Faultier Oska zieht in die Tropenhalle

Oska und Sidney – zwei ziemlich faule Damen hangeln jetzt gemeinsam durchs Darwineum im Rostocker Zoo

20. Dezember 2013
Faultier Oska (rechts) und Sidney im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock
Faultier Oska (rechts) und Sidney im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

Wenn Sid im Zeitlupentempo durch das Darwineum zu ihrem Fressnapf hangelt, zieht sie automatisch die Blicke der Besucher auf sich. Ab heute ist die beliebte Faultierdame mit neun Tierpaten nicht mehr allein. Die fünfjährige Oska, eine Handaufzucht aus dem Zoo Frankfurt am Main, wird ihr beim Faulenzen, Klettern und Fressen Gesellschaft leisten. Ob aus den beiden auch ziemlich beste Freundinnen werden, bleibt aus Sicht der Kuratorin abzuwarten.

„Obwohl Faultiere eigentlich Einzelgänger sind, vertragen sie sich bei ausreichend Ausweichmöglichkeiten und Rückzugsorten erfahrungsgemäß recht gut“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „In Vorbereitung auf den Zuwachs haben wir noch etliche Seile zusätzlich gespannt sowie eine weitere Schlafkiste angebracht.“ Sie verwies darauf, dass die Tiere nicht angefasst und gefüttert werden dürfen. „Wer diese Verhaltensregeln beachtet, kann die Faultiere im Darwineum auf einzigartige Weise hautnah erleben.“

Ihren natürlichen Lebensraum haben Zweifingerfaultiere in den tropischen Regenwäldern des zentralen Mittel- und Südamerikas. Hier verbringen die Einzelgänger in den Baumkronen bis zu 16 Stunden am Tag schlafend. Manchmal hängend an einem Ast, manchmal zusammengerollt in einer Astgabel. Typisch sind ihre stark modifizierten Hände und Füße, die in acht bis zehn Zentimeter langen, gebogenen Klauen enden. Im Darwineum besteht ihre Nahrung aus Obst wie Äpfeln, Birnen, Bananen und Weintrauben sowie rohem oder gekochtem Gemüse.

Sidney wurde am 26. Juli 1990 im Nürnberger Zoo geboren. Über den Berliner Zoo kam sie zur Eröffnung des Darwineum im letzten Jahr nach Rostock, wo sie sich frei bewegen kann. Oska wurde am 5. August 2008 im Zoologischen Garten in Frankfurt am Main geboren und ist somit deutlich jünger als Sid. Die Lebenserwartung liegt in freier Wildbahn bei rund 20 Jahren, in menschlicher Obhut bis zu 32 Jahre.

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

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