DLRG Nationalmannschaft verteidigt Titel beim DLRG Cup 2016

Die DLRG Nationalmannschaft gewinnt den Wettstreit der Rettungsschwimmer aus acht Nationen beim 20. Internationalen DLRG Cup in Warnmünde

16. Juli 2016
DLRG Nationalmannschaft verteidigt Titel beim DLRG Cup 2016 (Foto: DLRG/Sascha Walther)
DLRG Nationalmannschaft verteidigt Titel beim DLRG Cup 2016 (Foto: DLRG/Sascha Walther)

Hohe Windgeschwindigkeiten am ersten Tag und dafür ein volles Programm am zweiten haben die Rettungsschwimmer beim 20. Internationalen DLRG Cup in Warnmünde vor einige Herausforderungen gestellt. Rund 350 Sportler aus mehr als 50 Mannschaften nahmen an der Veranstaltung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) teil. Die DLRG Nationalmannschaft gewann den Wettstreit der acht Nationen und verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr. Der Titel im Wettbewerb der DLRG-Ortsvereine ging nach Harsewinkel in Westfalen.

„Wir haben zur 20. Auflage unserer Veranstaltung wirklich einen außergewöhnlichen Wettkampf erlebt. Die Bedingungen waren für alle Beteiligten nicht einfach; dennoch haben wir wirklich großartige Leistungen gesehen“, sagte DLRG-Vizepräsident Dr. Detlev Mohr.

Nachdem zum Auftakt am Freitag wegen hoher Wellen und starker Strömungen nur der Sprintwettbewerb am Ostseestrand durchgeführt werden konnte, wurden am Samstag alle sieben Disziplinen im Wasser ausgetragen. „Die Entscheidung am ersten Tag fiel den Verantwortlichen nicht leicht, war aus Sicherheitsgründen aber absolut richtig“, so Bundestrainerin Susanne Ehling. Trotz der großen Belastung am zweiten Tag habe sie einen Wettstreit auf hohem Niveau gesehen, auch wenn zum Ende bei vielen die Kräfte schwanden.

Ihre Auswahl setzte sich in der Endabrechnung vor den Sportlern der Niederlande und der Schweiz durch. Auch in der Mehrkampfwertung im Einzel spielten die Athleten der Nationalmannschaft eine dominante Rolle. Die Männer feierten sogar einen Dreifacherfolg: Daniel Roggenland aus Harsewinkel (Westfalen) feierte nach zweiten Plätzen in den vergangenen Jahren einen lang ersehnten Triumph. Luca Hillen und Christian Watermann holten Silber und Bronze. Bei den Damen gelang Julia Haas ein Coup. Die erst 18-Jährige aus Magdeburg gewann bei ihrem ersten Auftritt in den deutschen Farben hauchdünn vor der Titelverteidigerin Katrine Leth-Espensen. Julia Schatz (DLRG Region Uetersen) wurde Dritte.

In der Königsdisziplin, dem Rettungstriathlon Oceanman/-woman, feierte Kitty Schiphorst Preuper einen Erfolg für die Niederlande. Julia Haas folgte Katrine Leth-Espensen auf das Podium. Die Männer der DLRG Nationalmannschaft freuten sich über alle drei Medaillen: Daniel Roggenland fuhr seinen insgesamt dritten Tagessieg vor Luca Hillen und Christian Watermann ein.

Im Wettstreit der Ortsgruppen gelang es der DLRG Harsewinkel den Seriensiegern der DLRG Halle-Saalekreis den Pokal zu entreißen. Halle belegte nach Magdeburg und der DLRG Region Uetersen nur den vierten Rang.

Rettungssport
In der DLRG betreiben in Deutschland rund 60.000 – zumeist junge – Menschen den Rettungssport, bei dem es nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf die Beherrschung verschiedener Hilfsmittel zur Wasserrettung ankommt. Der Rettungssport entwickelte sich aus der humanitären Idee, Menschen für den ehrenamtlichen Wasserrettungsdienst zu gewinnen und auszubilden. Zwei Arten werden grundsätzlich unterschieden: Die Pooldisziplinen (in Hallenbädern) und die Ocean Events (in Freigewässern) wie der DLRG Cup. Neben dem Leistungs- und Wettbewerbsgedanken macht der Sport fit für den Ernstfall – und hilft somit Leben zu retten. Viele Jugendliche wurden bereits durch den Rettungssport für den Einsatz als Wachgänger an Deutschlands Küsten und Badestellen im Binnenland begeistert.

Quelle: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., Foto: DLRG/Sascha Walther

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