FC Hansa Rostock unterliegt der SpVgg Greuther Fürth mit 0:3

Hansa Rostock muss sich Greuther Fürth klar geschlagen geben und beendet die Hinrunde auf einem Abstiegsplatz

3. Dezember 2011, von
Hansa-Fans beim Spiel gegen Greuther Fürth in der Trolli Arena
Hansa-Fans beim Spiel gegen Greuther Fürth in der Trolli Arena

Vor 7.480 Zuschauern, darunter etwa 1.000 Rostocker Anhängern, gewann Greuther Fürth in der Trolli Arena klar mit 3:0 gegen Hansa Rostock. Mit einem Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz beendet Hansa die Hinrunde auf dem 17. Tabellenplatz.

„Wenn wir es defensiv hinbekommen, haben wir auch in diesem Spiel die Möglichkeit, Tore zu erzielen“, erklärte Hansa-Trainer Peter Vollmann vor dem Spiel und stellte seine Mannschaft heute kompakter auf.

Nach überstandenem Infekt übernahm Kapitän Sebastian Pelzer wieder seine angestammte Linksverteidigerposition, auf der rechten Seite gab der Trainer heute Robert Müller den Vorzug vor Peter Schyrba. Marek Mintal und Lucas Albrecht übernahmen die Sturmspitze, dahinter Michael Blum und Björn Ziegenbein auf den offensiven Außenbahnen.

Vollmanns Defensivtaktik übersteht nur die ersten zehn Minuten, dann wirft ein frühes Gegentor die Mannschaft aus der Bahn. Nach einer halbhohen Eingabe von Heinrich Schmidtgal erwischt Olivier Occean das Leder am linken Pfosten gerade noch mit ausgestrecktem Bein und verhilft Fürth so zur frühen Führung. Immerhin schon der zehnte Saisontreffer des Kanadiers.

Ziegenbein hat für Hansa Rostock die erste Chance der zweiten Halbzeit gegen Greuther Fürth
Ziegenbein hat für Hansa Rostock die erste Chance der zweiten Halbzeit gegen Greuther Fürth

Einen direkten Freistoß von Schmidtgal aus etwa 25 Metern Entfernung fischt Kevin Müller aus der Luft (22. Minute). Auf der Gegenseite kann Bernd Nehrig den Ball nach einer Blum-Ecke zunächst abwehren, der Nachschuss von Ziegenbein geht anschließend knapp über die Latte (25. Minute).

Kurz vor Ende der ersten Hälfte wird es noch einmal spannend, als Dani Schahin nach einer Ecke zum Kopfball kommt (42. Minute). Kevin Müller kann jedoch parieren.

Die erste Chance in der zweiten Hälfte gehört den Gästen. Nach einem schönen Solo des frisch eingewechselten Tobias Jänicke kommt Ziegenbein an der Strafraumgrenze zum Schuss, der jedoch knapp am rechten Pfosten vorbeistreicht.

Hansa Rostock gegen Greuther Fürth: Das 2:0 - Kevin Müller kann es nicht fassen, hinten Torschütze Stephan Schröck
Hansa Rostock gegen Greuther Fürth: Das 2:0 - Kevin Müller kann es nicht fassen, hinten Torschütze Stephan Schröck

Die Fürther lassen ihre Chancen jedoch nicht ungenutzt. Erst kommt Schahin zehn Meter vor dem Tor völlig frei zum Schuss. Nachdem Müller diesen noch abwehren kann, setzt sich Stephan Schröck gegen Pavel Kostal durch und macht im Nachgang das 2:0 für die Gastgeber klar.

Alles perfekt für die Hausherren ist dann in der 75. Minute, als Sercan Sararer die Führung von der Strafraumgrenze aus zum 3:0 ausbaut. Holst fälscht den Schuss ab, unhaltbar für Kevin Müller.

Fürth hat das Spiel die ganze Zeit über kontrolliert und Hansa Rostock kaum eine Chance gelassen, sodass der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung geht. Die Franken konnten sich damit an St. Pauli vorbei auf den Relegationsplatz vorarbeiten.

Pavel Kostal (Hansa Rostock) im Duell mit Olivier Occean (Greuther Fürth)
Pavel Kostal (Hansa Rostock) im Duell mit Olivier Occean (Greuther Fürth)

Für Hansa Rostock fällt die Bilanz der Hinrunde hingegen desaströs aus. Acht Niederlagen, acht Unentschieden und lediglich ein Sieg in 17 Spielen reichten nur für 11 Punkte und den vorletzten Tabellenplatz. Die Hansa-Kogge steckt tief in der Krise, glücklicherweise ist das Feld auf den hinteren Rängen eng zusammen, sodass für den Klassenerhalt am Saisonende weniger Punkte genügen könnten als gedacht.

Bleibt zu hoffen, dass der Verein während der Winterpause noch einmal ins Schwarze trifft, was die personelle Verstärkung im Offensivbereich betrifft. Bis dahin stehen noch zwei weitere schwere Spiele auf dem Plan. Nächsten Freitag muss Hansa bei Paderborn antreten, am 18. Dezember ist Dynamo Dresden in der DKB-Arena zu Gast.

Drei Tore kassiert - Matthias Holst und Pavel Kostal können es nicht fassen
Drei Tore kassiert - Matthias Holst und Pavel Kostal können es nicht fassen

Tore:
1:0 Olivier Occean (11. Minute)
2:0 Stephan Schröck (58. Minute)
3:0 Sercan Sararer (75. Minute)

Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Kevin Müller (Torwart)
Robert Müller, Pavel Kostal, Matthias Holst, Sebastian Pelzer
Dominic Peitz(Tobias Jänicke, ab 46. Minute) , Timo Perthel
Björn Ziegenbein, Michael Blum
Lucas Albrecht (Tino Semmer, ab 71. Minute), Marek Mintal

Fotos: Eibner-Pressefoto

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2 Kommentare

  • Uwe Rathmann sagt:

    Nach dieser erneuten peinlichen Vorstellung kann es nur ein Fazit geben:
    Diesem Haufen fehlt einfach die Klasse, absolut stümperhaft und ohne
    professionelle Einstellung, eine leblose Mannschaft, ohne Konzept und Ideen.
    Das allgemeine Chaos in und um die Mannschaft herum und der damit verbundene Niedergang zeichen sich seit Wochen ab.
    Ein professioneller Vorstand, Manager und Trainer könnten einschreiten und das noch verhindern. Leider hat der FC Hansa in dieser Hinsicht nur Unfähigkeit zu bieten.

  • Bauer sagt:

    Hansa spielt in dieser Saison ohne ein effektives Mittelfeld und ohne Einheit als Mannschaft.
    Im Sturm nachzubessern ist der falsche Weg. Kein Stürmer der Welt kann Tore ohne ein Zuspiel erzielen.
    Die Mittelfeldspieler versuchen immer nur sich selbst in Szene zusetzen (das gelang nur in der 3.Liga).
    Auch die Außenverteidiger sind zu statisch und schaffen niemals für die Mannschaft eine offensive Überzahlsituation.

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