„Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“, so könnte das Arbeitsmotto der Karikaturisten lauten. Vor allem die Politik wird gerne zum Ziel der ironisch überspitzen Darstellungen genommen.
75 Karikaturen aus 15 Ländern sind seit der letzten Woche im Rathaus zu sehen. Passend zum Thema „EURO-SPOTT“ gab es heute zur offiziellen Eröffnung einen spannenden Vortrag zur aktuellen Währungskrise von Erik Gurgsdies.

Da nur die wenigsten Zuhörer Experten auf dem Finanzsektor waren, erklärte er relativ verständlich, wie die Probleme der europäischen Gemeinschaftswährung entstanden sind.

Auch wenn die Standpunkte und Äußerungen nachvollziehbar waren, gab es doch auch eine kontroverse Debatte im Anschluss an den Vortrag. Fakt ist jedoch, dass man wohl kaum nur mit Optimismus eine Finanzkrise abwenden kann, die längst im Gang ist.

Karikaturisten aus ganz Europa nahmen das Ereignis zum Anlass von vielfältigen Darstellungen. 50 Bilder aus der Zeit gibt es im Rathaus zu sehen, eingeteilt in verschiedene Kategorien. So sind „EURO-Tricks“, und „EURO-Visionen“ zu sehen, aber auch „EURO-FRUST“ und „EURO-Angst.“

Jüngere Leute könnten gerade bei den älteren Karikaturen ihre Probleme haben, da man natürlich oft Hintergrundwissen braucht, um den Humor zu verstehen. Da wäre es schön gewesen, wenn es zu jeder Darstellung noch eine kurze Erklärung gegeben hätte. Aber mit den 20 aktuellen Bildern dürfte wohl auch so jeder etwas anfangen können.
Bis zum 20. April zeigen das Europäische Integrationszentrum Rostock und die Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern die Bilder noch im Foyer des Rathauses. Und es lohnt sich wirklich, denn man kann sehen, dass Politik auch lustig sein kann.