DAAD Stipendiatentreffen in Rostock

Stipendiaten aus 86 Nationen in Rostock zu Gast

11. Juni 2010, von

DAAD-Stipendiatentreffen in Rostock „Das ist ein toller Anblick, so ein volles Auditorium“, freute sich Professor Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, über die zahlreich anwesenden Stipendiaten im Auditorium Maximum der Universität in der Ulmenstraße.

Der Anlass: die offizielle Eröffnung des Stipendiatentreffens des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), das vom 11. bis 13. Juni in Rostock stattfindet. Dazu haben sich etwa 360 Stipendiaten aus 86 Ländern in der Hansestadt versammelt, um eine Möglichkeit zu haben, sich kennenzulernen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Die Studenten stammen vorwiegend aus Mittel- und Osteuropa sowie aus Lateinamerika, aber beispielsweise auch aus Ägypten oder Indonesien.

Assia Cunego „Wie kann man ein internationales Studententreffen eröffnen?“ fragte sich zu Beginn der Veranstaltung Assia Cunego. Und so spielte die Harfenistin im Laufe der Veranstaltung vier Stücke, die eine kleine musikalische Weltreise darstellten. Dargeboten wurde beispielsweise Musik von Ippolitow-Iwanow, einem russischen Komponisten, dessen Werke Einflüsse armenischer volkstümlicher Musik beinhalten.

Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Uni Rostock Die Begrüßung nahm Deutschlands Rektor des Jahres Wolfgang Schareck vor. Er stellte in aller Kürze die Geschichte der Universität Rostock sowie die neun Fakultäten vor. Er lobte zudem die Innovationskraft, die auch im Motto der Universität „Traditio et innovatio“ verankert ist, merkte aber auch kritisch den geringen Anteil an ausländischen Studenten an. Dieser konnte zwar zuletzt von nur 4 % auf immerhin 5,5 % erhöht werden, zu den angestrebten 10 % fehlen dann aber doch noch einige Prozentpunkte. Mehr englischsprachige Studiengänge sollen u.a. helfen, den Anteil in Zukunft zu erhöhen.

Professor Max Huber, Vizepräsident DAAD Der Vizepräsident des DAAD, Professor Dr. Max Huber, begrüßte ebenfalls die Stipendiaten im Auditorium und sprach mit Blick auf die vielen unterschiedlichen anwesenden Nationalitäten von „einer kleinen Uno hier im Saal“. Die Universität Rostock bezeichnete er als „akademischen Leuchtturm“ gestern und heute.

Professor Udo Kragl „Wir alle sind voller Neugierde Sie kennenzulernen“, richtete er sich dann direkt an die Studenten. Er stellte die doppelte Rolle der Stipendiaten als Botschafter ihrer Heimatländer in Deutschland und schließlich auch als Botschafter Deutschlands in ihren Ländern heraus, wenn sie nach Ende ihres Studiums wieder dorthin zurückkehren.

Um Vernetzung, allerdings nicht von Nationen, sondern von unterschiedlichen Fachgebieten innerhalb der Universität, ging es dann im Vortrag von Professor Dr. Udo Kragl, dem Dekan der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock. Er stellte anhand von ausgewählten Beispielen die Interdisziplinäre Fakultät und ihre drei Profillinien – Leben, Licht & Materie, Maritime System und Erfolgreich Altern – vor.

Mohammed Mowafy, Hisham El Safti und Mohammed Khalil Der aus Ägypten stammende Mohammed Khalil, Student der pharmazeutischen Biologie an der TU Braunschweig, freute sich über die „schöne Gelegenheit, andere Stipendiaten zu treffen“. Er, Mohammed Mowafy, und Hisham El Safti hatten jedenfalls sichtlich Spaß an der Veranstaltung. Zu erzählen werden die Studenten sich auf jeden Fall mehr als genug haben.

Nach Ende der Eröffnungsveranstaltung ging es zum gemeinsamen Abendessen. Am Samstag wird es dann Vorträge verschiedener Stipendiaten zu ihren Fachgebieten geben, bevor Joachim Gauck, Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, einen Plenarvortrag zum Thema „Ost und West – eine Betrachtung deutscher Verhältnisse“ halten wird – übrigens leider nicht öffentlich, wie die Universität mit Blick auf verschiedene Medienberichte noch einmal betonte. Am Nachmittag haben die Studenten dann Zeit die Stadt zu erkunden, bevor es am Sonntag wieder an die Hochschulorte zurückgeht.

DAAD-Stipendiaten zu Gast in Rostock „Die Welt ist wie ein Buch. Wenn Sie nicht reisen, dann ist es so, als hätten Sie nur eine Seite gelesen.“ Mit diesem Zitat von Augustinus schloss Wolfgang Schareck seine Begrüßungsrede. Die anwesenden Stipendiaten sind da auf jeden Fall schon weiter. Wünschen wir ihnen viel Erfolg für ihre weitere Reise.

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