Hotel Neptun startet Check-in per Handy

Mit der kostenlosen App Conichi können Gäste des Warnemünder Hotels Neptun mobil ein- und auschecken – zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern

27. Juli 2016, von
Conichi-CEO Max Waldmann und Marie-Christin Michaelis, Online-Marketing Managerin im Hotel Neptun, demonstrieren den Check-in per Handy
Conichi-CEO Max Waldmann und Marie-Christin Michaelis, Online-Marketing Managerin im Hotel Neptun, demonstrieren den Check-in per Handy

An der Rezeption anstehen, Namen buchstabieren, Meldeschein ausfüllen – es kann schon etwas dauern, bis man beim Hotel-Check-in endlich seinen Zimmerschlüssel in der Hand hält. Muss nicht sein, findet der 25-jährige Maximilian Waldmann, Gründer des Berliner Startups Conichi, dessen etwas kompliziert klingender Name sich von der japanischen Grußformel „Konnichiwa“ ableitet. Im Warnemünder Hotel Neptun präsentierte er heute seine Lösung fürs mobile Hotelerlebnis.

Hat der Gast die passende Hotel-App auf dem Handy installiert, wird er beim Betreten der Lobby durch kleine Bluetooth-basierte Sender, sogenannte Beacons, automatisch erkannt. Das in der App hinterlegte Profil mit persönlichen Daten, Wünschen und Vorlieben wird ans Hotelsystem geschickt – nur der vorausgefüllte Meldeschein muss noch unterschrieben werden, der Check-in ist schnell erledigt.

„Selbstverständlich werden alle Gäste aber auch weiterhin so persönlich und herzlich von uns begrüßt, wie sie es bislang gewohnt sind“, betont Hotel-Chef Guido Zöllick, der seinen Gästen „einen Mehrwert bieten und ein zusätzliches digitales Gasterlebnis schaffen“ möchte. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Hotel Neptun das erste Haus mit solch einem Angebot.

Umgekehrt landen beim Check-in aktuelle Angebote oder Ausflugstipps auf dem Smartphone des Gastes. In Zukunft könnte auch der Zimmerschlüssel direkt aufs Handy übertragen werden, noch ist diese Funktion im Neptun jedoch nicht freigeschaltet. Dafür hat das Hotel als eines der ersten Häuser die Restaurantlösung installiert. Beim Betreten eines Lokals erhält der Gast aktuelle Angebote, in der Gegenrichtung informiert die App Kellner und Küche automatisch über mögliche Allergien oder Unverträglichkeiten.

Und auch der Check-out ist ganz einfach, verspricht Gründer Waldmann, zückt sein Handy, fügt die verzehrte Cola aus der Minibar hinzu, wählt die passende Kreditkarte, bezahlt per App und hat nach zehn Sekunden ganz entspannt ausgecheckt. Das hat auch Marie-Christin Michaelis, Online-Marketing Managerin im Neptun, überzeugt. „Ich verwende die App auch privat“, erzählt die 25-Jährige.

Aktuell kann die App in rund 150 Hotels genutzt werden, bis zum Jahresende sollen es über 400 werden, erzählt Max Waldmann, der auch den internationalen Markt im Blick hat. Mit dem Hotel-Portal HRS hat der junge Gründer einen starken Finanzinvestor an seiner Seite, der die Technologie bereits in die eigene App integriert hat.

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