Eisiges Wetter zur Leuchtturmöffnung 2012 in Warnemünde

Warnemünde trotzt Wind und Wetter: 19. Leuchtturmsaison eröffnet

7. April 2012, von
Winterliche Ostern in Warnemünde
Winterliche Ostern in Warnemünde

„April, April, der weiß nicht, was er will …“ Die alte Redensart bestätigte sich leider auch heute wieder. Denn während gestern noch strahlender Sonnenschein herrschte, bestimmten heute eisige Kälte, ein beißender Wind und sogar ein paar Schneeflocken das Geschehen. Im Gegensatz zum Vorjahr also nicht wirklich ideales Wetter, um die Leuchtturmsaison in Warnemünde zu eröffnen.

Gerhard Lau öffnet die Leuchtturmtür
Gerhard Lau öffnet die Leuchtturmtür

Moderator Horst Marx bezeichnete die versammelten Gäste passenderweise als „härteste Urlauber der Hansestadt.“ 2,1 Grad zeigte das Thermometer an und durch den böigen Wind war es gefühlt sogar noch kälter. Kein Wunder also, dass es statt Eis und Sonnenbrillen in diesem Jahr vor allem Mützen, Handschuhe und Glühwein zu sehen gab.

Der Leuchtturm in Warnemünde geht in seine 19. Saison
Der Leuchtturm in Warnemünde geht in seine 19. Saison

Aber die Warnemünder lassen sich natürlich nicht vom Wetter aus der Ruhe bringen. Und so waren neben einigen Touristen auch viele Ortsansässige gekommen, um pünktlich um 11 Uhr das Leuchtturm-Lied des verstorbenen Warnemünders Fritz Roggelin zu hören. Jeder Gast versuchte einen windgeschützten Platz zu ergattern, um die rund einstündige Eröffnungsfeier nicht zu sehr unterkühlt zu genießen.

De Klaashahns
De Klaashahns

Bevor die Warnemünder Urgesteine vom Shantychor „De Klaashahns“ die ersten Lieder anstimmten, durfte Gerhard Lau zum letzten Mal den Leuchtturm aufschließen: „Das Schloss ist geölt, der große Schlüssel ist da, also von mir aus kann es losgehen.“ Lau gibt in der kommenden Woche den Vorsitz des Leuchtturmvereins an Klaus Möller ab, der dann mit den anderen Vereinsmitgliedern und Leuchtturmwärtern dafür sorgen soll, dass die Besucher die 135 Stufen hinaufsteigen können. Außerdem muss sich natürlich auch um das Licht gekümmert werden, das die Schiffe sicher in den Hafen lotsen soll.

Familie Zinke aus Leipzig
Familie Zinke aus Leipzig

Auch wenn es oben auf dem 37 Meter hohen Bauwerk noch stürmischer war, als auf dem Boden, gab es einige tapfere Gäste, die auch heute schon den Aufstieg wagten. Der erste Besucher in der 19. Leuchtturmsaison war der vierjährige Leon aus Leipzig, der mit seinen Eltern in Ostseebad Nienhagen Urlaub macht. „Ich habe viele Boote gesehen und hohe Wellen“, erzählte der begeisterte Junge. Auch Herr und Frau Zinke fanden den Ausblick beeindruckend, auch wenn sie Dänemark nicht entdecken konnten, so wie es Horst Marx scherzhaft versprochen hatte.

Bis zur ersten Oktoberwoche steht der Leuchtturm nun interessierten und mutigen Besuchern offen. Viel Zeit also, um auch bei schönem Wetter einen Blick auf Warnemünde und die Ostsee zu werfen. Heute dürfte das allerdings schwierig werden. Dafür kann man sich dann aber ab 18 Uhr beim großen Osterfeuer am Ostseestrand aufwärmen, wenn bis dahin nicht noch viel Wasser von oben kommt.

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