Gundis haben ihr Quartier im Rostocker Zoo bezogen

Sechs Gundis, kleine afrikanische Nagetiere und Kletterkünstler, sind ins Vogel-Reptilien-Haus im alten Teil des Rostocker Zoos eingezogen

1. Februar 2013
Immer in Bewegung sind die agilen Gundis. Nur mittags kuscheln sie sich alle zusammen und machen gemeinsam Mittagspause – ursprünglich als Schutzmaßnahme gegen die heiße Wüstensonne.
Immer in Bewegung sind die agilen Gundis. Nur mittags kuscheln sie sich alle zusammen und machen gemeinsam Mittagspause – ursprünglich als Schutzmaßnahme gegen die heiße Wüstensonne.

Gundis, was? Noch nie gehört? „Die putzigen Nagetiere sind in der Tat nicht so häufig in Tierparks anzutreffen“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Die kleinen Kletterkünstler werden europaweit nur in etwa 15 Zoos gehalten. „Aber, sie werden sicher recht schnell die Herzen der kleinen und großen Zoobesucher erobern.“

Die Gundis (Ctenodactylidae) mit einer Länge bis zu 20 cm gehören zu einer kaum bekannten Familie afrikanischer Nagetiere. Sie heißen auch Kammfinger, weil sie an den Hinterfüßen einen Borstenkamm an den beiden mittleren Zehen haben, mit dem sie ihr Fell putzen. Am 23. Januar erhielt der Rostocker Zoo drei weibliche und drei männliche Tiere. „Unsere Gundis sind im Juni 2011, im April 2012 und im Juli 2012 geboren“, informierte die Kuratorin. „Sie lebten zuletzt in einer Privathaltung bei einer Tierpflegerin des Tierparks Cottbus und sind über das im Aquazoo Löbbeke Museum in Düsseldorf geführte Zuchtbuch an uns vermittelt worden.“

Gundis sind tagaktiv und sehr sozial geprägt, leben in Gruppen von ca. zehn Tieren zusammen und sehen ein wenig aus wie nahe Verwandte der Meerschweinchen. Ihre ursprüngliche Heimat ist die Sahara in Afrika. Sie leben in wüsten- bis halbwüstenähnlichen Regionen, wo sie vor ihren natürlichen Fressfeinden wie Schakale und Greifvögel Schutz in Felsspalten suchen. Ihr Gehege liegt im Vogel-Reptilien-Haus im alten Teil des Rostocker Zoos. „Sie fressen rein pflanzliche Nahrung, die aus Körnern, Kräutern und Gemüse besteht, sehr selten ein bisschen Obst“, so Antje Zimmermann.

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

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