vom

Die Headliner „Mojo Jazz Mob“
Die Headliner „Mojo Jazz Mob“
ersten Eindruck täuschen zu lassen.

Mit der dritten Band wuchs langsam nicht nur der Anspruch des Publikums, sondern auch der der Musiker. Die Dead Stars haben seit den mühsamen Anfängen 2003 als schüchterne Schülerband einen rasanten Aufstieg hingelegt, konnten beim 15. Landesrockfestival den 3. Platz erreichen und sogar den F6 Award in Mecklenburg-Vorpommern gewinnen.

„Mojo Jazz Mob“ bei der CJD Rocknacht
„Mojo Jazz Mob“ bei der CJD Rocknacht

Die Einflüsse von Bands wie Silverchair, Paramore und Tool sind bei den drei Jungs unverkennbar. Trotz minimaler Bandbesetzung hatten sie das Publikum im Sturm erobert und erfüllten sogar den laut gewordenen Wunsch nach einer Zugabe.

Nach einer letzten Umbaupause gehört die Bühne endlich den Headlinern des Abends. Mojo Jazz Mob aus Münster dürften den Rostockern noch von der Tour mit Coogans Bluff in guter Erinnerung geblieben sein und hatten bei dem inzwischen vorgewärmten Publikum leichtes Spiel.

Bereits seit 2003 unternahm die Band mit Röhrenverstärker und vereinten Kräften zahlreiche Tourneen quer durch Deutschland, unterstützte Bands aus Übersee und trat selbst oft als Headliner auf. Freunde einer energiegeladenen Mischung aus Rock’n’Roll, Heavy Metal und Psychedelic kamen bei diesem Auftritt ganz auf ihre Kosten.

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2 Kommentare

  • Annika sagt:

    Fotos gefallen mir außerordentlich gut. War sicher nicht einfach bei der Beleuchtung.
    Das Konzert hätte ich mir auch gern angesehen. Apropos: wann können wir mit dem Vorschau-/Eventkalender rechnen? ;)

  • Olaf sagt:

    Ja, Elina hat wirklich wieder mal sehr schöne, stimmungsvolle Fotos geschossen.

    Die auf Deiner Website sind aber auch keineswegs zu verachten, was mich auch gleich zur Beantwortung Deiner Frage bringt…:

    Du kommst in den Semesterferien als Vertretung zum Schreiben & Fotografieren zurück in Deine Heimat und ich kümmer mich derweil um den Veranstaltungskalender – klingt doch gut, oder? ;)

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