Toshiba-Hybridloks werden in Rostock montiert

Im Wettbewerb mit Kiel hat sich Rostock als Produktionsstandort von zunächst 100 Toshiba-Hybridlokomotiven für DB Cargo durchgesetzt

23. Januar 2020
Toshiba-Hybridloks werden in Rostock montiert (Bild: Toshiba/DB Cargo)
Toshiba-Hybridloks werden in Rostock montiert (Bild: Toshiba/DB Cargo)

Die Deutsche Bahn macht den Schienengüterverkehr noch umweltfreundlicher: Nach erfolgreicher Machbarkeitsstudie zur gemeinsamen Entwicklung einer neuen Hybrid-Lokomotive ordert DB Cargo jetzt die ersten 50 Fahrzeuge. Weitere 50 Loks mietet die Güterbahn an. Ab 2021 starten die Vorbereitungen für die Montage im Rostocker Instandhaltungswerk der DB Cargo.

Die 50 neuen Hybridloks werden 61 alte ersetzen und sind ein Baustein der DB-Strategie „Starke Schiene“, die auf Wachstum im Schienengüterverkehr setzt. Dr. Sigrid Nikutta, DB-Konzernvorstand für Güterverkehr und DB Cargo: „Gemeinsam mit Toshiba setzen wir in einer entscheidenden Zukunftstechnologie Maßstäbe. Durch das alternative Antriebskonzept können wir die Arbeit in unseren Rangierbahnhöfen künftig ressourceneffizienter erledigen: Wir sparen 30 Prozent Energie und 1 Million Liter Diesel im Jahr. Zudem sind die Fahrzeuge dank moderner Technik leichter für unsere Mitarbeiter zu bedienen.“

Takayuki Konno, Corporate Senior Vice President der Toshiba Corporation und President/CEO der Toshiba Infrastructure Systems & Solutions Corporation: „Dies ist der Beginn einer hervorragenden Zusammenarbeit. Toshiba ist sehr stolz darauf, seine erste europäische Rangierlokomotive für DB Cargo zu entwickeln. Die Lok vereint die hohen europäischen und japanischen Ingenieurstandards. Unsere Toshiba HDB 800 ist mit modernsten Technologien ausgestattet, darunter unser vom TÜV Rheinland zertifiziertes SCiB™ Lithium-Ionen-Batteriesystem2.“

Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit: „Die Entscheidung für Rostock ist ein würdiger Verhandlungserfolg und ein Bekenntnis zum Innovationsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Die Symbiose von DB Cargo und Toshiba bedeutet mehr gute und mehr nachhaltige Arbeit im Land. Wir benötigen mehr langfristige Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie in Forschung und Entwicklung. Das sichert perspektivisch mehr Wohlstand für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Die Hybridfahrzeuge ermöglichen neben einem deutlich geringeren Diesel-Verbrauch und niedrigeren Instandhaltungskosten eine höhere durchschnittliche Flottenverfügbarkeit und damit auch mehr Qualität für die Kunden. Zudem können die Batteriemodule von Beginn an zusätzlich extern geladen werden, was den Anteil erneuerbarer Energien im Schienengüterverkehr weiter erhöht.

Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen: „Die Konkurrenz war sehr stark. Wir freuen uns, dass die Deutsche Bahn und Toshiba nun mit einem so innovativen Projekt hierherkommen! Denn als Technik- und Innovationsstandort ist Rostock eine Lokomotive, die mit hervorragenden Standortbedingungen auch internationale Unternehmen anzieht. Unser herzlicher Dank gilt dem Wirtschaftsministerium für die große Unterstützung und Rostock Business für die tolle Arbeit!“

Quelle: DB Cargo/Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle, Bild: Toshiba/DB Cargo

Schlagwörter: Deutsche Bahn (14)Verkehr (408)

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1 Kommentar

  • Bauke sagt:

    Ein schöner Vorstoß. Wie immer dieser Tage muss man aber leider dazu sagen : schade, dass das nicht schon vor 10 Jahren umgesetzt wurde, sondern jetzt erst in… 5?… Jahren tatsächlich nutzbar ist, wenn die ersten Loks dann tatsächlich fertig sind. Kann jemand die tatsächliche Zeit bis Fertigstellung einschätzen?

    Und mit dem Blick fürs ganze : kann man von einem Ausbau des Güterverkehrs tragen, wenn 61 alle Loks durch lediglich 50 neue ersetzt werden? Ich meine, sind die neuen Loks leistungsstärker und fallen seltener aus, oder wie ist hier in Ausbau zu verstehen?

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