Eurawasser: Trinkwasserpreis sinkt, Abwassergebühren steigen

WWAV und Eurawasser senken im nächsten Jahr den Trinkwasserpreis leicht, die Abwassergebühren steigen dafür jedoch an

5. Dezember 2014
Katja Gödke, Geschäftsführerin des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes und Robert Ristow, Geschäftsführer der Eurawasser Nord GmbH
Katja Gödke, Geschäftsführerin des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes und Robert Ristow, Geschäftsführer der Eurawasser Nord GmbH

Der Trinkwasserpreis wird zum 01.01.2015 gesenkt und die Abwassergebühren müssen nach sechsjähriger Stabilität an die gestiegenen Kosten angepasst werden. Dieses beschloss am 04. Dezember 2014 die Verbandsversammlung des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV), dem die Hansestadt Rostock und 29 Gemeinden im nordöstlichen Teil des Landkreises Rostock angehören, in Übereinstimmung mit der Eurawasser Nord GmbH.

Der Trinkwasserpreis wird um 3 Cent von 1,86 EUR/m³ auf 1,83 EUR/m³ gesenkt, bei stabilen monatlichen Grundpreisen in allen Zählergrößen. Nach der ersten Preissenkung zum 01.01.2013 wurde diese zweite Stufe vor allem durch die anhaltend positive Entwicklung des Wasserverkaufes in Rostock und im Rostocker Umland aber auch durch Verbesserung von Verfahrensabläufen bei Eurawasser möglich.

Die Grundgebühr für die Schmutzwasserbeseitigung wird für den kleinsten Zähler von derzeit 7,46 Euro/Monat um 1,54 Euro auf 9,00 Euro/Monat erhöht, bei den größeren Zählern proportional. Die Mengengebühr für die Schmutzwasserbeseitigung beträgt unverändert 2,86 Euro/m³. Für die Entsorgung des Niederschlagswassers werden sich die jährlichen Gebühren um 0,10 Euro/m² angeschlossene und befestigte Fläche erhöhen. Die Entleerung der privaten Kleinkläranlagen kostet aufgrund der deutlichen Mengenrückgänge nach der Umrüstung auf biologische Anlagen zukünftig statt 32,54 Euro/m³ Schlamm dann 35,76 Euro/m³. Für die Entleerung der abflusslosen Gruben werden statt 6,99 Euro/m³ ab Jahresbeginn 7,37 Euro/m³ berechnet.

Für die Trinkwasserversorgung und die Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser für ein Einfamilienhaus führt die Preis- und Gebührenveränderung bei einem durchschnittlichen Verbrauch zu einer Mehrbelastung von rund 25 Euro pro Jahr.
Die Bewohner von Mehrfamilienhäusern, die mit 70 Prozent die Mehrheit der Bevölkerung im Verbandsgebiet ausmachen, profitieren von der Aufteilung der Grundgebühren und zahlen nur rund 2,55 Euro mehr pro Familie und Jahr.
Einmalige Anschlussbeiträge werden im WWAV nicht erhoben.

Katja Gödke, Geschäftsführerin des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes, stellt fest: „Von der Senkung des Trinkwasserpreises profitieren alle Kunden. Die Erhöhung der Abwassergebühren ist nach sechsjähriger Stabilität unumgänglich. Die Ursachen dafür liegen in den jährlich geplanten steigenden Kosten aus Investitionen und Sanierungen in Form von Abschreibungen und Zinsen sowie in den anhaltenden Kostensteigerungen beim Strom, insbesondere durch die EEG-Umlage.“

Die Verbandsversammlung beschloss weiterhin ein anspruchsvolles Investitions- und Sanierungsprogramm. Danach werden im Auftrag des WWAV im kommenden Jahr durch die Eurawasser Nord GmbH rund 14,5 Mio. Euro für die Erweiterung und Sanierung der wasserwirtschaftlichen Anlagen eingesetzt.

Der Schwerpunkt liegt auch im Jahr 2015 in der Sanierung von Trinkwasserleitungen und Abwasserkanälen in der Hansestadt Rostock. Robert Ristow, Geschäftsführer der Eurawasser Nord GmbH konkretisiert: „Die größten Baumaßnahmen in der Hansestadt Rostock sind in der Albert-Einstein-Straße, in der Harten Straße und Ellernhorst sowie in der Humboldtstraße geplant. In Warnemünde werden wir straßenbaubegleitend am Kirchenplatz 2. BA und in der Seestraße tätig. Weiterhin werden wir die Kanäle in der Gartenstraße und in der Schillerstraße erneuern. Im Rostocker Umland wird u.a. in Kessin, Dummerstorf, Kavelstorf und Sievershagen gebaut. Auf der Strecke Blankenhagen-Cordshagen werden wir die Trinkwasserleitung erneuern und gleichzeitig die Dimension zur Optimierung des Trinkwassernetzes verdoppeln.“

Zur Sicherung der Ver- und Entsorgungssicherheit wird es 2015 außerdem Sanierungen in den Wasserwerken und auf den Kläranlagen geben. Im Wasserwerk Rostock betrifft dies die Schaltanlage im wichtigen Schnellfilter 4/5. Auf der Zentralen Kläranlage Rostock werden die Schlammtaschen am zweiten Faulturm saniert und die Filter des Biofors regeneriert.

Quelle: Eurawasser Nord GmbH, Foto: Fotostudio Hagedorn

Schlagwörter: Eurawasser (23)

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