Regionalbusverkehr: Warnstreiks bei rebus möglich

Nach gescheiterten Tarifverhandlungen könnte es auf den Stadt- und Regionalbuslinien im Landkreis Rostock zu Einschränkungen kommen

31. Januar 2014
Nach gescheiterten Tarifverhandlungen könnte es nöächste Woche zu Warnstreiks bei rebus kommen.
Nach gescheiterten Tarifverhandlungen könnte es nöächste Woche zu Warnstreiks bei rebus kommen.

In der kommenden Woche wird es voraussichtlich aufgrund eines Aufrufes von Ver.di zu Warnstreiks bei der rebus Regionalbus Rostock GmbH (rebus) kommen. Darüber informierte heute die rebus-Geschäftsführerin, Simone Stephan. Betroffen werden voraussichtlich die Stadt- und Regionalbuslinien im Bediengebiet des Landkreises Rostock sein.

Hintergrund sind die Mitte Januar von Ver.di als gescheitert erklärten Tarifverhandlungen mit dem Verband Mecklenburg-Vorpommerscher Omnibusunternehmen e.V. (mVo). In dem Verband sind rund 40 Unternehmen aus Mecklenburg Vorpommern, darunter die rebus. Ver.di hatte in den gescheiterten Tarifverhandlungen eine Lohnsteigerung von 20 bis 25 Prozent für die Beschäftigten gefordert und die Einführung starrer Regelungen eines Branchentarifvertrages, wie z. B. das Festhalten an einer 40-Stunden Woche statt der bewährten saisonbedingten flexiblen Jahresarbeitszeitkonten.

„Für uns hat oberste Priorität, dass wir die vorgesehenen Lohnanpassungen aus eigener Kraft stemmen und alle Arbeitsplätze sichern können“, so die Geschäftsführerin. „Alles andere würde bedeuten, dass wir die Fahrpreise deutlich erhöhen und den Linienverkehr ausdünnen müssten. Davon wären vor allem unsere älteren Fahrgäste in den kleineren Gemeinden im Landkreis stark betroffen.“

Seitens der Arbeitgeber wurde in den Verhandlungen ein Angebot zu mehr Lohn, Urlaub, Arbeitszeitflexibilität und verkehrsrechtlicher Absicherung für die Mitarbeiter eingebracht. „Angesichts des engen finanziellen Korsetts, in dem wir stecken, ist das ein sehr gutes Angebot“, so Stephan weiter. „Seit 2007 wurden bei allen Tarifverhandlungen 2 bis 5 Prozent Lohnerhöhungen jährlich für die Mitarbeiter umgesetzt. Tariferhöhungen müssen für die Unternehmen auch wirtschaftlich tragfähig sein“, so die Geschäftsführerin. „Dermaßen hohe Lohnforderungen sind nur finanzierbar, wenn die Politik für den Öffentlichen Personennahverkehr zusätzliche Ressourcen bereitstellt.“

Die Geschäftsführerin kündigte an, die Fahrgäste umgehend über mögliche Einschränkungen zu informieren, sobald die Streikzeiten von Ver.di bekannt gegeben werden. Dies wird vermutlich aber sehr kurzfristig geschehen. Aktuelle Infos werden auch auf der Internetseite www.rebus.de veröffentlicht.

Die rebus GmbH ist im Auftrag ihres Gesellschafters, dem Landkreis Rostock, für den öffentlichen Personennahverkehr und den gesamten Schüler- und Ausbildungsverkehr im Bediengebiet des Landkreises Rostock zuständig. Derzeit beschäftigt die rebus GmbH 250 Mitarbeiter.

Quelle: rebus Regionalbus Rostock GmbH

Schlagwörter: Bus (38)Verkehr (384)

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