Mieten steigen, Wohnungen sind knapp

8. Mietspiegel der Hansestadt Rostock liegt vor – Innenstadt gilt als attraktivster Wohnstandort mit nahezu keinem Leerstand

12. Dezember 2012
Mietspiegel Rostock 2012
Mietspiegel Rostock 2012

Der nunmehr 8. Mietspiegel der Hansestadt Rostock wurde heute mit Veröffentlichung im STÄDTISCHEN ANZEIGER bekannt gemacht. Der qualifizierte Mietspiegel der Hansestadt Rostock ist erneut ein Tabellenmietspiegel und bildet die ortsüblichen Mieten von Wohnungen vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage ab.

Insgesamt 49.426 Mietdaten haben Eingang in den Mietspiegel 2013 gefunden. Das ist eine hohe Datenmenge, die für Repräsentativität und Transparenz spricht. Gemessen an der Gesamtanzahl des Wohnungsbestandes von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entspricht dies einem Anteil von 46,2 Prozent.

Die Mieten haben sich in nahezu allen Mietspiegelfeldern erhöht. Der Mittelwert aller in den Mietspiegel eingegangenen Mietwerte liegt bei 5,52 Euro und ist damit um 0,15 Euro im Vergleich zum Mietspiegel 2011 gestiegen. Insbesondere in Innenstadtlagen wurde nochmals eine deutliche Steigerung um einen Euro pro m² in der 5. Beschaffenheitsklasse bei den großen Wohnungen festgestellt.

Die Innenstadt gilt nach wie vor als attraktiver Wohnstandort mit nahezu keinem Leerstand von Wohnungen (1,7 % – Monitoring 2011). Hinzu kommt der Bevölkerungszuwachs seit 2007 mit wieder deutlich über 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand: 30. Juni 2012 = 204.320 Einwohnerinnen und Einwohner).

Insgesamt liegt der Leerstand in Rostock bei ca. 3 Prozent. Dieser Wert entspricht in etwa der notwendigen Mobilitätsrate. Rostock ist als Wohnstandort gefragt, die Wohnungen haben in den letzten Jahren eine hohe Qualität erreicht, was sich natürlich auch in den Mietpreisen widerspiegelt. Dennoch kann einschätzt werden, dass der durchschnittliche Mietpreis von 5,52 Euro je m² Wohnfläche bei einem Modernisierungsstand von fast 95 Prozent moderat ist. Rostock verfügt im Wesentlichen über einen stabilen Wohnungsmarkt und wird den unterschiedlichen Ansprüchen der Einwohnerinnen und Einwohnern gerecht.

Für die Zukunft wird es von besonderer Bedeutung sein, den Wohnungsmarkt weiterhin auf den demografischen Wandel auszurichten.

Die Struktur der Mietspiegeltabelle 2013 hat sich nicht geändert. Die 5. Beschaffenheitsklasse (ehemals 5. Neubau 1991-2010) heißt jetzt „massive Bauweise 1991-2012“. Die bewährte Methodik zur Erarbeitung des Rostocker Mietspiegels wurde beibehalten. So wurden nach einer „Ausreißerbehandlung“ jeweils ein Sechstel der niedrigsten und ein Sechstel der höchsten Mieten aus der Basis heraus genommen. Die Ortsüblichkeit in den einzelnen Feldern ergibt sich dann als eine Spanne mit einem unteren und einem oberen Wert sowie als Orientierungshilfe mit dem Mittelwert.

Erstmals wurde das Dokument einvernehmlich im Arbeitskreis Mietspiegel als qualifizierter Mietspiegel verabschiedet. Das schafft zusätzliche Rechtssicherheit für beide Mietvertragsparteien. Dem Arbeitskreis Mietspiegel gehören Vertreterinnen und Vertreter des Mietervereins Rostock e.V., des Immobilienverbandes Deutschland IVD Nord e.V., des Rostocker Haus – und Grundeigentümervereins e.V., der WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH, von sieben Genossenschaften sowie von weiteren in der Stadt ansässigen Wohnungsunternehmen an.

Statistische Angaben

durchschnittliche Haushaltsgröße (Stand: 31.12.2011): 1,71 Einwohnerin/Einwohner durchschnittliche Wohnfläche je Einwohnerin/Einwohner: 36,3 m² Gesamtzahl der Wohnungen in Wohngebäuden: 118.189

davon:

Wohngebäude mit einer Wohnung: 9.720

Wohngebäude mit zwei Wohnungen: 1.388

Wohngebäude mit einer bzw. zwei Wohnungen: 11.108 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern: 107.081 Baugenehmigungen/Anzeigen Neubau:2011-476 // bis 10.12.2012-303

Quelle: Rathaus Pressestelle

Schlagwörter: Wohnen (29)

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