Am 28.06.2026 ist gegen 13:00 Uhr im Maschinenraum einer Segelyacht auf dem Weg Richtung Rostocker Stadthafen Feuer ausgebrochen.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Boot bereits im Neuen Strom in Warnemünde. Ein ebenfalls im Strom befindlicher Schlepper unterstützte den Schiffsführer bei den ersten Löscharbeiten, die letztlich durch die Rostocker Feuerwehr erfolgreich beendet wurden.
Der 47-jährige, allein auf dem Boot befindliche, Rostocker Segler blieb unverletzt. Der Sachschaden des älteren Bootes wird auf wenige Tausend Euro geschätzt.
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
Die Integrierte Rettungsleitstelle der Feuerwehr Rostock wurde am 28.06.2026 um 13:06 Uhr über einen Brand auf einer ca. 8,6 Meter langen Segeljacht informiert. Die Segeljacht soll bereits an der Kaikante festgemacht haben. Daraufhin wurden umgehend Kräfte der Feuer- und Rettungswachen 1, 2 und 3, der Freiwilligen Feuerwehren Warnemünde und Groß Klein sowie der Bundeswehrfeuerwehr des Marinearsenals Warnemünde zum Einsatzort "Werftallee 10" an der Baustelle neben dem Marinearsenal in Rostock-Warnemünde entsandt.
Die erst eintreffenden Kräfte der Bundeswehrfeuerwehr des Marinearsenal Warnemünde sowie die Besatzung des Schleppers Fairplay fanden eine an einem Schwimmponton festgemachte brennende Segeljacht vor. Sofort wurde von Land- und Seeseite mit der Brandbekämpfung an der im Vollbrand stehenden Segeljacht begonnen. Der Bootskörper der Segeljacht bestand aus glasfaserverstärken Kunststoff (GFK). Der Brand im Motorraum hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf die Kajüte ausgebreitet. Der Schiffsführer der in Rostock beheimateten Segeljacht konnte sich noch an Land retten und blieb unverletzt. Ein Betreten der Segeljacht war aufgrund des Ausmaßes der Brandausbreitung nicht mehr möglich.
Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte der Berufsfeuerwehr Rostock wurde weiterhin festgestellt, dass der Seenotkreuzer Arkona des DGzRS aus Warnemünde sich ebenfalls in Bereitschaft an Einsatzstelle befand. Sofort wurde die Löschwasserversorgung über die Tanks der Löschfahrzeuge der Feuerwehr sichergestellt, da sich auf dem Baustellgelände am Hafenbecken B keine Feuerlöschhydranten befanden. Die Freiwillige Feuerwehr Groß Klein hatte die Aufgabe, die Löschwasserversorgung mit ihren Löschfahrzeugen im Pendelverkehr herzustellen. Zur Brandbekämpfung wurde ein weiterer Angriffstrupp der Berufsfeuerwehr mit einem Mehrzweckrohr eingesetzt.
Seitens der Feuerwehr Rostock wurden das Feuerlöschboot Albrecht Wegner und das Mehrzweckboot der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde zur Einsatzstelle alarmiert, um eine seeseitige Arbeitsplattform für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung zu schaffen. Der Schlepper konnte nach Eintreffen der Kräfte der Feuerwehr aus dem Einsatz entlassen werden. Die Brandbekämpfung gestaltete sich schwierig, da sich der Brandherd im abgeschotteten Motorraum bzw. in der Kajüte befand und das Feuer immer wieder aufflammte. Aus diesem Grund wurde entschieden, den Bootsinnenraum wirksam mit Mittelschaum einzuschäumen.
Mit einer Schmutzwasserpumpe der Feuerwehr wurde das anfallende kontaminierte Löschwasser aus dem Bootskörper auf das angrenzende Baustellengelände gepumpt, damit es zu keinen Instabilitäten der Segeljacht bzw. zu keiner Schadstoffbelastung des Breitlings kommt. Dies erfolgte in Abstimmung mit dem Umweltamt der Hansestadt Rostock und dem für Wassergefährdungen zuständigen Landesamt STALU MM. Nach ca. einer Stunde konnte "Feuer aus" gemeldet werden.
Während des Einsatzes kam es zu keinem Schadstoffaustritt aus der Segeljacht. In Abstimmung mit dem Hafenamt und der Wasserschutzpolizei wurde festgelegt, die schwimmfähige Segeljacht bis zur Bergung mit Krangurten und Leinen am Schwimmponton durch die Feuerwehr zu sichern. Um die weitere Bergung kümmert sich dann der Schiffseigentümer.
Der Einsatz der Feuerwehr endete um 15:30 Uhr. Am Einsatz waren insgesamt 8 Einsatzkräfte der Bundeswehrfeuerwehr des Marinearsenal Warnemünde und 51 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Wasserschutzpolizei, des Hafenamtes, des Umweltamtes sowie des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt beteiligt.
Quelle: Feuerwehr Rostock