MV will Einzelhandel im Corona-Shutdown schließen

Mecklenburg-Vorpommern spricht sich für einen schärferen, bundesweiten Shutdown aus – spätestens ab Heiligabend soll der Einzelhandel schließen, Lebensmittel ausgenommen

10. Dezember 2020, von
MV will Einzelhandel im Corona-Shutdown schließen
MV will Einzelhandel im Corona-Shutdown schließen

Nur zwei Tage nachdem Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Regeln verschärft hat, sollen weitere Einschnitte folgen. „Die Lage ist sehr ernst, sie ist so ernst, wie sie bisher in der Corona-Pandemie noch nie war“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) heute Mittag nach einem kurzfristig einberufenen MV-Gipfel.

„Wir sehen, dass es auch MV immer stärker trifft“, sagt Schwesig. Die Corona-Zahlen steigen seit dem Wochenende auch bei uns im Land rapide an. „Wir müssen jetzt handeln – deutschlandweit“, so die Landeschefin.

Einzelhandel soll schließen

Noch in dieser Woche soll es eine gemeinsame Schalte zwischen Ländern und Bundeskanzlerin geben, sagt Schwesig und spricht sich für einen schärferen, bundesweiten Shutdown aus. Mit Ausnahme von Waren des täglichen Bedarfs soll der Einzelhandel komplett schließen, spätestens ab dem 24. Dezember, möglichst eher, etwa ab dem 4. Advent. Es müsse selbstverständlich weitere Wirtschaftshilfen geben, betont die Ministerpräsidentin.

Gelten sollen die Maßnahmen vorerst bis zum 10. Januar, am 4. Januar soll die Lage erneut beraten werden.

Fernunterricht in Risikogebieten, Kitas und Grundschulen sollen offenbleiben

Die Kitas und Grundschulen sollen möglichst offengehalten werden. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 50 gibt es ab Montag für Schüler ab der 7. Klasse nur noch Distanzunterricht. Nach aktuellem Stand sind lediglich der Landkreis sowie die Hansestadt Rostock noch nicht davon betroffen.

Kontaktbeschränkungen

Nach aktuellem Stand dürfen sich über Weihnachten wie geplant zehn Erwachsene aus beliebig vielen Hausständen treffen, das Weihnachtsfest soll aber möglichst „im kleinen Kreis“ gefeiert werden, so Schwesig. Ob es dabei bleibt, wird in der Schalte mit der Kanzlerin besprochen. Die Ministerpräsidentin hofft auf eine bundeseinheitliche Regelung.

Alten- und Pflegeheime

In Alten- und Pflegeheimen sollen Bewohner und Beschäftigte ab Montag regelmäßig getestet werden. Ein Besuch ist dann nur noch mit negativem Test möglich. Morgen soll ein landesweites Konzept dazu ausgearbeitet werden.

Keine touristischen Übernachtungen, nicht für Einwohner, nicht für Familienbesuche

Übernachtungen zu touristischen Zwecken sind über die Festtage auch für Einwohner des Landes endgültig vom Tisch. Auch für Besucher aus der Kernfamilie wird es keine Beherbergungsangebote geben. Die Hotels werden für private Aufenthalte über Weihnachten und Silvester komplett geschlossen.

Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Eine landesweite Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wird es nicht geben. Dies habe juristische Gründe, erläutert Schwesig. Ein Gerichtsurteil aus einem anderen Bundesland verlangt, dass die Plätze konkret benannt werden müssen, auf denen eine Maskenpflicht gilt. Dies müssen die Landräte und Oberbürgermeister jetzt veranlassen.

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