Lange Nacht der vollen Museen
Großer Besucherandrang in den Sammlungen und Ausstellungen Rostocks zur „Langen Nacht der Museen“ 2018
28. Oktober 2018, von Stefanie
Lange Schlangen vor und dichtes Gedränge in den Museen und Sammlungen in Rostocks Innenstadt. Die Lange Nacht der Museen lockte am späten Sonnabend Tausende Besucher in die Schatzkammern der Hansestadt. „Wir sind überrannt worden“, lautet das Fazit von Dr. Steffen Stuth, Leiter des Kulturhistorischen Museums. Hier war die Lange Nacht der Museen mit Musik des Jugendorchesters der Hansestadt Rostock eröffnet und mit einem stimmungsvollen Konzert von Philipp Krätzer und Carina Castillo in der Klosterkirche beendet worden.
Viele Ausstellungsorte hatten ein besonderes Programm mit Führungen und Vorträgen für die Lange Nacht der Museen vorbereitet. 18 Museen und Sammlungen beteiligten sich daran. In der Innenstadt waren es neben dem Kulturhistorischen Museum auch das Kempowskiarchiv und die Marienkirche, die nächtliche Einblicke in die Kunst- und Kulturgeschichte Rostocks gewährten. Das Schifffahrt- und Schiffbaumuseum, das sonst auf dem Traditionsschiff im Schmarl zuhause ist, war bei der Geschichtswerkstatt im Kröpeliner Tor zu Gast. Und auch die BStU-Außenstelle hielt ihren Multimedia-Vortrag diesmal nicht in der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-U-Haftanstalt (hier wird gerade saniert), sondern in der Societät Rostock maritim.

Die Universität öffnete die Räumlichkeiten zu ihren zoologischen, altertümlichen und historischen Sammlungen rund um den Universitätsplatz und hatte ihre Abguss-Sammlung Antiker Plastik näher an den musealen Hotspot Rostocks herangerückt. Nun sind die etwa 200 Skulpturen und Reliefs griechischer und römischer Gottheiten und Persönlichkeiten seit ihrem Umzug im Sommer vom Ulmen-Campus in die Jacobipassage in der Kröpeliner Straße wieder für die Öffentlichkeit zu sehen. Wenn nicht gerade Lange Nacht der Museen ist, immer mittwochs.
Nicht nur Ausstellungen, sondern auch prunkvolle Räume, die den Glanz vergangener Zeiten konservieren, wie die Aula des Unihauptgebäudes oder der Barocksaal öffneten ihre Türen. Im letzteren zeigte die Ballettschule Marquardt Tänze aus der Renaissance und dem Barock in historischen Kostümen. Zuvor gab es hier für Familien ein Puppentheater.
Außerhalb der regulären Öffnungszeiten luden zur Langen Nacht der Museen das Edvard-Munch-Haus, das Heimatmuseum, der Leuchtturm, die Kirche und das Seenotretter-Informationszentrum in Warnemünde zu Besichtigungen ein. Zeitgenössische Kunst und eine Uraufführung des Volkstheaters waren in der Rostocker Kunsthalle zu erleben.

„Die Lange Nacht der Museen zeigt, was für tolle Museen wir in dieser Stadt haben, was hier geleistet wird und dass es Spaß macht, sie zu besuchen. Mit dieser wunderbaren Werbeveranstaltung wollen wir Geschichte, Kultur und Image Rostocks vermitteln“, erläutert Steffen Stuth. Sein Tipp: „Versuchen Sie es erstmal am Tag!“
Besonders liegt ihm dabei die große Ausstellung zur Stadtgeschichte „Rostock. Jetzt 800“ am Herzen. Seit sie vor vier Monaten eröffnet wurde, hat sie schon über 45.000 Besucher in das Kulturhistorische Museum gelockt. Wer es bisher verpasst hat, hat noch bis zum 4. November Gelegenheit dazu.
Lange Nacht der Museen 2012 in Rostock
Lange Nacht der Museen in Rostock 2011
Lange Nacht der Museen 2011 in Rostock
Lange Nacht der Museen 2013 in Rostock
Lange Nacht der Museen 2010 in Rostock
„Die Lange Nacht der Museen“ 2010 in Rostock
Sankt-Marien-Kirche Rostock
Kulturhistorisches Museum & Zoologische Sammlung in Rostock
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