Ideenwettbewerb 2010 Forschungsraum Rostock

Innovative Geschäftsideen von Studierenden und Forschern ausgezeichnet

16. Juli 2010, von
Thomas Behrens
Thomas Behrens

Innovative Ideen aus der Wissenschaft und Forschung aufzuspüren und mittels Neugründungen in die Wirtschaft zu überführen, das ist das Ziel des Ideenwettbewerbs Forschungsraum Rostock. Denn „es mangelt nicht an Ideen. Sie müssen nur gefunden und sichtbar gemacht werden“, sagte Dr. Thomas Behrens vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern anlässlich der Preisverleihung am Donnerstag. Das Ministerium finanziert den Wettbewerb, für den Siegerprämien in Höhe von 36.000 Euro ausgelobt wurden.

Professor Dr. Wolfgang Schareck
Professor Dr. Wolfgang Schareck

60 Gründungsideen wurden insgesamt in diesem Jahr eingereicht. „Das ist eine Rekordbeteiligung für den seit 2006 ausgetragenen Wettbewerb“, wies Professor Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock und Jury-Mitglied auf den Erfolg des Wettbewerbs hin.

Wissenschaftler, Absolventen und Studierende der Universität Rostock und Angehörige der Forschungsinstitute, wie zum Beispiel des Fraunhofer Instituts für graphische Datenverarbeitung und des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie haben sich daran beteiligt.

Finalisten der Kategorie „Studierende“
Finalisten der Kategorie „Studierende“

In den beiden Kategorien „Studierende“ und „Forscher“ traten die Teilnehmer im Wettbewerb um die beste Geschäftsidee an. Zehn von ihnen kamen schließlich aus jeder Kategorie in die engere Auswahl und durften ihre Ideen dem Publikum auf der Prämierungsfeier kurz vorstellen. Kurz hieß in diesem Fall in 30 Sekunden. Denn so lange Zeit hätte wohl ein ambitionierter Jungunternehmer, wenn er einem Big Boss während einer Fahrt mit dem Fahrstuhl zur Chefetage von seiner Idee überzeugen wollte. Diese Methode trägt dann auch den passenden Namen „Elevator-Pitch“ (Fahrstuhl-Präsentation).

Moritz von Grotthuss
Moritz von Grotthuss

Hierbei zeigte sich, wer in der Lage war, seine Geschäftsidee knapp und präzise darzustellen. Einige blieben nervös stecken. Andere waren sehr souverän. Wie zum Beispiel Kevin W., der sein Thema „GoUpliner“ mit „ganz interessant, relativ komplex, aber trotzdem ganz einfach“ auf den Punkt brachte. Was auch immer man sich jetzt darunter vorstellen mag.

Die Jury hatte die Idee überzeugt, wie auch alle anderen Finalisten. „Alle haben Spaß gemacht, alle waren innovativ“, bewertete Jurymitglied Moritz von Grotthuss, Geschäftsführer der Patent- und Verwertungsagentur MV, die Teilnehmer. Kriterien, nach denen die Ideen bewertet wurden, waren unter anderem die Unternehmerpersönlichkeit, die Marktverwertbarkeit und der regionale Bezug.

Gerald Bieber, Marian Lüder und Matthias Hinkfoth
Gerald Bieber, Marian Lüder und Matthias Hinkfoth

Gewonnen hat letztendlich Mathias Schüller in der Kategorie „Studierende“ mit seiner Idee „Meerleben“. In der Kategorie „Forscher“ können sich Gerald Bieber, Marian Lüder und Matthias Hinkfoth über den ersten Preis freuen. Auf den zweiten und dritten Platz bei den „Studierenden“ kamen Andreas Scharfenberg mit „WeLoveFruits“ und Jan Krog mit „uCity“. Professor Dr. Lars Schwabe und sein Team errangen den zweiten Platz bei den „Forschern“ mit „neurotective“. Gerd Grytsch wurde in dieser Kategorie für sein Thema „Mobile eCO2-Solutions“ mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Ein „Sonderpreis Gesundheitswirtschaft“ ging an Maren Mix und Anne Walter für ihr Thema „Thermokonvektives PCR-Verfahren mit elektrochemischer Detektion“.

Mathias Schüller
Mathias Schüller

„Das Preisgeld ist schon verplant“, sagte der Student Mathias Schüller nach der Verleihung. Es soll in seine Gründungsidee „Meerleben“ gesteckt werden. In etwa einem Jahr wird es dann richtig losgehen. Bis dahin möchte er aber noch nicht zu viel von seiner Idee verraten. Denn die Konkurrenz schläft nicht und könnte sich vielleicht schon vorher „inspirieren“ lassen. Nur so viel kann er schon andeuten: „Es handelt sich um ein Bootcharterunternehmen, was sich darauf spezialisiert, historische Schiffe zu verchartern“.

Erfahrungen mit Schiffen bringt er jedenfalls schon mit. Denn neben seinem BWL-Studium arbeitet der 29-Jährige bei einer Werft in Barth, die ihn auch beim Wettbewerb betreut hat. Doch bevor sich der Jungunternehmer sein Standbein aufbauen kann, will er noch die Abschlussprüfungen schaffen. Immerhin hat ihm die Teilnahme am Ideenwettbewerb nicht nur 5.000 Euro eingebracht, sondern auch 6 Leistungspunkte fürs Studienkonto.

Der Ideenwettbewerb wird vom Gründerbüro der Universität Rostock geleitet und versteht sich auch als ein Testlauf für den Landesideenwettbewerb VentureCup MV.

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