Gesellenfreisprechung der Kreishandwerkerschaft 2012

Die Rostocker Handwerksgesellen erhalten in feierlicher Atmosphäre der Nikolaikirche ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe

13. März 2012, von

Gesellenfreisprechung in der Nikolaikirche „Handwerk hat weiterhin goldenen Boden“, verkündete Oberbürgermeister Roland Methling in der Rostocker Nikolaikirche und beglückwünschte die versammelten Junghandwerker zum Tag ihrer Freisprechung zum Gesellen.

Unter dem Applaus von Freunden, Verwandten, Berufsschullehrern und Innungsvorsitzenden wurden die jungen Gesellen nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehrzeit in die Reihen des Handwerks aufgenommen.

Nach einer Begrüßung durch Kay-Uwe Teetz, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan, wurde es richtig feierlich in der Nikolaikirche.

Der Ratssyndikus Angekündigt durch seine Glocke trat der Ratssyndikus im feierlichen Gewand auf und übergab die traditionelle Innungslade mit den Gesellenbriefen. Erst nach seiner Verkündung, dass das ehrbare Handwerk nunmehr die anwesenden Gesellen und Gesellinnen in seinen Reihen aufnehmen wird, durfte die Zeremonie beginnen. Feierlich entzündete der Ratssyndikus nach der Übergabe der Innungslade Kerzen zu Ehren der Junghandwerker, auf dass sie alle „Licht, Wärme und Geborgenheit in der großen Familie des Handwerks finden mögen“.

Michael Meuser „Der erfolgreiche Abschluss der Lehrzeit, das ist ein Tag des Glücks! Sie stehen jetzt auf eigenen Beinen“, freut sich Roland Methling mit den jungen Absolventen und fordert die Junggesellen dazu auf, in Zeiten des Fachkräftemangels ihrer Heimat treu zu bleiben: „Die Hansestadt Rostock braucht Sie, denn wir haben sehr viel vor, wobei Sie unsere Stadt voranbringen können“, erklärt der Oberbürgermeister.

Mit den Worten „Ich spreche euch frei, ein jeder jetzt Geselle sei. Schafft fröhlich mit Herz und Hand und seid stolz auf euren Handwerksstand“, sprach Meuser die jungen Absolventen anschließend frei von den Verpflichtungen des Lehrlingsstandes und erhob sie so in den Gesellenstand.

Die gelernten Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik empfangen ihre GesellenbriefeDann war es endlich so weit: Die jungen Handwerker konnten die Zeugnisse über den erfolgreichen Abschluss der Lehrzeit und ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen. Nach Innungen sortiert traten die Gesellen nach vorn, um sich von nun an „Anlagenmechaniker“, „Elektroniker“, „Maler und Lackierer“, „Orthopädieschuhmacher“, „Dachdecker“, „Metallbauer“, „Mosaiksteinleger“, „Fahrzeuglackiererin“, „Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker“ oder aber auch „Friseurin“ nennen zu dürfen.

Johannes Röder Unter den stolzen Absolventen befand sich auch Johannes Röder. Der frischgebackene Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker nimmt sich Roland Methlings Wunsch zu Herzen und bleibt der Hansestadt treu: „Ich möchte auf jeden Fall in Rostock bleiben und hier arbeiten. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, Rostock ist einfach meine Heimat“, erklärt der 21-Jährige, als er seinen Gesellenbrief in den Händen hält.

Was die Aufforderung nach Weiterbildung betrifft, schließt er nicht aus, später auch noch seinen Meister zu machen. Gemäß seinem fleißigen Stand hält er sich mit dem Feiern seines Abschlusses noch zurück: „Morgen geht’s ja wieder früh los zur Arbeit“, erklärt Johannes Röder und freut sich dort sein Zeugnis zu zeigen.

Die Friseur-Gesellinen erhalten ihre Zertifikate Die jungen Handwerksgesellen feierten in der Nikolaikirche neben dem Abschluss ihrer Lehrzeit auch ihre Berufswahl. Mit der Entscheidung einen handwerklichen Beruf zu erlernen sind die Gesellen nun in einer Branche tätig, die nicht nur einen starken und leistungsfähigen Wirtschaftszweig darstellt, sondern auch eine der höchsten Zuwachsraten im Land verzeichnet.

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