Roland Methling bleibt Oberbürgermeister in Rostock

Amtsinhaber Roland Methling gewinnt die OB-Wahl 2012 in Rostock mit absoluter Mehrheit, die Wahlbeteiligung sinkt auf Rekordniveau

5. Februar 2012, von
OB-Wahl 2012 in Rostock: Roland Methling bleibt Oberbürgermeister
OB-Wahl 2012 in Rostock: Roland Methling bleibt Oberbürgermeister

Nach dem vorläufigen Wahlergebnis kann Roland Methling (parteilos) die Oberbürgermeister-Wahl in Rostock klar für sich entscheiden. Der Amtsinhaber gewinnt mit 53,8 Prozent die absolute Mehrheit der Stimmen für sich, eine Stichwahl ist damit nicht erforderlich.

2005 siegte der 57-Jährige mit einem Wahlergebnis von 58,2 Prozent. Ait Stapelfeld (SPD) liegt mit 13,9 Prozent auf dem zweiten Platz, knapp vor Kerstin Liebich (Linke, 13,8 Prozent).

Erschreckend gering war die Wahlbeteiligung. Nachdem 2005 bereits nur 42,7 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne schritten, fiel die Quote in diesem Jahr mit 36,6 Prozent noch einmal fast 15 Prozent niedriger aus.

Vorläufiges Ergebnis der Oberbürgermeister-Wahl in der Hansestadt Rostock:

  • Roland Methling (Einzelbewerber): 53,8 Prozent
  • Dr. Ait Stapelfeld (SPD): 13,9 Prozent
  • Kerstin Liebich (DIE LINKE): 13,8 Prozent
  • Karina Jens (CDU): 7,3 Prozent
  • Christian Blauel (GRÜNE): 5,4 Prozent
  • Dr. Sybille Bachmann (Rostocker Bund): 4,7 Prozent
  • Toralf Vetter (Einzelbewerber): 1,0 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag bei 36,6 Prozent.

Vorläufige Ergebnisse der OB-Wahl 2012 in Rostock, nach Stadtteilen aufgegliedert (Pdf)

Schlagwörter: Ait Stapelfeld (6)Christian Blauel (8)Karina Jens (18)Kerstin Liebich (5)OB-Wahl (16)Politik (117)Roland Methling (53)Sybille Bachmann (7)Toralf Vetter (6)Wahlen (20)

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7 Kommentare

  • bubu sagt:

    Die Wahlbeteiligung ist „nur“ um 6,1% gesunken.

  • Olaf sagt:

    Das musst du relativ betrachten. Ausgehend von der Wahlbeteiligung von vor 7 Jahren ist sie leider tatsächlich um fast 15 Prozent gesunken:

    (42,7 – 36,6) / 42,7 = 14,3 %

  • Frank sagt:

    „Sinkt auf Rekordniveau“ ist hübsch!

  • Olaf sagt:

    Das ist ähnlich wie mit dem halb vollen/leeren Glas. Sieht man oben und unten Rekorde, schwebt man gleich viel glücklicher durchs Leben – per Quantensprung von Elektronenbahn zu Elektronenbahn sozusagen ;-)

  • Udo sagt:

    Kann mir einer einen Grund nennen, warum ich wieder einen dieser Kandidaten wählen sollte? Der Bürger wird von keinem der ersten sechs genannten Kandidaten wirklich ernst genommen, der letztgenannte hat per se keine reelle Chance. Im Zweifel ist der normale Rostocker Bürger mit seiner Kritik an Entscheidungen für unsere Stadtvertreter einfach nur ein störendes Objekt (lieber nicht das Risiko eines Bürgerentscheides angehen!). Wer so mit seiner potentiellen Wählerschaft umgeht, braucht sich über mangelnde Wahlbeteiligung nicht zu wundern. Stellt Euch vor: Es ist Wahl und keiner geht hin…

  • Peter sagt:

    Lieber Udo, ich halte Ihre Aussage für falsch. Außerdem ging es nicht um eine Parteienwahl, sondern darum, den Leiter der Stadtverwaltung zu wählen. Klar verstehe ich Ihre Argumente, aber es gibt eben nicht nur Ihre Stimme, die gehört werden will und alle Stimmen zusammen schaffen ein sehr diffuses Bild der politischen Meinungsäußerung. Wer glaubt, dass er nicht gehört wird (und da sollten Sie vielleicht etwas konkreter werden), muss sich eben selber einbringen. Das machen doch die Menschen, die sich in Parteien organisieren selber vor. Und dieses allgemeine Politikerbashing verstehe ich nicht. „Die“ haben es nicht verbockt, sondern sich auf den schwierigen Weg begeben, einen möglichst großen gemeinsamen Nenner zu finden. Und im Übrigen gab es in Rostock mehrere Bürgerbegehren (Darwineum, Linden in Warnemünde). Allerdings sind die Bürgerbegehren gescheitert. Nicht weil sich keiner interessierte, sondern weil die Stadtverwaltung meinte, die Initiatoren müssten ein Alternativkonzept nebst Finanzierbarkeit vorlegen, welches die Ausgaben in den nächsten 20 Jahren berücksichtigt (Linden in Warnemünde). Dass die Stadtverwaltung der Bürgerschaft in den letzten Jahren nicht mal einen gültigen Haushaltsentwurf vorlegen konnte und dann von absoluten Laien für den Baumerhalt eine Kostenanalyse auf 20 Jahre haben will, spricht Bände, zeigt, welches Interesse die Stadtverwaltung an Bürgerbeteiligung hat. Wir brauchen definitiv einen anderen Umgang zwischen der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft. Und das hat herzlich wenig damit zu tun, dass Politiker Menschen nicht ernst nehmen. Die Bürgerschaft ist kraft des WählerInnenvotums legitimiert, sich für die Belange der Menschen einzusetzen und die Stadtverwaltung müsste die Beschlüsse letztendlich umsetzen. Ich sehe aber genau in diesem Punkt einen Stillstand auf uns zu kommen.

  • Waltraud S. sagt:

    Peter, es gibt genügend Leute in Rostock, die sich engagieren und sich einbringen wollen, jedoch nicht in Parteien, denen sie sowieso schon lange nicht mehr vertrauen. Wir brauchen vor allem einen anderen Umgang unserer Lokalpolitiker zu den Bürgern.

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