Rostock Seawolves unterliegen SSV Lok Bernau mit 76:88

Nach vorzeitig gewonnener Meisterschaft haben die Basketballer des EBC Rostock Seawolves ihr letztes Auswärtsspiel der Saison beim SSV Lok Bernau verloren

23. März 2014
Rostock Seawolves unterliegen SSV Lok Bernau mit 76:88 - Mahamoud Diakite ragte mit 17 Punkten, zehn Rebounds und zwei geblockten Würfen heraus
Rostock Seawolves unterliegen SSV Lok Bernau mit 76:88 - Mahamoud Diakite ragte mit 17 Punkten, zehn Rebounds und zwei geblockten Würfen heraus

Die EBC Rostock Seawolves haben das letzte Auswärtsspiel der Saison 2013/2014 beim SSV Lok Bernau mit 88:76 verloren. Das Schlussviertel, das mit 29:19 an die Hausherren ging, markierte letztlich den Unterschied. Bei den Seawolves ragte Mahamoud Diakite in einer unterhaltsamen und temporeichen Begegnung mit 17 Punkten, zehn Rebounds und zwei geblockten Würfen heraus. Bester Rostocker Korbjäger war Sven Hellmann mit 19 Punkten. Das Bernauer Guard-Gespann Nick Novak und Marcus Dathe schenkte den Hanseaten insgesamt 33 Punkte ein und verteilte zehn Korbvorlagen.

Die EBC Rostock Seawolves reisten mit breiter Brust zum Tabellendritten nach Bernau, um dort Revanche für die Heimspielniederlage im Dezember zu nehmen. Auch die Hausherren gingen hoch motiviert in die Partie, denn sie hatten die Chance, als einziges Team der Liga zweimal in diesem Spieljahr den Meister zu besiegen. Bereits im Hinspiel setzten sich die Randberliner mit 70:82 an der Ostsee durch.

Die Gastgeber empfingen die circa 50 mitgereisten Rostocker Fans in der gut gefüllten Bernauer Sporthalle Heinersdorfer Straße herzlich und gratulierten vorab zum Meistertitel. Während die Seawolves auf ihren Kapitän Jens Hakanowitz (Jochbeinbruch) verzichten mussten, hatten die Hausherren den verletzungsbedingten Ausfall ihres Flügelspielers Oumar Sylla (Schulterverletzung) zu kompensieren.

Auf dem Parkett präsentierten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase in guter Spiellaune. Bei den Gästen spielte Ivo Slavchev, der Hakanowitz in der Startformation ersetzte, zu Beginn groß auf: Der bulgarische Forward erzielte im ersten Abschnitt acht seiner insgesamt 14 Zähler, setzte unter anderem Topscorer Sven Hellmann (19 Punkte) mit einem sehenswerten Backdoor-Bodenpass in Szene und räumte mit fünf seiner insgesamt sieben Rebounds ordentlich in der Zone auf. Mit einer Drei-Punkte-Führung (21:24) starteten die Seawolves in den zweiten Abschnitt.

Die intensiv geführte und temporeiche Partie setzte sich nun auf beiden Seiten des Spielfeldes fort. Am Ende der Begegnung sollten die Statistiker insgesamt acht Führungswechsel und elf Unentschieden notiert haben. Doch zunächst behaupteten die Rostocker die Führung, setzten sich sogar in den ersten 20 Minuten bis auf sieben Zähler ab. Allerdings war das Wurfglück an diesem Abend nicht aufseiten der Seawolves. In der gesamten Partie landeten nur 41,2 Prozent der Feldwürfe im Korb. Dennoch retteten die Hanseaten, bei denen sich Mahamoud Diakite mit insgesamt 17 Punkten, zehn Rebounds und zwei Blocks in den Vordergrund spielte, einen knappen 37:40-Vorsprung in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel entrissen die Barnimer den Gästen in der 23. Minute (43:42) zunächst kurzzeitig die Führung. Die Rostocker blieben bis zur 28. Minute (54:55) auf Augenhöhe, ehe die Bernauer die Spielkontrolle übernahmen. Nach drei Vierteln lag das Team aus der Hussitenstadt mit 59:57 vorn.

Ein 10:0-Lauf zur Mitte des Schlussabschnitts brachte die Hausherren endgültig auf die Siegerstraße. Die Seawolves fanden kaum Mittel gegen die blitzschnelle Offensive des Gegners, der im gesamten Spiel 24 Punkte durch Schnellangriffe produzierte und 22 Ballverluste der Seawolves erzwang. In der 39. Minute behaupteten die Bernauer die höchste Führung des Abends (84:71). Die Fans des SSV Lok Bernau feierten in der Schlussphase ihre Mannschaft, während die mitgereisten Seawolves-Anhänger „Aufsteiger, Aufsteiger“ sangen.

Nach dem Spiel erhielt die Rostocker Mannschaft von den mitgereisten Fans zwei Kuchen geschenkt, auf denen in großen Lettern „Seawolves“ bzw. „Meister 2013/14“ geschrieben stand. So wurde es zwar nichts mit der erhofften Revanche aus Rostocker Sicht. Positiv gestimmt und auf das letzte Saisonspiel blickend, ging dieser Abend dennoch zu Ende.

Das letzte Heimspiel der Seawolves findet am 29. März um 19.30 Uhr gegen den Tabellenletzten Bramfelder SV in der Ospa-Arena statt.

Statement von Headcoach Sebastian Wild:
„Es war eine sehr schön anzusehende erste Halbzeit. Beide Teams spielten flüssig und mit hohem Tempo. Es ging rauf und runter. Wir ermöglichten Bernau eine hohe Trefferquote aus dem Feld. In der zweiten Halbzeit spielten wir offensiv etwas zu statisch. Das brach unseren Fluss, den wir noch in der ersten Hälfte hatten. Das wiederum führte nach schlechten Wurfentscheidungen und Ballverlusten zu einfachen Möglichkeiten für Bernau, die in der zweiten Hälfte deutlich aggressiver agiert und letztlich auch verdient gewonnen haben.“

Viertelstände:
21:24, 16:16, 22:17, 29:19

Punkte EBC Rostock Seawolves:
Jörn Boghöfer (-), Dominik Breitschuh (-), Niccolò Croci (2), Mahamoud Diakite (17 Pkt, 10 Reb, 2 Blk), Sven Hellmann (19), David Markert (4), Zbigniew Owczarek (7), Keith Radcliff (9), Steffen Stöhr (-), Axel Stüdemann (4), Ivo Slavchev (14 Pkt, 7 Reb)

Quelle: EBC Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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