22. Internationaler DLRG Cup im Rettungsschwimmen in Warnemünde beendet

In Warnemünde ist der 22. Internationale DLRG Cup im Rettungsschwimmen zu Ende gegangen – Deutschland verteidigt Titel, beste Ortsgruppe ist Harsewinkel, Carla Strübing ist erneut siegreich

22. Juli 2018
DLRG Nationalmannschaft beim 22. Internationalen DLRG Cup in Warnemünde (Foto: Sascha Walther)
DLRG Nationalmannschaft beim 22. Internationalen DLRG Cup in Warnemünde (Foto: Sascha Walther)

Bei bestem Wetter und hervorragenden Bedingungen für die Wettkämpfe ist am Samstagnachmittag (21.7.) in Warnemünde der 22. Internationale DLRG Cup im Rettungsschwimmen zu Ende gegangen. Im Wettstreit der sechs Nationen hat nach einem zögerlichen Auftakt die DLRG Nationalmannschaft am Ende mit 509 Punkten seine Dominanz doch deutlich gemacht und die Niederländer (338 Punkte) sowie die Dänen (203 Punkte) abgehängt. Im Wettbewerb der 42 angereisten Vereinsmannschaften hatte die DLRG Harsewinkel die Nase vorn. Über die Silbermedaille freute sich Halle-Saalekreis, Anklam nimmt Bronze mit. In der Mehrkampfwertung der Damen konnte Carla Strübing ebenfalls ihren Titel verteidigen, bei den Herren schaffte es Daniel Roggenland nach einem Jahr Pause wieder (beide DLRG Nationalteam) aufs oberste Podest.

„Wir können hier mit der Leistung unserer Mannschaft sehr zufrieden sein. Vor allem heute haben die Jungs und Mädels noch einmal viele Punkte geholt“, resümiert Assistenztrainer Kai Schirmer der deutschen Nationalmannschaft. „Die neue gemischte Rettungsstaffel ist wahnsinnig spannend, teilweise waren Favoriten plötzlich keine Favoriten mehr, hier ist viel Taktik im Spiel“, ergänzt er.

Im Laufe des Vormittags drehten die Deutschen tatsächlich noch einmal auf und fuhren zahlreiche Medaillen ein. In der Gurtretterstaffel brachten die Athleten vom Team Deutschland das sogenannte Opfer am schnellsten zurück zum Strand, gefolgt von der Auswahl der DLRG Halle-Saalekreis und Dänemark.

Beim Surf Ski Race der Frauen paddelte Carla Strübing aus dem DLRG Nationalkader zu Gold, wenn auch knapp. „Am Anfang ist es immer etwas schwierig, aber gegen Ende wird es dann besser und da habe ich im Endspurt noch einmal alles gegeben“, freute sich die 20-Jährige. Hinter ihr kamen die Dänin Katrine Zinck Leth-Espensen und die Niederländerin Kitty Schiphorst Preuper ins Ziel.

Auf dem Rettungsbrett dominierten die Herren der DLRG Nationalmannschaft, sicherten sich alle Edelmetalle und vor allem wichtige Punkte für die Gesamtwertung im Duell mit den Niederländern: Daniel Roggenland fuhr auf Rang eins, Nordin Sparmann auf zwei und Christian Watermann auf drei.

Kurz nach dem Mittag folgte der mit Spannung erwartete Rettungstriathlon Oceanwoman beziehungsweise Oceanman, der in diesem Jahr in der Eliminatorvariante durchgeführt wurde. So wird es auch bei der Weltmeisterschaft im Herbst in Australien sein. Bei dieser deutlich anspruchsvolleren Version erwarten die antretenden 18 Sportler bis zu drei Durchgängen hintereinander. Nach jedem Durchgang scheiden die sechs langsamsten aus – werden also eliminiert. Zwischen den Läufen haben die Athleten lediglich fünf Minuten Pause. Die meiste Ausdauer und Kraft legte hier Carla Strübing an den Tag und bewies damit einmal mehr ihre Stellung als Favoritin. Silber ging an die Dänin Katrine Zinck Leth-Espensen, Bronze an Vivian Zander (Deutschland). Bei den Männern präsentierte Daniel Roggenland (Deutschland) seine ganze Klasse und vollführte mit einigem Abstand vor dem Franzosen Renaud Bodier (startet für DLRG Schloß Holte-Stukenbrock) und dem Niederländer Barry Hazenoot diesen beeindruckenden Kraftakt.

Zum Abschluss des Tages stand die Staffel des Ocean(wo)man auf dem Programm. Hier mussten die Rettungssportler noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren, um möglichst viele Punkte für die Gesamtwertung mitzunehmen. Dabei immer im Blick: die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Diese Chance ließen sich die Kaderathleten der DLRG Nationalmannschaft nicht nehmen und belohnten sich mit einem Doppelerfolg. Sowohl die Damen als auch die Herren freuten sich am Ende über Gold. Zweite bei den Frauen wurde die DLRG Harsewinkel, dritte die Däninnen. Die deutschen Männer schoben sich in einem Herzschlagfinale vor die Niederländer und den Halle-Saalekreis.

Rettungssport

In der DLRG betreiben in Deutschland rund 61.000 zumeist junge Menschen den Rettungssport, bei dem es nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf die Beherrschung verschiedener Hilfsmittel zur Wasserrettung ankommt. Der Rettungssport entwickelte sich aus der humanitären Idee heraus, Menschen für den ehrenamtlichen Wasserrettungsdienst zu gewinnen und auszubilden. Zwei Arten werden grundsätzlich unterschieden: Die Pooldisziplinen (Hallenbad) und die Ocean Events (Freigewässer) wie der DLRG Cup. Neben dem Leistungs- und Wettbewerbsgedanken macht der Sport fit für den Ernstfall – und hilft somit, Leben zu retten. Viele Jugendliche wurden bereits durch den Rettungssport für den Einsatz im Wasserrettungsdienst an Deutschlands Küsten und Badestellen im Binnenland begeistert.

Quelle: DLRG, Foto: Sascha Walther

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