Mentoring-Programm wird „Ausgewählter Ort 2010“

Mentoring-Programm M-V als „Ausgewählter Ort 2010“ des Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet

2. Juni 2010, von

Mentoring-Programm MV, Teilnehmer „Leidenschaft und Visionen – das brauche man, um ein Unternehmen erfolgreich zu gründen. Was man darüber hinaus noch benötigt, lernt man am Besten von einem erfahrenen Unternehmer“, so die Moderatorin Michaela Mann anlässlich der Festveranstaltung zur Auszeichnung des Mentoring-Programms M-V mit dem Preis „Ausgewählter Ort 2010“ am Montag in Rövershagen.

Fünf Jahre gibt es nun schon diese Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Idee: ausgezeichnete Geschäftsideen und Fachwissen von Existenzgründern mit der unternehmerischen Kompetenz gestandener Manager zu verknüpfen, um marktfähige Produkte umzusetzen und Unternehmen auf einen erfolgreichen Weg zu bringen.

Über 100 Tandems, bestehend jeweils aus einem Mentor und Gründer (Mentee), haben bislang in allen Branchen an dem Programm teilgenommen und Firmen gegründet. Die Mentoren unterstützen die Gründer, indem sie diese an ihren Kenntnissen und Fähigkeiten teilhaben lassen und Ratschläge für die Geschäftsentwicklung vermitteln. Auf diese Weise sollen typische Anfängerfehler und Risiken vermieden werden. Gleichzeitig wird der wertvolle Zugang zu Entscheidungsträgern, Netzwerken und auch zur Finanzierung erleichtert.

Dagmar Braun Auch für die Mentoren stellt die enge Zusammenarbeit eine Bereicherung dar. Die Mentorin Dr. Dagmar Braun sagte beispielsweise: „Die Begleitung von jungen Leuten auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit bringt mir Einblicke in neue Technologien und beflügelt meine eigene Fantasie. Mentoring macht immer dann besonders viel Spaß, wenn es sich um eine Win-win-Situation für alle Beteiligten handelt.“

Michaela Mann und Robert DahlRobert Dahl, der seit 18 Jahren erfolgreicher Unternehmer ist, unterstützt das Programm als Mentor ebenfalls gern. Er selbst habe in seinem Vater einen Mentor gefunden.

Für jene, bei denen diese Möglichkeit nicht besteht, biete das Mentoring-Programm einen hervorragenden Ersatz.

FerkelskuhleDer Inhaber von Karls Erlebnisdorf ließ sich von den künstlerischen Ideen Jörg Schlinkes überzeugen, der ein spezielles Herstellungsverfahren von Kletterwänden und anderen gegossenen Formelementen entwickelte.

Er beauftragte ihn auf seinem Gelände einen Wasserspielplatz, die „Ferkelskuhle“, zu bauen. Bei den Gästen erfreut sich dieser jetzt großer Beliebtheit und bescherte Jörg Schlinke weitere Aufträge.

Das Mentoring-Programm M-V wurde nun mit dem Preis „Ausgewählter Ort 2010“ des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet, welcher von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler durchgeführt wird.

Rüdiger Möller Auch wenn der Bundespräsident am Tag der Preisverleihung seinen letzten Amtstag hatte, „bleibt die Leistung der Beteiligten am Mentoring-Programm natürlich sehr bedeutsam“, würdigte Staatssekretär Rüdiger Möller, der den Wirtschaftsminister Jürgen Seidel vertrat, das Engagement. Er unterstrich die positive Rolle der Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen und für ein attraktives Angebot von Produkten und Dienstleistungen sorgen. „Davon profitiere schließlich auch der gesamte heimische Wirtschaftsraum“, machte er deutlich.

Uwe Friedrich und Katrin Kuchmetzki Aus mehr als 2.200 eingereichten Bewerbungen überzeugte das Mentoring-Programm M-V die Jury. Damit zählt das Projekt zu den 365 Preisträgern, die mit ihren zukunftsfähigen Ideen Deutschland als „Land der Ideen“ repräsentieren. Neben dem Mentoring-Programm wurden und werden in diesem Jahr vier weitere Initiativen des Landes geehrt. Im Vergleich zu anderen Bundesländern steht Mecklenburg-Vorpommern mit fünf Preisträgern an letzter Stelle. „Das ist eindeutig zu wenig“, war die Meinung mehrerer Redner auf der Festveranstaltung, auf der der Austausch zwischen Mentoren und Gründer in anschließenden Gesprächen beim „Mentoring-Menü“ und Musik fortgesetzt wurde.

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