Sabine Herrmann: Art for a non-human

Ausstellung in der Galerie wolkenbank zeigt Papierarbeiten von Sabine Herrmann, die im Zusammenhang mit ihrer Art for a non-human Videoarbeit entstanden

Sabine Herrmann: Art for a non-human in der Galerie wolkenbank
Sabine Herrmann: Art for a non-human in der Galerie wolkenbank

Art for a non-human ist ein Projekt das der New Yorker Dichter Robert Fitterman 2006 initiiert hat. Die Idee war, dass Künstler über übliche Gattungsgrenzen hinweg gemeinsam an bestimmten Aufgabenstellungen arbeiten, die je ein Künstler der Gruppe aufgibt. 2011 hat Sabine Herrmann für das „Collective task“ Projekt die Idee einer Abfolge monotoner Handlungen entwickelt. Die Künstlerin hat ein Video als Kunstwerk für einen Nicht–Menschen produziert, Spielzeugkreisel werden in Bewegung gebracht, in schneller Bewegung drehen sie sich bis sie schließlich umfallen. Die grundsätzlichen Fragen des Kunst-machens, die ständig anwesende Gefahr des Scheiterns, die Vergeblichkeit der Anstrengungen möchte die Künstlerin mit ihrer Arbeit thematisieren.

Sabine Herrmann, 1961 geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Nach dem Grundlagenstudium 1981 an der HfBK Dresden studierte sie 1981 bis 86 Malerei an der Kunsthochschule Berlin. Die Künstlerin ist in Mecklenburg-Vorpommern keine Unbekannte mehr, sie stand im letzten Jahr auf der Künstlerliste der sehr erfolgreichen Ahrenshooper Kunstauktion, nahm 2011 an der Ausstellung zum 25. Schönberger Musiksommer teil und hat ihre Arbeiten in Ahrenshoop bereits im Kunstkaten und im Künstlerhaus Lukas gezeigt.

In der Rostocker Galerie wolkenbank zeigt Sabine Herrmann Papierarbeiten, die im Zusammenhang mit ihrer Art for a non-human Videoarbeit zu sehen sind. Schnelle Bewegungen werden durch eine schnelle Pinselführung erzeugt, fast trocken läuft der Pinsel aus und erzeugt ein Stopp, eine Pause. Dunkelblaue Tusche ergießt sich über das Papier, ein technisches Gebilde entsteht, welches ein wenig an altmodische Radioröhren erinnert. Überhaupt, Musik scheint eine wichtige Rolle in der Arbeit von Sabine Herrmann zu spielen. Rhythmus, die zeitliche Struktur der Töne in einer Folge von Dauern und Pausen, überträgt die Künstlerin mit radikal vereinfachten Formen kräftig wie eine Tänzerin auf die großen Papierbögen. Auch die Studenten und Lehrer an der Rostocker Hochschule für Musik und Theater in der unmittelbaren Nachbarschaft der Galerie könnten ihre Freude haben. Die Bildende Kunst trifft darstellende Kunst und Musik.

Video Art for a non-human, Idee und Regie: Sabine Herrmann, Kamera: Klaus Killisch, Für Collective Task 2011

Ausstellungseröffnung: Samstag 05. Mai 2012, 17.00 Uhr

Öffnungszeiten: 05. Mai bis 02. Juni 2012, Mittwoch bis Samstag 14.00 bis 19.00 Uhr + nach Vereinbarung

Quelle: Galerie wolkenbank, Abbildung: Sabine Herrmann, Art for a non-human, Acryl auf Aquarellpapier

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