Saisoneröffnung Warnemünder Leuchtturm 2012

Der „Förderverein Leuchtturm Warnemünde“ eröffnet das Wahrzeichen des Ostseebades nach der Winterpause wieder für Besucher

29. März 2012, von

Der Leuchtturm in Warnemünde Ab Ostersamstag, dem 7. April, wird der Warnemünder Leuchtturm nach der Winterpause wieder für alle Besucher des Ostseebades Warnemünde zugänglich sein.

Um 11 Uhr eröffnet der Leuchtturmverein das Wahrzeichen und die Besucher-Saison 2012 mit Musik des Warnemünder Shantychors „De Klaashahns“.

800 Arbeitsstunden investierten die Mitglieder und Helfer des Vereins, um das technische Denkmal wieder für die Saison instand zu setzen. Diese und viele weitere Einsätze machen das Warnemünder Wahrzeichen zu einem „Leuchtturm der Ehrensamtarbeit,“ wie Oberbürgermeister Roland Methling treffend formulierte.

Der Förderverein Leuchtturm-Warnemünde e.V. gründete sich 1994 als gemeinnütziger Verein, der es als seinen Zweck ansieht, das Denkmal zu erhalten und kulturelle und soziale Aktivitäten zu unterstützen.

„So wurden unter anderem 15.000 Euro für die Restaurierung der Marienkirche aufgebracht. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Summe dann verdoppelt, sodass mit 30.000 Euro die Chorfenster der Marienkirche restauriert werden konnten“, erklärt Gerhard Lau, Vorstandsmitglied des Vereins.

Gemeinsam mit weiteren Förderern wurden viele Projekte unterstützt, darunter ein Band mit Gedichten aus der Region. Darüber hinaus wurde der Rostocker Zoo gefördert und es wurde unter anderem Hilfe für Betroffene des Oderhochwassers geleistet.

Holger Brydda, Gerhard Lau, Klaus Möller und Roland Methling Klaus Möller wird ab der nächsten Saison den Vorsitz für den Leuchtturmverein übernehmen, sein Vorgänger Gerhard Lau bleibt im Vorstand. „Mit Klaus Möller bekommt der Verein einen guten Mann. Er ist bei uns tätig, seine Familie ist mit dem Leuchtturm verbunden, er wird uns gut tun“, ist Gerhard Lau überzeugt.

Eigentümer des Warnemünder Leuchtturms ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund. Durch die Verwaltung des ehrenamtlichen Leuchtturmvereins ist der Warnemünder Leuchtturm etwas Besonderes, wie Holger Brydda, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, erklärt.

„Die Andersartigkeit besteht darin, dass wir mit dem Verein einen Nutzungsvertrag geschlossen haben. Der Verein übernimmt die Wärteraufgaben und produziert dafür selbst keine Lohnkosten. Mit dem Verein gibt es hier eine Gruppe, die aktiv bei jedem Wetter vor Ort ist und den Eintritt vereinnahmt. Diesen tritt der Verein zu einem kleinen Prozentsatz an uns ab. Der Rest, 85 Prozent, bleibt beim Verein; daraus kann er sich finanzieren und Projekte unterstützen“, erklärt Brydda die Vereinbarung.

Besonders wichtig ist dem Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund, dass der Warnemünder Leuchtturm ein voll funktionstüchtiges Verkehrsbauwerk darstellt und daraus seine Daseinsberechtigung schöpft.

Blick vom Warnemünder Leuchtturm „Betont man diesen Punkt nicht, so würde der Leuchtturm wahrscheinlich immer infrage gestellt. Alte Leuchttürme werden, wenn sie keine technische Funktion erfüllen, also nicht klar zur Sicherheit beitragen, abgeschaltet, das ist schon mehr als einmal passiert. Der Leuchtturm hier ist nicht nur ein Denkmal, sondern ein aktives technisches Bauwerk; er produziert nicht vorrangig Kultur mit Erlösen“, betont Brydda.

Ab Ostersamstag können Besucher wieder das Warnemünder Wahrzeichen besichtigen und sich bei den ambitionierten Vereinsmitgliedern über das Denkmal informieren, aus technischer und kultureller Sicht. Gegen einen geringen Eintrittspreis kann man die 135 Stufen hinaufsteigen und den Ausblick aus fast 37 Metern Höhe über die Ostsee und das Ostseebad genießen.

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