Fastunfall bei der Jagd - Polizei stellt Schusswaffen sicher

Die Polizei stellte in Parkentin bei Rostock Jagdwaffen sicher, nachdem mehrere Geschosse dicht neben einer Frau und ihrer Tochter in ein Maisfeld einschlugen

28. Juli 2018
Fastunfall bei der Jagd - Polizei stellt Schusswaffen sicher
Fastunfall bei der Jagd - Polizei stellt Schusswaffen sicher

Am 27.7.2018 kurz nach 21 Uhr schilderte eine 39-jährige Frau aus Parkentin der Polizei Bad Doberan, dass sie mit ihrer 6-jährigen Tochter einen Spaziergang in der Nähe ihres Wohnhauses unternahm, als sehr dicht neben ihnen mehrere Geschosse in ein Maisfeld einschlugen. Zeitgleich waren mehrere Schüsse zu hören.

Beide hielten erschrocken inne, kehrten zum Wohnhaus zurück und informierten die Polizei.

Durch weitere Zeugenaussagen und umfassende polizeiliche Ermittlungen wurden drei Jagdausübungsberechtigte festgestellt, die sich im betreffenden Zeitraum am Ereignisort aufgehalten haben und der Jagd nachgegangen waren.

Nach Rücksprache mit der Waffenbehörde des Landkreises stellte die Polizei alle Jagdwaffen vorläufig sicher. Die genauen Umstände sind Bestandteil der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Quelle: Polizeipräsidium Rostock

Schlagwörter: Parkentin (2)Polizei (3232)Schusswaffe (19)

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11 Kommentare

  • Antonietta sagt:

    Anerkannte Wissenschaftler und Wildbiologen sind sich einig, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Jagd besteht. Der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf betont, dass sich waldbewohnende Tierpopulationen schon immer selbst reguliert haben. Nicht etwa durch Beutegreifer wie Wolf oder Luchs, sondern in erster Linie durch natürliche Umwelteinflüsse wie Witterung, Krankheiten und Nahrungsverfügbarkeit.

  • Anton sagt:

    @Antonietta: Genau. Und Vegan bzw. Fleisch aus den Supermarkt ist viel besser und gesuender. Ich fuer meinen Teil, ziehe Fleisch vom Wild der Massentierhaltung vor !
    In diesem Sinne. Jeder nach seinem Gusto

  • Klaus Kramer sagt:

    Nur zu Anton, bei Wild isst man ja auch die ganze Agrochemie mit, denn Wild kennt z.B. keine Wartezeiten nach einer Gyphosat-Ausbringung etc. Vielleicht wächst Du dann ja auch noch ein bisschen.

  • Isabella sagt:

    Anton: was hat das eine mit dem anderen zu tun? Muss man deswegen Fleisch aus dem Supermarkt kaufen? Da sieht man wieder das manche Leute ihr Verhalten rechtfertigen müssen und es keinen Sinn ergibt. 😕

  • Manfred Wysocki sagt:

    Also mal ein wenig sortieren:
    1.)
    Der immer wieder gern aus bestimmten Kreisen zitierte renomierte Prof. Reichholf ist zwar Biologe, aber KEIN Wildbiologe. Und wer sich einmal bei Wikipedia umsieht, wird feststellen, dass er als Querdenker gilt, was ansich ja nicht verkehrt ist. Das Problem dabei ist, dass er im Gegensatz zu den richtigen Wildbiologen niemals in dieswer Thematik geforscht hat, sondern er in seinen Vorträgen keine Fakten, sondern seine Annahmen und Meinungen vertritt. Das ist zu wenig um damit ernst genommen zu werden, womit im übrigen auch viele seiner akademischen Kollegen ein Problem haben.

    2.) In den entsprechender Jagdgegnergruppen finden sich ausreichend Anleitungen, was man am besten behaupten muss, um eine größtmögliche Betroffenheit zu erzeugen (sag er hätte Dich mit der Waffe bedroht oder die Kugeln sind direkt vor meinen Füssen eingeschlagen usw.)

    2a) Es ist, für jeden der ein wenig geradeaus denken würde klar, dass die Aussagen so nicht stimmen können, schon aus physikalischen Gründen nicht.
    Es ist davon auszugehen, dass es sich bei den Schüssen aus Büchsen handelt, deren Geschossgeschwindigkeit deutlich über der Schallgeschwindigkeit liegt. Wer nun weiß, welchen Fruchtstand der Mais jetzt hat (ca. 2,5 – 3m Wuchshöhe) will also gesehen haben, wie die Geschosse dort eingeschlagen sind, noch bevor er den Knall gehört hat , der kommt nämlich meist hinterher…. :-)

    Schade das die Zeitung derartige Überlegungen bei der Berichterstattung nicht anstellt. Es ist selbst für jeden Jäger schier unmöglich den Kugeleinschlag zu sehen, erst recht nicht im Mais. Und nun sollen es gleich mehrere „Einschläge“ gewesen sein??? (wie gesagt beobachtet, bevor der Schussknall zu vernehmen war)

  • Werbe sagt:

    Mehrere Szenarien sind denkbar.
    1. Die Jäger haben (fehlerhaft), nicht ausreichend darauf geachtet, ob das vordere und hintere Schussfeld frei ist.

    2. Geschossteile sind als Abpraller aus der Schussrichtung geraten.

    3.Die Jäger haben das Schussfeld beachtet, aber die Spaziergänger befanden sich hinter dem Maisfeld und waren deshalb für die Jäger nicht sichtbar.

    4. Das Ganze ist eine der bekannten Jagdgegnerlügen/inszenierungen zum Zwecke der Jagdbehinderung und Jägerdiskriminierung.

    5. Sowohl Zeitung als auch Polizei haben keine blasse Ahnung von den Bedingungen und Vorschriften der Jagd und starten erst einmal öffentlichkeitsopportune „Verurteilungsszenarien“, die hoffentlich durch eine unabhängige Justiz „eingehegt“ werden.

  • Ferler sagt:

    „Der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf“…………….wird außer von Jagdgegnern in der wissenschaftlichen Szene mit seinen Aussagen zur Wildbiologie belächelt.

  • Jörg sagt:

    Jagd ist feiger und hinterhältiger Mord an unschuldigen und wehrlosen Mitgeschöpfen. Viele Jahrtausende hat sich die Natur selbst geregelt bis der Mensch auf die Bühne trat und gemeint hat, er müsste sich alles zurechtschiessen und dies als „angewandten Naturschutz“ verkaufen. In zahlreichen anderen Ländern herrschen bereits teilweise oder komplette Jagdverbote, z. B. in Kenia, Griechenland, Niederlande, Costa Rica, Israel, Albanien oder Belgien. Im ach so ‚fortschrittlichen‘ Deutschland hat man das bisher noch nicht verstanden. Während andere Staaten in Sachen Tierschutz Fortschritte machen, gerät das deutsche Land mit seiner katastrophalen und wirtschaftsnahen Lobbyregierung immer mehr ins Hintertreffen. Jagd ist Wildtierterror und absolut nicht mehr zeitgemäss. Sie dient nur noch dazu, dass irgendwelche gestörten Typen ihre kranken Triebe ausleben können. Hoffentlich hat das bald ein Ende… für eine bessere Welt für Mensch und Tier. Übrigens muss der Mensch keine Tiere bzw. nichts aus tierischer Herkunft essen, um gesund zu bleiben!

  • Werbe sagt:

    „Übrigens muss der Mensch keine Tiere bzw. nichts aus tierischer Herkunft essen, um gesund zu bleiben!“………Das bezweifele ich, nachdem ich Ihre Auslassungen gelesen habe.

  • Jochen Distelmeyer sagt:

    So, Fall erledigt. Die Aussagen der Zeugin wurden seitens der ermittelnden Staatsanwaltschaft für unglaubwürdig gehalten. Eine Ortsbesichtigung hat ergeben, dass die Erzählungen der Dame nicht mit den Bedingungen vor Ort in Einklang zu bringen sind. Die Jäger haben bereits ihre Waffen zurückerhalten.

    Also mal wieder nur üble Nachrede von militanten Jagdgegnern.

    @ Jörg: ganz toll, wie das in den fortschrittlichen Ländern mit der Jagd gemacht wird: in den NL z. B. werden Gänse nicht mehr „gejagt“ aber dafür tausende von ihnen in der Mauser zusammengetrieben, vergast und dann als Sondermüll entsorgt oder als Hundefutter verarbeitet. Wirklich toll, diese fortschrittlichen Länder…

  • Werbe sagt:

    „So, Fall erledigt. Die Aussagen der Zeugin wurden seitens der ermittelnden Staatsanwaltschaft für unglaubwürdig gehalten“………Bin mal gespannt, ob die Zeitung das mit dem gleichen Eifer und in der gleichen Größe veröffentlicht, wie die „Ursprungslüge“.

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