„Lesewürmer“ - Vorlesewettbewerb im Waldemarhof

Grundschüler gaben beim Lesen vor Publikum und Jury alles

24. Juni 2010, von
Grundschülerinnen beim Vorlesewettbewerb im Waldemarhof
Grundschülerinnen beim Vorlesewettbewerb im Waldemarhof

Lesen macht Spaß und fördert die Kreativität, das weiß schon jedes Kind, das seine Allgemeinbildung nicht bloß von der Glotze bezieht. Erst kürzlich habe auch ich meine Liebe fürs Lesen wieder entdeckt, und zwar dank eines Buches, das ich rein zufällig in der Stadtbibliothek gefunden habe und einfach ausleihen musste.

So oder so ähnlich schien es auch vielen Rostocker Grundschülern zu gehen. Beim diesjährigen Vorlesewettbewerb der „Lesewürmer“ im Waldemarhof (nähe Hansa-Kino) hatte es ganz unerwartet so viele Anmeldungen gegeben, dass der Beginn der Veranstaltung um eine halbe Stunde vorgezogen werden musste.

Grundschüler beim Vorlesewettbewerb der Lesewürmer
Grundschüler beim Vorlesewettbewerb der Lesewürmer

Viele stolze Eltern und Großeltern waren in den Veranstaltungsraum des Kindergartens gekommen, um ihren Nachwuchs mit kleinen Glücksbringern und gezückten Videokameras zu unterstützen. Jeweils sechs Kinder durften in den ersten Durchgängen vorn auf der Bühne Platz nehmen, um Publikum und Jury von ihren Lesekünsten zu überzeugen.

Die „andere Buchhandlung“ als Initiator vieler Literaturveranstaltungen außerhalb ihrer eigenen Räumlichkeiten war natürlich ebenfalls mit am Start, Manfred Keiper übernahm sogar persönlich die Moderation des Wettbewerbs. Zur Unterstützung und als Hilfe bei der späteren Entscheidung waren auch Reiner Mnich und Katinka Friese vom Literaturhaus Rostock dazugekommen.

Die Erstklässler der

Tim Schulze beim Vorlesewettbewerb
Tim Schulze beim Vorlesewettbewerb
regionalen Grundschulen durften jeweils einen kleinen Abschnitt aus dem Kinderbuch „Leanders mutigste Abenteuer“ von Hortense Ullrich vorlesen. Dieses handelt von dem neugierigen Pinguin Leander, der sich gemeinsam mit dem Drachen Herrn Schnabelhorst auf Schatzsuche durch die ganze Welt begibt.

Obwohl der Text manchmal etwas knifflig und mit vielen fantasievollen Wortspielen geschmückt war, lasen alle Kinder so gut und schnell, dass der Wettbewerb noch vor Beginn der Pause beendet werden konnte.

Schüler am Stand der "anderen Buchhandlung"
Schüler am Stand der "anderen Buchhandlung"

Wäre unser Bildungsminister Henry Tesch dabei gewesen, hätte er sicher mehr Freude an den Lesekünsten der Schüler gehabt als an der Auswertung der aktuellen Studie, laut der Mecklenburg-Vorpommerns Schüler in Sprach- und Lesekompetenz nur mittelmäßig abschnitten.

Während sich die Jury beriet, durften Eltern und Kinder die Vorzüge des Kindergartens genießen. Für die Kleinen stand dazu der Spielplatz auf dem Gelände zur Verfügung. Auf dem lichtdurchfluteten Flur vor dem Veranstaltungsraum war zur Stärkung ein reichhaltiges Saft- und Kuchenbuffet sowie ein Bücherstand der „anderen Buchhandlung“ mit ausgewählten Kinderbüchern aufgebaut worden.

Nach der Pause fand auch sogleich die Preisverleihung statt. Um die Mühe aller Teilnehmer zu würdigen und damit keiner traurig nach Hause gehen musste, gab es einen ersten Preis und für alle anderen Vorleser den zweiten Platz.

Leon Herold (2.v.r.) gewann den Vorlesewettbewerb
Leon Herold (2.v.r.) gewann den Vorlesewettbewerb

Nacheinander wurden alle Zweitplatzierten auf die Bühne gerufen, um sich eine Urkunde und als Preis das Kinderbuch, aus dem vorher vorgelesen wurde, abzuholen. Den verdienten ersten Platz erreichte der Grundschüler Leon Herold, welcher sich zuvor mit klarer Aussprache und sehr guter Betonung klar von den anderen abhob.

Aus den Gewinnern werden zusätzlich neun Rollen ausgewählt, um an einer Hörbuchproduktion für die Lichtklangnacht im IGA-Park mitzuwirken. Unter Anleitung von Schauspielern des Volkstheaters werden diese Kinder an einem Workshop und der anschließenden Produktion in der HMT teilnehmen.

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