Seawolves schlagen White Devils Cottbus mit 90:80

Mit einem Sieg gegen Cottbus verteidigten die Basketballer des EBC Rostock Seawolves gestern Abend vor heimischem Publikum die Tabellenspitze

23. Februar 2014
EBC Rostock Seawolves schlagen BBC White Devils Cottbus mit 90:80 - Mahamoud Diakite (Nr. 15) mit Double-Double (11 Punkte & 10 Rebounds)
EBC Rostock Seawolves schlagen BBC White Devils Cottbus mit 90:80 - Mahamoud Diakite (Nr. 15) mit Double-Double (11 Punkte & 10 Rebounds)

Die EBC Rostock Seawolves setzten sich am gestrigen Samstagabend, 22.02.2014, mit 90:80 gegen die BBC White Devils Cottbus durch. Nach dem 59:83-Hinspielsieg bei den Brandenburgern erspielten sich die Hanseaten im Rückspiel eine 20-Punkte-Führung in der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Wölfe ihr Revier und fuhren den siebten Heimsieg dieser Spielzeit ein. Fünf Rostocker punkteten zweistellig, Owczarek 16, Hellmann 16, Hakanowitz 14, Radcliff 10 sowie ein Double-Double (11 Punkte, 10 Rebounds) von Mahamoud Diakite. Bei den Gästen hielt Tim Vogt sein Team mit insgesamt 37 Punkten (14/20 69% Trefferquote) lange Zeit im Spiel. Die Seawolves stehen weiterhin mit einem Sieg Vorsprung an der Spitze der 1. Regionalliga Nord (15/2) und bereiten sich in der kommenden Woche intensiv auf das Schlüssel- und Spitzenspiel in Itzehoe vor.

Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Insgeheim sprachen aber viele Zuschauer in der Ospa-Arena schon über das Duell, das erst in einer Woche stattfinden wird. Vor dem Spitzenspiel in Itzehoe, das für beide Teams ein entscheidendes Spiel im Kampf um die Meisterschaft sein wird, mussten die Seawolves zunächst die Pflichtaufgabe gegen die BBC White Devils Cottbus erfüllen.

Für die Generalprobe schickte Coach Sebastian Wild seine fünf Starter Sven Hellmann, Keith Radcliff, Mahamoud Diakite, Zbigniew Owczarek und Kapitän Jens Hakanowitz aufs Feld. Trotz verlorenen Sprungballs setzten die Hausherren gleich im ersten Cottbusser Angriff eine Duftmarke, als Hakanowitz mit einem Monsterblock ein Ausrufezeichen setzte und Hellmann auf der Gegenseite die ersten Zähler des Abends per Korbleger markierte. Die Brandenburger antworteten prompt und lagen in der zweiten Minute mit 2:5 vorn. Nachdem Owczarek mit dem ersten seiner vier Dreier des Abends zum 5:5 ausglich, feierte kurze Zeit später Ivo Slavchev sein Comeback. Das Energiebündel ersetzte Kapitän Hakanowitz, auf dessen Position nun Diakite spielte. Der athletische Seawolves-Neuzugang aus Mali machte direkt mit einem Block gegen Devils-Center Terrence Gordon auf sich aufmerksam. Durch solche Defensivaktionen und das schnelle Umschalten von Verteidigung in den Angriff rissen die Seawolves die Spielkontrolle an sich: Ein 16:2-Lauf sorgte in der siebten Minute für die 18:7-Führung der Gastgeber. Während dieser Phase wühlte auch Slavchev in gewohnter Manier unter den Körben, angelte sich Fehlwürfe und erzielte die ersten Zähler nach seiner Verletzungspause. 3:30 Minuten vor dem Ende des ersten Viertels debütierte dann der Italiener Niccolo Croci vor heimischem Publikum und setzte gleich den zum Korb schneidenden Hellmann mustergültig in Szene. Doch das muntere Aufspielen der Seawolves erhielt einen Dämpfer, als die Cottbusser durch einen 8:0-Zwischenspurt wieder den Anschluss herstellten. Nach dem 18:15 in der neunten Minute war Coach Wild zu einer Auszeit gezwungen. Anschließend tankte sich Hakanowitz am Brett durch und beendete den Gästelauf. Mit der Schlusssirene des ersten Viertels legte Owzcarek, der sieben Zähler im ersten Abschnitt einnetzte, den Ball zur 24:15-Führung in den Korb.

Das zweite Viertel ging da weiter, wo der erste Durchgang endete: Hakanowitz ackerte unter den Körben und tanzte den gegnerischen Center Gordon aus. In der elften Minute führten die Seawolves mit 28:15. Owczarek war der erste Rostocker mit zweistelliger Punkteausbeute; sein Dreier aus der Ecke sorgte für die 31:15-Führung. Die Gäste signalisierten mit einem Dreier auf der Gegenseite ein Lebenszeichen, aber das konsequente Anspielen unter den eigenen Korb brachte die Teufel aus Cottbus immer wieder zur Weißglut: Nach Hakanowitz waren es nun Slavchev, Axel Stüdemann und Diakite, die dort punkteten bzw. nur mit Fouls zu stoppen waren. Doch es war nicht nur das Inside-Spiel der Hanseaten, das die White Devils zur Verzweiflung trieb. Nach vielen Defensiv-Rebounds folgte meist der blitzschnelle Gegenangriff. So war es Radcliff, der mit einem Bodenpass über zehn Meter durch zwei Gegner hindurch den zum Korb schneidenden Hellmann fand, der zum 39:22 vollendete. Ein 6:0-Lauf brachte die Gäste daraufhin auf 13 Zähler heran (42:29, 19. Min). Anschließend traf Croci aus der Halbdistanz für seine ersten Zähler im Seawolves-Trikot. Bis zur Halbzeit setzten sich die Hausherren in ihrem Revier auf 52:33 ab. Mit der Halbzeitsirene ließ Radcliff einen Dreier durch das Netz zischen und brachte die 598 Zuschauer zum Jubeln.

Mit vier schnellen Punkten durch Devils-Guard Tim Vogt startete das dritte Viertel. Coach Wild nahm nach 34 Sekunden eine Auszeit, um sein Team wohl an die Kabinenansprache zu erinnern. Vogt traf kurz darauf einen weiteren Dreier und der Rückstand betrug plötzlich nur noch zwölf Zähler (52:40, 22. Min). Radcliff beendete sodann die Durststrecke und sorgte für die ersten Wölfe-Zähler nach dem Seitenwechsel. Mit seinem dritten und vierten Dreier des Abends verteidigte Owczarek die zweistellige Führung seines Teams (60:45, 23. Min). Die Cottbusser, die nach einer Fußverletzung ihres Centers Michael Möbes aus der ersten Hälfte nur noch mit sechs Spielern weiterspielen konnten, suchten ihr Glück nun vermehrt von außen und ließen Dreipunktewürfe regnen. Insgesamt trafen sie an diesem Abend zehn ihrer 25 Dreierversuche. In der 25. Minute stand es 62:51 für die Rostocker, die weiterhin aus direkter Korbnähe bzw. der Mitteldistanz zum Erfolg kamen. Vor den letzten Minuten lagen die Seawolves mit 75:61 vorn.

Dieses Polster war jedoch alles andere als sicher, denn die Cottbusser suchten weiter die Flucht nach vorn und feuerten nach Belieben von außen auf den Korb, während bei den Rostockern der Offensivmotor stockte. In der 33. Minute stand es nach einem 6:1-Lauf nur noch 77:67. Sollte dieses Spiel noch einmal spannend werden? Gordon vergab nach der Auszeit den offenen Korbleger, doch Cottbus blieb nach einem Offensiv-Rebound in Ballbesitz, sodass kurz darauf der Ball doch noch im Korb landete – 79:71. Zwei Dreipunktewürfe von David Markert brachten wieder etwas Ruhe für die Seawolves. Da konnte auch ein Alley-Oop-Dunk von Gordon seitens der Gäste nichts an der versuchten Aufholjagd ändern. Drei Minuten vor Schluss stand es 85:74. Hakanowitz traf zwei Freiwürfe zum 87:74. Im Gerangel um den Ball blieb dann kurz vor dem Ende Sven Hellmann benommen auf dem Parkett liegen und musste nach einem Cut am Auge behandelt werden. Bis zum Ende verkürzten die Brandenburger noch auf 87:77, ehe Stüdemann sieben Sekunden vor Schluss einen Dreier traf und Vogts für die Cottbusser aus der Distanz mit der Schlusssirene den Endstand von 90:80 herstellte.

Die Seawolves trafen zehn von 15 Dreier, hatten fünf Spieler im zweistelligen Punktebereich und feierten den 15. Saisonsieg. Damit bleiben sie Tabellenführer der Regionalliga Nord. Das Team aus Cottbus ist weiterhin auf dem vierten Platz in der Rangliste.

Nun werden die Rostocker am 1. März das schwere Auswärtsspiel bei den Itzehoe Eagles bestreiten. Das Hinspiel ging mit 80:72 an die Seawolves. Am 8. März findet das nächste Heimspiel gegen die BBC Eagles Magdeburg II statt.

Viertelstände:
24:15, 28:18, 23:28, 15:19

Punkte EBC Rostock Seawolves:
Jörn Boghöfer (-), Dominik Breitschuh (-), Niccolò Croci (4), Mahamoud Diakite (11 Pkt, 10 Reb, 2 Blk), Jens Hakanowitz (8 Pkt, 10 Reb, 2 Blk), Sven Hellmann (16 Pkt, 5 Reb, 4 Ast), David Markert (9 Pkt, 3/3 Dreier, 4 Ast), Pavel Mokrys (-), Zbigniew Owczarek (16 Pkt, 4/4 Dreier), Keith Radcliff (10 Pkt, 6 Reb, 8 Ast), Ivo Slavchev (8 Pkt, 10 Reb), Axel Stüdemann (3)

Quelle: EBC Rostock Seawolves, Foto: Stefan Junghanns

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