Computer-Systeme in der Unimedizin ausgefallen

An der Unimedizin Rostock kam es vergangene Nacht zu einer Störung in der IT-Infrastruktur, die kurzzeitig Auswirkungen auf den Klinikbetrieb hatte

17. Dezember 2020
Computer-Systeme in der Unimedizin ausgefallen
Computer-Systeme in der Unimedizin ausgefallen

„In der Unimedizin Rostock ist es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu einer Störung in der IT-Infrastruktur gekommen. Zuvor wurden am Abend regulär eingeplante Wartungsarbeiten durchgeführt. Arbeiten an Netzwerkkomponenten führten dazu, dass das zentrale Rechenzentrum nicht erreichbar war.

Da alle wichtigen klinischen Anwendungen über dieses Rechenzentrum bereitgestellt werden, standen diese für die medizinische Versorgung kurzfristig nicht zur Verfügung. Ein entsprechendes IT-Ausfallkonzept kam zum Einsatz, das genau für solche Situation festlegt, wie die Patientenversorgung ohne IT-System erfolgt. In der Nacht wurde im Bereich IT mit Hochdruck daran gearbeitet, alle Systeme wieder kontrolliert hochzufahren und für die klinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Gegen 9 Uhr waren alle relevanten Systeme einsatzbereit und die klinischen Prozesse wurden auf Normalbetrieb umgestellt. Das Corona-Testzentrum konnte ab 9 Uhr regulär die Abstriche vornehmen. Die Patientenversorgung war jederzeit gesichert und niemand kam zu Schaden.

„Die aufgetretene Störung ist nicht durch einen IT-Sicherheitsvorfall oder Cyberangriff entstanden. Die Situation ist auf einen Fehler in den eingesetzten Netzwerkkomponenten zurückzuführen. Der Fehler hätte so nicht auftreten dürfen, da die eingesetzten Komponenten den Anforderungen einer Hochverfügbarkeit unterliegen. Der Hersteller der IT-Komponenten analysiert derzeit den aufgetretenen Störfall. Mit den Ergebnissen werden Maßnahmen ergriffen, damit eine solche Situation in Zukunft vermieden werden kann“, fasst IT-Leiter Thomas Dehne zusammen. „Die Unimedizin hat in den vergangenen Jahren viel Aufwand in die IT-seitige Absicherung investiert“, so Dehne. „Wir sind durch regelmäßige sogenannte Penetrationstests, IT-Sicherheitsaudits und Notfallkonzepte auf solche Situationen vorbereitet, auch wenn sie eigentlich nicht auftreten sollen.“

Quelle: Universitätsmedizin Rostock

Schlagwörter: Computer (2)Corona-Testzentrum (8)Medizin (102)Universitätsklinik (43)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.