Endlich Wind: Finn Dinghy European Championships gestartet

Vasilij Zbogar aus Slowenien liegt nach drei Wettfahrten am ersten Tag der Finn Dinghy Europameisterschaft 2013 in Rostock Warnemünde vorn

24. Juli 2013
Der führende Slowene (SLO 573) im Fight mit der neuseeländischen Konkurrenz
Der führende Slowene (SLO 573) im Fight mit der neuseeländischen Konkurrenz

Schon früh verließen die ersten Finnsegler den Yachthafen auf der Mittelmole: endlich Wind, endlich Wettfahrten. Nach einem langen Tag ohne Wind eroberten sie gierig das Regattarevier vor Warnemünde. Zunächst weht der Wind mit rund zehn Knoten aus Ost. Mit 40-minütiger Verspätung gelingt es, die erste Wettfahrt zu starten: „Wir mussten noch mal umlegen, dann gab es einige Fehlstarts“, informiert Peter Ramcke aus dem Team von Wettfahrtleiter Robert Lamb. Mitten in der zweiten Wettfahrt dann ein Winddreher um 40 Grad, auch lässt der Wind deutlich nach – Abbruch, Umlegen der Tonnen. Wenig später erneuter Start der zweiten Wettfahrt. Am Ende setzt sich eine hervorragende, stabile Seebrise aus Nordost durch, die bis zum Ende der dritten Wettfahrt um 17.17 mit 12-14 Knoten die Teilnehmer verwöhnt: „Ein toller Segeltag: die erste Wettfahrt bei Leichtwind, zwei weitere bei traumhaften Bedingungen – perfekt“, freut sich Ramcke.

Den besten Start in die Europameisterschaft erwischt der Slowene Vasilij Zbogar: Mit zwei zweiten und einem siebten Platz liegt er nach dem ersten Tag auf Rang 1, trotz leichter Probleme: „Ich war sehr gut im Rennen, plötzlich kommt mein Segel runter, das Fall war ausgerauscht. Das hat mich einige Plätze gekostet, die ich nachher aber wieder aufholen konnte“, so Vasilij Zbogar. Pure Freude bei Josh Junior aus Neuseeland, der beim letzten Rennen als Erstes über die Ziellinie ging: „Das ist meine erste Wettfahrt überhaupt, die ich im Finn gewonnen habe – toll, ich bin glücklich“, platzt es aus ihm heraus. Insgesamt liegt er nun auf Rang sechs. Ein Lächeln im Gesicht auch bei Pieter Jan Postma: Die zweite Wettfahrt beendete er als Zweiter und liegt derzeit auf dem 14. Rang. Seine Freude konnte er mit seinem Vater Jan PM teilen: der war morgens um vier Uhr in den Niederlanden losgefahren und hatte sich zufällig einen Platz auf einem Schlauchboot organisieren können und somit den Erfolg seines Sohnes direkt mitverfolgt: „Heute Abend geht es wieder zurück, zwar komme ich dann mitten in der Nacht an. Doch es hat sich absolut gelohnt“, sagt er stolz.

Für die deutschen Teilnehmer verlief der erste Tag der Europameisterschaft nicht wirklich zufriedenstellend: Bester deutscher Teilnehmer nach drei Wettfahrten ist Jan Kurfeld auf Rang 33, André Budzien aus Schwerin folgt auf dem 44 Platz.

Während sich die Segler vom ersten anstrengenden Wettkampftag erholten, sammelten sich in der Yachthafenresidenz auf der anderen Seite der Warnow die Altmeister im Finn. Unter ihnen Jochen Schümann, der sich bereits seit Sonntag an der Ostsee aufhält. Er kommt direkt aus Berlin, wo er am vergangenen Wochenende mit fünf ersten Plätzen in fünf Wettfahrten die German Open and Dutch Championships der 5.5m Class gewann: „Die Tage habe ich mir gut ausgesucht: es ist toll hier am Strand in Hohe Düne“, freut sich der dreifache Olympiasieger, der 1976 seine erste Medaille im Finn gewann und sich gern an die Zeit erinnert. „Es die einzige Bootsklasse, in der auch große und schwere Männer segeln können, deshalb ist sie auch so attraktiv“, gibt der 59-Jährige Auskunft. Morgen wird er sich gemeinsam mit anderen erfolgreichen Finnseglern wie dem Schweden Arne Akerson, der 1969 die Finn-Europameisterschaft vor Warnemünde gewann und seinem Trainer aus früheren Zeiten, Bernd Dehmel, direkt auf der Bahn ein Bild vom jetzigen Leistungsstand der olympischen Klasse machen.

Vorläufiges Zwischenergebnis nach drei Wettfahrten:

  1. Vasilij Zbogar Slowenien (11 Pt)
  2. Ivan Kljakovic-Gaspic Kroatien (16 Pt)
  3. Andrew Murdoch Neuseeland (23 Pt)
  4. Edward Wright, England (23 Pt)
  5. Thomas Le Breton (33 Pt)

Für Mittwoch ist der Start um 12 Uhr geplant.

Quelle: Veranstalter/Nadja Arp, Foto: Robert Deaves

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