DLRG-Cup 2015 in Warnemünde - Wettkämpfe und echter Einsatz

An einer groß angelegten Personensuche am Warnemünder Strand waren heute Nachmittag am Rande des DLRG Cups auch Sportler der Nationalmannschaft beteiligt

17. Juli 2015
Eine DLRG-Bootsbesatzung nimmt Nationalmannschaftsmitglied Christian Watermann zur Verstärkung mit an Bord (Foto: DLRG)
Eine DLRG-Bootsbesatzung nimmt Nationalmannschaftsmitglied Christian Watermann zur Verstärkung mit an Bord (Foto: DLRG)

Die Wettbewerbe beim DLRG Cup am Strand von Warnemünde waren am Freitagnachmittag gerade beendet, als ein in Not geratener Mann gesichtet wurde. Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) begaben sich daraufhin mit Rettungsbooten zum gemeldeten Einsatzort und nahmen auch Mitglieder der Nationalmannschaft, die sich gerade im Wasser befanden, als zusätzliche Rettungsschwimmer mit an Bord.

„An der Suche beteiligten sich Einsatzkräfte von DLRG, Wasserwacht, Feuerwehr, Wasserschutz- und Bundespolizei sowie die Seenotrettung. Und auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt“, berichtete Dirk Perr, der den Einsatz der sieben DLRG-Rettungsboote koordinierte. Nach anderthalb Stunden sei die Aktion abgebrochen worden, so Perr weiter, da auch die Suche mit einer Wärmebildkamera ergebnislos blieb. Der Verbleib der Person war am Abend weiterhin unklar.

„Für uns war das eine wirklich skurrile Situation“, sagte Daniel Roggenland, Mitglied des Rettungsschwimmer-Nationalteams. Vier Sportler der Mannschaft waren gerade für Fotoaufnahmen im Wasser, als die Boote auf sie zusteuerten. „Wir dachten, dass die Kameraden uns für eine kurze Bootsfahrt aufnehmen. Direkt an Bord erfuhren wir, dass wir zu einem Einsatz hinzugezogen werden.“ Neben Roggenland und Julia Schatz griffen auch Christian Watermann und Jessica Luster als ausgebildete Wasserretter in die Suche mit ein.

Auftakt der Wettbewerbe

Sportlich stachen am ersten Tag des DLRG Cups vor allem die Spitzensportler aus Deutschland und Dänemark heraus. Jessica Luster gewann am Morgen den ersten Wettbewerb. Im Brandungsschwimmen erreichte sie vor Kerstin Lange aus Harsewinkel und Julie Zinck Leth-Espensen aus Dänemark als Erste das Ziel. Bei den Herren sorgten der aus Stralsund stammende Christian Ertel und Adrian Flügel für einen Doppelerfolg.

Die schnellsten Sportler mit dem Rettungskajak kommen in diesem Jahr aus Dänemark. Katrine Zinck Leth-Espensen schlug Deutschlands beste Athletin in dieser Disziplin, Julia Schatz. Thomas Ibsen-Nielsen bezwang den Vorjahresgesamtsieger Liam Kelly (DLRG Nationalmannschaft). Die Duelle der besten Sprinter am Strand entschieden am Abend Nadine Stache und Christian Ertel (beide DLRG Nationalmannschaft), der seinen zweiten Tagessieg einfuhr.

DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje und Rostocks Bürgerschaftspräsident Dr. Wolfgang Nitzsche hatten am Freitagvormittag den 19. Internationalen DLRG Cup eröffnet. „Eine Gesellschaft braucht Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer, die in der Not ihren Mitmenschen zu Hilfe eilen“, sagte Hatje zur Eröffnung in der Strandarena. Und direkt an die Sportler gerichtet: „Euch alle vereint neben der Freude am Rettungssport auch das Wissen, dass ihr durch regelmäßiges Training eben in diesen Notfällen auch bessere und schnellere Lebensretter sein werdet. Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen eurem Beispiel folgen.“

Am Samstag fallen noch fünf weitere Entscheidungen am Strand von Warnemünde, ehe am Abend die besten Mehrkämpfer und die besten Mannschaften auf das Siegerpodest steigen.

Quelle: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.

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