FC Hansa Rostock und Universität Rostock kooperieren

Rostocker Uni und Hansa Rostock möchten intensiver zusammenarbeiten und gemeinsam für die Region werben

9. Juni 2011, von
Kooperationsvertrag zwischen der Uni Rostock und dem FC Hansa Rostock - Prof. Dr. Wolfgang Schareck und Bernd Hofmann
Kooperationsvertrag zwischen der Uni Rostock und dem FC Hansa Rostock - Prof. Dr. Wolfgang Schareck und Bernd Hofmann

„Immer wenn ich im Stadion bin, dann gewinnt Hansa“, gab Professor Dr. Wolfgang Schareck heute das wohl bestgehütete Geheimnis der Hansa-Kogge preis. Mit ihrer Unterschrift besiegelten der Rektor der Alma Mater und der Vorstandsvorsitzende des FC Hansa Rostock Bernd Hofmann an diesem Vormittag den Kooperationsvertrag zwischen Universität und Fußballverein.

„Hoffentlich ist der Wolfgang heute im Stadion, damit wir gewinnen“, soll Oliver Neuville vor einiger Zeit an seinem Geburtstag zu seiner Lebensgefährtin gesagt haben. Es ging damals gegen Leverkusen, erinnert sich Schareck, und Hansa hat nicht nur gewonnen, Neuville sei selbst auch ein Treffer gelungen.

Ist Wolfgang Schareck also womöglich das heimliche Maskottchen von Hansa Rostock? Vier Heimniederlagen kassierten die Rostocker in der letzten Saison, zwei Partien vor heimischer Kulisse endeten mit einem Remis. Mindestens sechs Heimspiele muss Rektor Schareck also geschwänzt haben – das muss in der nächsten Spielzeit besser werden!

Die Rechnung ist schließlich einfach: 17 gewonnene Heimspiele bringen 51 Punkte aufs Konto. Etwa 15 weitere Punkte aus den Auswärtspartien dürften dann genügen, um schon 2012 wieder in der 1. Fußballbundesliga zu spielen – gute Aussichten für alle Fans!

Universität Rostock und FC Hansa Rostock wollen kooperieren: Rektor Wolfgang Schareck und Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann
Universität Rostock und FC Hansa Rostock wollen kooperieren: Rektor Wolfgang Schareck und Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann

Doch zurück zum Anlass des Tages – eine Kooperation zwischen Universität und Profi-Fußballern? Ungewöhnlich. Und doch gibt es viele Bereiche, in denen uns etwas verbindet, erklärte der Rektor, und meinte damit keineswegs nur die schon vorhandene medizinische Betreuung.

Tradition, regionale Verwurzelung, aber auch Werte wie Fairness, Wettbewerb und Toleranz kommen sowohl in der Universität Rostock als auch beim FC Hansa Rostock zum Tragen. „Sowohl Hansa Rostock als auch die Universität sind Aushängeschilder der Stadt und der Region“, erklärte Schareck, „daher wollen wir gemeinsam zur Stärkung des Standortes Mecklenburg-Vorpommern beitragen.“

„Alle Spieler werden sich jetzt an der Uni einschreiben“, erklärte Bernd Hofmann mit einem Augenzwinkern, worum es bei dieser Kooperation nicht gehe. Obwohl es in der Zweiten Mannschaft tatsächlich ein paar Spieler gibt, die hier studieren.

Vorerst soll es darum gehen, so Hofmann, bei öffentlichen Veranstaltungen gemeinsam aufzutreten und so einerseits füreinander, andererseits aber auch zusammen für die Region Rostock zu werben. Konkrete Aktionen sind für das Sommerfest der Uni (29. Juni), den Kinder- und Familientag des FC Hansa Rostock (9./10. Juli), aber auch für die Saisoneröffnung oder den Campustag geplant.

Hansa-Vorstand Dr. Peter Zeggel
Hansa-Vorstand Dr. Peter Zeggel

„Wir werden die Kooperation mit Flaggen und Ähnlichem auch im Stadion kenntlich machen“, ergänzte Hansa-Vorstand Dr. Peter Zeggel, der in der Kooperation eine große Chance sieht, etwas mehr Wissenschaftlichkeit in den Verein zu bringen. „Ich glaube, das wird uns nicht schaden“, so Zeggel.

Es geht nicht nur ums Sportliche, sieht der Hansa-Vorstand viele Ansatzpunkte, etwa beim Marketing, der Demografie oder der Statistik. „Da haben wir großen Nachholbedarf.“

„Welchen Wirtschaftsfaktor hat Hansa Rostock für die Stadt? Was erwirtschaften wir eigentlich im Umfeld eines Spieltages?“ Fragen, bei deren Beantwortung die Uni ebenso helfen könne, wie bei Erhebungen zur Zuschauerklientel.

Und auch für die Studenten wird es Vergünstigungen geben. Durchgängige Ermäßigungen für Studenten könnte sich der Verein zwar nicht leisten, so Zeggel, zu ausgewählten Spielen solle es aber Rabattaktionen für die Rostocker Studierendenschaft geben.

Noch steckt alles ein wenig in den Kinderschuhen, doch „die Facetten der Zusammenarbeit werden sehr umfangreich sein“, ist sich Hofmann sicher. „Die gemeinsamen Schnittmengen müssen nun mit Leben erfüllt werden.“

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