Bühnenerfahrung lässt sich bekanntlich nicht aus Büchern lernen, und so entstand vor einigen Jahren die Idee der CJD Rocknacht. Hier sollten viel versprechende Nachwuchsbands die Gelegenheit bekommen, nicht nur live auf der Bühne zu stehen, sondern sich diese auch mit den alten Hasen teilen zu können.
Vier Bands aus der näheren und ferneren Umgebung wurden dazu gestern Abend in den Rostocker MAU-Club eingeladen, um sich vor Publikum und Musikerkollegen auf der Bühne zu beweisen.

Den Auftakt des Abends machte die Rostocker Band aecotone. Mit experimentierfreudigem Progressive Metal wollten die 5 jungen Musiker dem Publikum ordentlich einheizen und hatten dabei die schwierige Aufgabe, gleich zu Anfang spielen zu müssen. Progressive Metal ist dabei eine äußerst gewagte Richtung, die eine Virtuosität der Musiker voraussetzt, um den komplizierten Aufbau der Songs zu meistern.

Dass aecotone mit ihren neuen Songs durchaus in die Richtung der großen Meister wie Dream Theater und Symphony X hinarbeitet, haben sie nach nur wenigen Songs schon bewiesen. Das Publikum zeigte sich überwiegend begeistert, die Aufforderung nach einer Zugabe wurde allerdings nicht erfüllt. Aber einige Überraschungen müssen ja auch noch für die Demo bleiben.


Mit der dritten Band wuchs langsam nicht nur der Anspruch des Publikums, sondern auch der der Musiker. Die Dead Stars haben seit den mühsamen Anfängen 2003 als schüchterne Schülerband einen rasanten Aufstieg hingelegt, konnten beim 15. Landesrockfestival den 3. Platz erreichen und sogar den F6 Award in Mecklenburg-Vorpommern gewinnen.

Nach einer letzten Umbaupause gehört die Bühne endlich den Headlinern des Abends. Mojo Jazz Mob aus Münster dürften den Rostockern noch von der Tour mit Coogans Bluff in guter Erinnerung geblieben sein und hatten bei dem inzwischen vorgewärmten Publikum leichtes Spiel.
Bereits seit 2003 unternahm die Band mit Röhrenverstärker und vereinten Kräften zahlreiche Tourneen quer durch Deutschland, unterstützte Bands aus Übersee und trat selbst oft als Headliner auf. Freunde einer energiegeladenen Mischung aus Rock'n'Roll, Heavy Metal und Psychedelic kamen bei diesem Auftritt ganz auf ihre Kosten.