Das Hissen der Blauen Flagge an Rostocks Stränden ist ein Symbol. Es bedeutet nicht nur, dass die Wasserqualität in einem ausgezeichneten Zustand und der Aufenthalt dank der Absicherung der DRK-Wasserwacht sicher ist, sondern dass die Badesaison spätestens jetzt endlich starten kann. Durch die neue Strandsatzung gelten vor allem in Markgrafenheide neue Bedingungen hinsichtlich der Textilbekleidung.

„Rostocks Strände stehen seit Jahrzehnten für eine außergewöhnliche Aufenthaltsqualität. Die Blauen Flaggen wehen nun wieder von Diedrichshagen bis Markgrafenheide und sind der Beleg für unsere intensive Arbeit für Sicherheit und Nachhaltigkeit“, sagt Ulrike Döring, Stellvertreterin des Rostocker Tourismusdirektors.

Kein Plastik bei die Fische

Täglich werden über 15 Kilometer Strand im Auftrag der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde per Hand und maschinell von Müll befreit. Am häufigsten werden dabei Zigarettenreste gefunden. Im Rahmen des Projektes „Kein Plastik bei die Fische“ werden daher auch in diesem Jahr wieder 5000 Taschenaschenbecher über die Strandbewirtschafter*innen sowie über die Rostock-Informationen kostenlos an Badegäste verteilt.

Der Kriterienkatalog für die Blaue Flagge umfasst zudem neben einer ausgezeichneten Wasserqualität – diese wird in regelmäßigen Abständen überprüft und per Aushang am Strand veröffentlicht – auch eine sehr gute Ausstattung in den Bereichen Infrastruktur und Sicherheit. Im Wasser sorgen die Ehrenamtlichen der DRK-Wasserwacht dafür, dass Leib und Leben in Notlagen gerettet werden.

Neue Regeln an den Stränden

Im Mai wurde von der Bürgerschaft eine neue Strandsatzung beschlossen. In Markgrafenheide wurde der große Strandabschnitt von Strandaufgang 4 bis 23, der bislang ausschließlich für FKK-Badende vorbehalten war, neu aufgeteilt. Ausschließlich für FKK-Badende ist künftig der Bereich von Strandaufgang vier bis Strandaufgang zehn. Von Strandaufgang 10 bis 19 erstreckt sich fortan ein FKK/Textil-Mischbereich. Ausschließliche Textilnutzung ist von Strandaufgang 19 bis 32 geregelt. „Wir ermöglichen es mehr Menschen an unseren Stränden ihr Badeerlebnis flexibel zu gestalten“, sagt Döring.

Der westliche Hundestrand von Strandaufgang 10 ist um einen weiteren Aufgang bis Strandaufgang 14 erweitert worden. Der östliche Hundestrand wurde etwas verrückt, so dass Gäste vom Campingplatz mit Hund einen kürzeren Weg haben. Die zeitliche Beschränkung wurde in diesen Hundebereichen aufgehoben. „Das erleichtert nicht nur die Kontrolltätigkeit der Strandvögte, sondern kommt auch den Hundebesitzern entgegen“, sagt Döring.

Das sind die Neuerungen in Warnemünde

Auch in Warnemünde wurde der Hundestrand um einen Abschnitt (von Strandaufgang 28 bis 34) vergrößert. Eine zeitliche Beschränkung für das Führen von Hunden an Strand in der Zeit von 21 bis 9 Uhr gilt an Rostocks Stränden fortan nur noch im Bereich von Strandaufgang 7 bis 9 in Warnemünde. Der große Textil-Badebereich bis Strandaufgang 40 wurde in einen Mischbereich umgewidmet und schließt direkt am FKK-Abschnitt an Strandzugang 24 an, um das Badeerlebnis auch hier flexibler zu ermöglichen.

Darüber hinaus wurde das Verbot zum Abfeuern pyrotechnischer Gegenstände in die Strandsatzung aufgenommen. Feuerwerke sind ganzjährig nur noch per schriftlicher Erlaubnis (auch zu Silvester oder Neujahr) zulässig. Bei gehisster roter Flagge ist zudem das Badeverbot konkretisiert worden. Künftig stellt diese Zuwiderhandlung eine Ordnungswidrigkeit dar.

Rette sich wer`s kann: Baderegeln leicht gemacht

Vom 7.7. bis 25.8. findet wieder jeden Dienstag um 10 Uhr an Rettungsturm 3 in Warnemünde die kostenfreie Veranstaltungsreihe „Rette sich wer's kann“ zum Erlernen der Baderegeln für Kinder statt. Die Profis von der DRK Wasserwacht erklären kindgerecht und leicht verständlich worauf es beim sicheren Baden ankommt.

Quelle: Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde