Casper ist Rostocks Neujahrsbaby 2023

Wunschkind Casper ist Rostocks Neujahrsbaby 2023. Im vergangenen Jahr gab es 2.462 Geburten am Klinikum Südstadt Rostock – etwa 13 Prozent weniger als 2021.

1. Januar 2023
Eigentlich sollte Casper ein Weihnachtsbaby werden, der Geburtstermin war am 25. Dezember. Nun ist er Rostocks Neujahrsbaby Nr. 1. Er kam um 1.58 Uhr auf die Welt, die „Silvesterfeier“ für die glücklichen Eltern Samantha Gaedke (25) und Patrick Schäfer (30) fand im Kreißsaal statt. Casper war bei der Geburt 50 cm lang und brachte 3.550 kg auf die Waage. Auf das neue Jahr und die Zukunft schaut die Neu-Mama aus Rostock durch und durch positiv. Ihr kleiner Casper war ein absolutes Wunschkind, hier mit Hebamme Claudia Welsch. (Foto: Joachim Kloock)
Eigentlich sollte Casper ein Weihnachtsbaby werden, der Geburtstermin war am 25. Dezember. Nun ist er Rostocks Neujahrsbaby Nr. 1. Er kam um 1.58 Uhr auf die Welt, die „Silvesterfeier“ für die glücklichen Eltern Samantha Gaedke (25) und Patrick Schäfer (30) fand im Kreißsaal statt. Casper war bei der Geburt 50 cm lang und brachte 3.550 kg auf die Waage. Auf das neue Jahr und die Zukunft schaut die Neu-Mama aus Rostock durch und durch positiv. Ihr kleiner Casper war ein absolutes Wunschkind, hier mit Hebamme Claudia Welsch. (Foto: Joachim Kloock)

Der bundesweite Trend mit deutlich weniger Geburten hat auch vor dem Klinikum Südstadt Rostock keinen Halt gemacht. Im vergangenen Jahr verzeichnete die größte Geburtsklinik in Mecklenburg-Vorpommern 2.462 Geburten (2021: 2.829). Insgesamt 2.571 Kinder (2021: 2.919) werden in ihrer Geburtsurkunde die Hanse- und Universitätsstadt Rostock zu stehen haben, darunter 1.257 Mädchen und 1.314 Jungen. Aufwind gab es für Mehrlingsgeburten, die zum Teil auch auf eine Kinderwunschbehandlung zurückzuführen sind. Zwei Drillingsgeburten mit jeweils drei Mädchen und drei Jungs sowie 105 Zwillingspärchen verdoppelten oder verdreifachten das große Glück der Eltern. Ein echtes Happy End gab es für das Leichtgewicht des Jahres, ein kleines Mädchen und Extremfrühchen mit 380 Gramm, das nach 105 Kliniktagen gesund nach Hause durfte.

„Trotz der drei Pandemiejahre und einem einzigartig hohen Krankenstand im Vorjahr auch im Kollegenkreis hat unser Team alles gegeben, damit sich die Frauen in Ruhe auf ihre Geburt vorbereiten und ihr Kind zur Welt bringen konnten“, sagte die Leitende Oberärztin Kreißsaal der Universitätsfrauenklinik am Klinikum Südstadt Rostock, Dr. Kerstin Hagen. „Wir freuen uns, dass die Elterninformationsabende inzwischen wieder durchgeführt werden können. Hierfür ist jedoch eine Anmeldung auf unserer Klinikseite erforderlich. Ein Highlight des neuen Jahres wird der Bezug der beiden modernisierten Entbindungsstationen, die erste bereits im Frühjahr. Dann stehen den jungen Familien sechs neue Familienzimmer und zwei großzügige Aufenthaltsbereiche für Besuche zur Verfügung.“

Mütter waren zwischen 14 und 46 Jahre alt

Wie jedes Jahr werden wohl einige besondere Geschichten in positiver Erinnerung bleiben. So war eine junge Frau bei ihren Eltern zu Besuch und als diese nach Enkelkindern fragten, meinte sie, das hätte noch Zeit. Am selben Abend kam sie mit Unterbauchschmerzen ins Klinikum und hatte noch in der Notaufnahme ein Kind bekommen und sich dann aber richtig doll gefreut.

Eine andere Patientin bekam ihr Kind überraschenderweise zuhause bei einem Toilettengang und verblüffte mit dem Baby ihren Mann. Sie erzählte später auf der Entbindungsstation, dass sich beide erstmal gedrückt und ein bisschen zusammen geweint und dann erst den Rettungsdienst gerufen haben.

Eine andere Patientin ist den Hamburg-Marathon mitgelaufen und bekam nur drei Tage danach ihr Neugeborenes. Unvergessen sportlich auch eine Patientin, die zur Geburt ihres zweiten Kindes nach dem Einsetzen der Wehen mit dem Fahrrad ins Südstadtklinikum geradelt kam.

Viele Tränen des Glücks flossen bei einer Frau aus der Region mit trauriger Vorgeschichte; sie hatte zuvor vier Fehlgeburten. Mit engmaschiger medizinischer Betreuung konnte sie im fünften Anlauf ein gesundes Kind zur Welt bringen und nach kurzer Zeit auf der Frühchenstation mit nach Hause nehmen.

Die jüngste Mutti war im vergangenen Jahr 14 Jahre, die älteste 46 Jahre. Die „schwerste“ Geburt war ein Mädchen mit 5.680 Gramm und 55 cm Länge. Die meisten Geburten gab es am 11. August 2022. An dem warmen Sommertag zur Hanse Sail wurden 14 Kinder im Südstadtklinikum geboren, die das Team der Geburtenstation ordentlich ins Schwitzen gebracht haben.

Große Beliebtheit erfreuten sich auch weiterhin kurze deutsche Namen. Ganz oben standen bei den Mädels Ida, Emilia, Frieda, Merle, Mia, Hannah, Leni und Mila. Spitzenreiter bei den Buben waren Theo, Oskar, Fiete, Noah, Finn und Liam. Die Wahl auf die wohl ausgefallensten männlichen Namen fiel in diesem Jahr auf Keygo, Caspian, Leev, Cayden-Harvey, Styrmir, Hardin-Artorias, King Wilfred und Bradyen Sky sowie beim weiblichen Nachwuchs auf Summer Agape, Talvi, Grace-Kelly, Melodie-Malou, Jorja und Gyda-Lovis.

Emotionale Momente auf der Frühchenstation

Mit der Klinik für Neonatologie und der Universitätsfrauenklinik steht den Familien des Landes das größte Perinatalzentrum (LEVEL I) des Landes zur Versorgung von Früh- und Neugeborenen zur Verfügung. Das interdisziplinäre Fachzentrum ist auf alle Notlagen und Risiken sowohl für die Schwangeren als auch für die Neugeborenen eingestellt und betreut Risikoschwangere und Neugeborene aus einem großen regionalen Umkreis.

Im Vorjahr wurden dort insgesamt 267 Mädchen und Jungen vor dem errechneten Geburtstermin betreut (2021: 276). Darunter waren 44 kleine Kämpferherzen unter 1.500 Gramm sowie 28 Extremfrühstarter unter 1.250 Gramm und 20 unter 1.000 Gramm.

„Das Leichtgewicht dieses Jahres, ein Mädchen mit nur 380 Gramm Geburtsgewicht und 26 cm Länge, kam Anfang Juni an der Grenze der Überlebensmöglichkeit in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt“, berichtete der Chefarzt der Klinik für Neonatologie, PD Dr. Dirk M. Olbertz. „Nach 105 Tagen, eine harte Zeit für die besorgten Eltern, konnte das kleine Mädchen mit guter Prognose nach Hause entlassen werden. Das ist dann auch für unser gesamtes Team ein sehr emotionaler Moment“, so der Frühchenexperte.

„Auch die zwei Drillingsgeburten haben uns auf Trab gehalten. Für die unmittelbare Betreuung nach der Geburt sind drei Ärztinnen und Ärzte mit der Schwerpunktausbildung Neonatologie sowie mindestens drei intensivmedizinisch geschulte Fachpflegekräfte erforderlich. Es gilt, mögliche Anpassungsstörungen aufgrund der noch unreifen Entwicklung der Neugeborenen zu behandeln. Beide Drillingsgeburten und die Nachsorge auf der Fühchenstation verliefen sehr erfolgreich.“

Die Klinik für Neonatologie verfügt über 14 Intensiveinheiten und elf Nachsorgeplätze sowie kann bei notwendigen Verlegungen den am Südstadtklinikum stationierten Intensivtransporthubschrauber Christoph 92 mit mobilem Inkubator von der Johanniter Luftrettung nutzen.

Quelle: Klinikum Südstadt Rostock, Foto: Joachim Kloock

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