KUNSThandwerkerMARKT und Kleinkunstfestival 2011

Akrobaten, Jongleure und allerlei kunstvoll Gestaltetes auf dem Uniplatz Rostock

28. August 2011, von
Tante Luise und Herr Kurt verabschiedeten (mit Helferin Manuela aus dem Publikum) die Zuschauer am Freitagabend
Tante Luise und Herr Kurt verabschiedeten (mit Helferin Manuela aus dem Publikum) die Zuschauer am Freitagabend

„Da ist ja was los“, werden sich viele Passanten am Wochenende in der Kröpeliner Straße gedacht haben. Kein Wunder, schließlich trafen am Freitag und Samstag gleich zwei Veranstaltungen rund um den Uniplatz aufeinander: das 17. Kleinkunstfestival „Kultur aus dem Hut“ und der 14. KUNSThandwerkerMARKT.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten am ersten Tag die vielen Akrobaten, Musiker und Künstler von „Kultur aus dem Hut“ ihr kleines und großes Publikum begeistern.

Tante Luise und Herr Kurt wurden bei der Vollführung des "Eifelturms" von Zuschauer Thomas unterstützt
Tante Luise und Herr Kurt wurden bei der Vollführung des "Eifelturms" von Zuschauer Thomas unterstützt

Für beste Unterhaltung sorgten unter anderem der Jongleur „Djuggledy“, die Akrobaten Ellen Urban und Julia Staedler oder das „Theater rue pietonne“. Den Abschluss des Tages bildeten „Tante Luise und Herr Kurt“, die ihre kleinen akrobatischen Meisterstücke mit witzigen Dialogen ergänzten. Bei komplizierten Tricks, wie dem „Eifelturm“ musste jemand aus dem Publikum Hilfestellung geben. Den Zuschauern gefielen die beiden sportlichen „Senioren“ besonders und so verlängerten diese ihr Programm um mehrere Zugaben.

Der Künstler "Eddie Only" spielte während des Jonglierens ein Lied
Der Künstler "Eddie Only" spielte während des Jonglierens ein Lied

Das Wetter am Samstag war leider, wie diesen Sommer typisch, sehr durchwachsen. Nach einem Regenguss zu Beginn der beiden Veranstaltungen konnten die Künstler bei einer Trockenphase kurz wieder aufatmen. Der holländische Alleinunterhalter „Eddie Only“ ließ sich jedenfalls vom Wetter nicht aus der Ruhe bringen. Die brauchte er schließlich für die besonderen Tricks seiner Show „Zigzag“. So zeigte er etwa, wie man während des Jonglierens von drei Ukulelen ein Lied spielen kann.

Doch auch bei den Ständen, die an drei Seiten des Uniplatzes und im Klostergarten aufgebaut waren, gab es einiges zu entdecken. Dort wurde nicht nur Selbstgemachtes verkauft, sondern teilweise auch vor Ort hergestellt. Vor dem Eingang des Klostergartens konnte man Korbmachermeister Ralf Eggert bei der Arbeit beobachten. Er war schon häufiger beim jährlich stattfindenden KUNSThandwerkerMARKT dabei. „Das Wetter ist zwar nicht optimal, aber den Körben macht die Nässe nichts aus.“

Korbmachermeister Ralf Eggert bei der Arbeit
Korbmachermeister Ralf Eggert bei der Arbeit

Überall wurde gewerkelt und auch die Besucher durften sich an manchen Dingen selbst versuchen, die kleineren zum Beispiel am „Kinderschnitzen“. Vor den unzähligen, mit witzigen Sprüchen versehenen Postkarten am Stand der Buchdruckerei „Offizin Schwarze Kunst“ hatte sich eine kleine Menschentraube gebildet. Davor war eine kleine Druckerpresse aufgebaut, die aber nur in Benutzung war, wenn das Wetter es gerade zuließ. Die Produkte der Buchdruckerei waren wohl am stärksten vom wechselhaften Wetter betroffen.

Die Postkarten der Druckerei "Offizin Schwarze Kunst" luden zum Lesen der vielen witzigen Aufdrucke ein
Die Postkarten der Druckerei "Offizin Schwarze Kunst" luden zum Lesen der vielen witzigen Aufdrucke ein

Die beiden Veranstaltungen auf dem Uniplatz waren auf jeden Fall trotz Nieselregen gelungen. Der „KUNSThandwerkerMARKT“ unterschied sich durch seine kreative und weitläufige Gestaltung von anderen Märkten dieser Art und das Kleinkunstfestival schaffte es, den Zuschauer für einen Moment aus dem Alltagstrubel hinein in eine andere Welt zu führen.

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