Rostock Seawolves unterliegen Hertener Löwen mit 90:101 (40:40)

Nach drei Siegen in Folge mussten die Basketballer der Rostock Seawolves eine Niederlage bei den Hertener Löwen einstecken, Neuzugang Franz Winkler feierte sein Debüt

1. November 2015
Die Rostock Seawolves (im Bild: Neuzugang Franz Winkler) unterliegen den Hertener Löwen (Foto: Thomas Käckenmeister)
Die Rostock Seawolves (im Bild: Neuzugang Franz Winkler) unterliegen den Hertener Löwen (Foto: Thomas Käckenmeister)

Nach drei Siegen in Folge mussten die Rostock Seawolves bei den Hertener Löwen eine 101:90-Niederlage einstecken. Nach ausgeglichener erster Halbzeit gaben die Gäste von der Ostsee eine Acht-Punkte-Führung am Ende des dritten Viertels aus der Hand und konnten den Punkterausch der Hausherren in der Schlussphase nicht stoppen. Franz Winkler sammelte 17 Punkte bei seinem Debüt. Matt Hunter verzeichnete 26 Zähler als Topscorer der Partie. Bei den Gastgebern punkteten fünf Spieler zweistellig, darunter Deandre Landsdowne (24) und Eric Curth (20).

Franz Winkler stellte sein „perfektes Spiel“ – eine Vorstellung ohne Fehlwurf – nach der bitteren 90:101-Auswärtsniederlage der Rostock Seawolves bei den Hertener Löwen in den Schatten: „Basketball ist ein Teamsport und das Team steht im Vordergrund. Da kommt es nicht darauf an, was ich mache, sondern es zählt das Ergebnis des Teams am Ende“, relativierte Winkler seine Leistung. Der 23-Jährige traf alle fünf seiner Würfe aus dem Feld, darunter vier Dreier, und versenkte drei von drei Freiwürfen für insgesamt 17 Punkte. „Ich hätte lieber kein perfektes Spiel gemacht und gewonnen, aber da kann man leider nichts machen. Es ist schön für mich, dass ich wieder so gut ins Spiel gefunden habe, weil ich viereinhalb Wochen nicht trainieren konnte.“

Fünf Wochen lang konnte der Rostocker Neuzugang sein Team nur von der Bank aus anfeuern. Eine Zerrung der unteren Bauchmuskulatur zwang ihn zum Zuschauen. Im ersten Abschnitt beim Gastspiel in Herten verfolgte er, wie seine Teamkollegen nur schwer ins Spiel fanden und Treffer der Hausherren mit schnellen Punkten beantworteten. Mit 6:12 (4. Min) und 9:17 (7.) lagen sie zurück, als die früh eingewechselten Sven Hellmann und Tobias Lange sechs Zähler innerhalb einer Minute einnetzten und das Spiel aus Seawolves-Sicht wieder offen gestalteten (15:17, 8.). Jedoch folgten zwei Dreier Hertens und die Löwen waren auf acht Punkte enteilt. Postwendend traf Shawn Gulley aus der Distanz, auch David Rivers war erfolgreich. Kapitän Tim Vogt war es schließlich, der am Ende des ersten Durchgangs von der Mittellinie den Ball im hohen Bogen Richtung Korb warf und mit Ertönen der Sirene zum 23:23 traf. Die Wölfe waren nun in der Partie angekommen und Winkler bereit für seinen Einsatz.

Es dauerte elf Sekunden im zweiten Abschnitt, ehe der wurfstarke Guard mit der Nummer elf den Ball erstmals in den Händen hielt und aus der Mitteldistanz traf. Damit krönte Winkler einen 10:0-Lauf seines Teams. Rostock war nun gewillt, die Spielkontrolle zu übernehmen. Jedoch fanden die Wölfe kein Mittel gegen die unorthodoxe Spielweise der Löwen, die sowohl von außen als auch unter den Körben Gefahr ausstrahlten und auch in der Abwehr ordentlich zupackten. Bis zur Pause lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, so dass es beim Stand von 40:40 in die Halbzeit ging.

Nach dem Seitenwechsel stand die Spielfreude dem Rückkehrer Winkler weiter ins Gesicht geschrieben. Insgesamt zwölf Punkte, darunter drei erfolgreiche Dreipunktewürfe, schrieben die Statistiker in diesem Durchgang hinter seinen Namen. In der 30. Minute hatten sich die Seawolves einen 66:58-Vorsprung erkämpft, konnten dieses Polster aber nicht in die Pause retten. Es waren die Löwen, die die letzten sechs Zähler des Viertels erzielten und so die Wende einleiteten.

Den Seawolves fehlte in den letzten zehn Minuten der Biss, Herten sicherte sich vermehrt zweite Wurfchancen durch Offensiv-Rebounds und nutzte seine Chancen auf den dritten Sieg in Folge eiskalt aus. Phasenweise lagen die Wölfe mit 19 Zählern (75:94, 39. Min) zurück, ehe ein letztes Aufbäumen in den letzten 64 Sekunden den Rückstand etwas erträglicher aussehen ließ.

„Wenn man auswärts 90 Punkte erzielt, muss das eigentlich reichen. Im Endeffekt war es nicht das Schlussviertel, es waren vielmehr die 23 Ballverluste und die 17 Hertener Offensiv-Rebounds, die uns den Sieg gekostet haben. Es ist uns nicht gelungen, den offensivstarken Hertenern weniger Ballbesitze zu geben. Mit der zunehmenden Physis kam bei uns ein Bruch ins Spiel und wir haben nie wieder die Kontrolle erlangen können“, lautete das Fazit von Coach Sebastian Wild nach dem Spiel.

Die Seawolves spielen am kommenden Wochenende wieder im eigenen Revier. Am Samstag, den 7. November, um 19:30 Uhr sind die VfL AstroStars Bochum zu Gast in der Stadthalle Rostock. Karten gibt es auf www.tickets.Seawolves.de und am Vorverkauf in der Stadthalle.

Punkteverteilung pro Viertel (HER-HRO):
23:23, 17:17, 24:26, 37:24

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Gulley (5), Hellmann (8), Hunter (26), Lange (4), Lopez (8), Markert (3), Murillo (1), Rivers (11), Slavchev (1), Vogt (6), Winkler (17)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Thomas Käckenmeister

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