Hansa Rostock unterliegt Holstein Kiel mit 0:4

Die Hansa-Kogge kassiert die fünfte Niederlage in Folge, muss sich Holstein Kiel mit 0:4 (0:1) geschlagen geben und überwintert auf dem vorletzten Tabellenplatz

20. Dezember 2014, von
Hansa Rostock unterliegt Holstein Kiel mit 0:4
Hansa Rostock unterliegt Holstein Kiel mit 0:4

Hansa Rostock steckt im Tabellenkeller fest. Im Ostsee-Duell gegen Holstein Kiel musste sich die Baumann-Truppe vor heimischem Publikum mit 0:4 (0:1) geschlagen geben. Marlon Krause brachte die Gäste nach einer Ecke in der 11. Minute per Kopf in Führung. Nach einem Handspiel sah der bereits verwarnte Robin Krauße zu Beginn der 2. Hälfte Gelb-Rot, Rafael Kazior verwandelte den fälligen Handelfmeter souverän zum 2:0 (52. Minute). Dezimiert mussten die Rostocker dann auch noch das 0:3 (Patrick Breitkreuz, 75. Minute) und 0:4 (Maik Kegel, 89. Minute) über sich ergehen lassen. Mit 17 Punkten bleibt die Hansa-Kogge nach dem letzten Spieltag vor der Winterpause auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat weiterhin vier Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.

Marlon Krause (Holstein Kiel) köpft gegen Hansa Rostock zum 1:0 ein
Marlon Krause (Holstein Kiel) köpft gegen Hansa Rostock zum 1:0 ein

7.900 Zuschauer, darunter etwa 750 Holstein-Fans, sehen in der DKB-Arena eine im Vergleich zum Erfurt-Spiel auf drei Positionen umgebaute Rostocker Startelf. Nach abgesessener Gelb-Sperre kehrt Steven Ruprecht in die Innenverteidigung zurück, neben ihm vertraut Hansa-Trainer Karsten Baumann erneut auf seinen Kapitän Christian Stuff. Sascha Schünemann und David Blacha ersetzen den gesperrten Kai Schwertfeger sowie Christian Bickel.

Auf dem nach Dauerregen rutschigen Geläuf zeigen sich die Rostocker nach zwei Minuten zum ersten Mal über Blacha. Seine Flanke von der rechten Seite entschärft Hauke Wahl jedoch rechtzeitig. Und so sind es die Gäste, denen nach zehn Minuten der erste Treffer gelingt. Nach einer Ecke von links kommt Marlon Krause am langen Pfosten frei zum Kopfball und erzielt das Führungstor für die Gäste.

Manfred Starke (Hansa Rostock) hatte gegen Holstein Kiel die beste Chance zum Ausgleich
Manfred Starke (Hansa Rostock) hatte gegen Holstein Kiel die beste Chance zum Ausgleich

Die beste Chance zum Ausgleich haben die Hausherren in der 25. Minute. Denis-Danso Weidlich spielt einen hohen Ball in den Lauf von Manfred Starke, der im Kieler Strafraum mit einer schönen Volleyabnahme abschließt. Doch auch der Ex-Rostocker KSV-Torhüter Kenneth Kronholm ist auf Zack und lenkt die Kugel mi toller Reaktion am Pfosten vorbei ins Toraus. Keine Probleme hat der Kieler Schlussmann auch mit einem Schuss von Marcel Ziemer, der es kurz vor der Strafraumgrenze aus der Drehung heraus probiert (40. Minute). So verabschieden sich die Mannschaften mit der knappen 1:0-Gästeführung zum Pausentee.

Einen direkt ausgeführten Stevanovic-Freistoß kann Kronholm entschärfen (49. Minute) und kurz darauf stehen die Rostocker – wie schon in Erfurt – nur noch zu zehnt auf dem Platz. Der bereits verwarnte Robin Krauße sieht nach einem Handspiel Gelb-Rot, Rafael Kazior verwandelt den fälligen Elfmeter souverän links unten zum 2:0 (52. Minute).

In Unterzahl und zunehmend verunsichert nimmt das Elend der Hansa-Kogge seinen Lauf. Über Manuel Schäffler und Marc Heider lässt die Rostocker Hintermannschaft den Ball tatenlos durch den eigenen Strafraum laufen, bis der kurz zuvor eingewechselte Patrick Breitkreuz aus 13 Metern mit dem 3:0 für die Vorentscheidung sorgt (75. Minute).

Ein Ball aus der gegnerischen Hälfte fand kurz vor dem Schlusspfiff den Weg ins Rostocker Tor
Ein Ball aus der gegnerischen Hälfte fand kurz vor dem Schlusspfiff den Weg ins Rostocker Tor

Dass sogar ein weiter hoher Ball aus der gegnerischen Hälfte im Rostocker Kasten landen kann, demonstriert Maik Kegel in der 89. Minute. Der aus seinem Tor herauslaufende Hansa-Schlussmann Johannes Brinkies wird zwar vom heranstürmenden Schäffler irritiert, doch die Kugel rollt auch ohne dessen Mithilfe ins Rostocker Tor und markiert so den 0:4-Endstand.

Nach dem Spiel versuchten aufgebrachte Fans, sich Zugang zum Foyer der DKB-Arena zu verschaffen, um die Mannschaft zur Rede zu stellen. Ordner und Polizei konnten dies verhindern, Mannschaft, Trainerteam und Vereinsführung stellten sich dem Dialog mit den Fans.

„Nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen unserer Mannschaft und unter den noch frischen Eindrücken der unmittelbar erlittenen Niederlage können wir nachvollziehen, dass die Fans Angst um die Existenz des Vereins haben und deshalb ihre Unzufriedenheit verbal zum Ausdruck bringen wollten. Bei allem Verständnis für den Unmut, dürfen keine Grenzen überschritten werden. Wir appellieren noch einmal an alle Fans auch in diesen für den Verein schweren Zeiten, trotzdem Vernunft an den Tag zu legen“, erklärt Rainer Friedrich (Vorstand Stadionmanagement und Prävention) in einer Stellungnahme des Vereins.

Hansa Rostock steht vor der Winterpause so schlecht da, wie noch nie in der Vereinsgeschichte
Hansa Rostock steht vor der Winterpause so schlecht da, wie noch nie in der Vereinsgeschichte

Es bleibt viel zu tun in den nächsten Wochen, wenn der Klassenerhalt noch geschafft werden soll. Weiter geht es für die Hansa-Kogge nach der Winterpause am 31. Januar 2015. Dann sind die Rostocker beim SV Wehen Wiesbaden zu Gast.

Tore:
0:1 Marlon Krause (10. Minute)
0:2 Rafael Kazior (52. Minute, HE)
0:3 Patrick Breitkreuz (75. Minute)
0:4 Maik Kegel (89. Minute)

Besondere Vorkommnisse:
52. Minute: Gelb-Rote Karte für Robin Krauße

Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Johannes Brinkies (Torwart)
Robin Krauße, Christian Stuff, Steven Ruprecht, Sascha Schünemann
Max Christiansen, Denis-Danso Weidlich
David Blacha, Aleksandar Stevanovic, Manfred Starke (Jovan Vidovic, ab 76. Minute)
Marcel Ziemer

Fotos: Joachim Kloock

Schlagwörter: FC Hansa Rostock (780)Fußball (730)Sport (1000)

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