Rummel auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt 2011

Fahrvergnügen mit Geisterbahn, Riesenrad und Karussells auf dem Weihnachtsmarkt zwischen Neuer Markt und Fischerbastion

2. Dezember 2011, von
Weihnachtsmarkt Rostock an der Fischerbastion
Weihnachtsmarkt Rostock an der Fischerbastion

Hysterisches Kreischen, verquirlter Kirmestechno und der rauschende Schwung der Fahrgeschäfte bilden die Geräuschkulisse, die schon von Weitem von der Fischerbastion herüberdringt. Flackernde Lichter in allen Farben, schwindelerregende Bewegungen von Schaukeln, Achterbahnen und Drehscheiben – hier geht es alles andere als besinnlich zu. Dass die Stille Nacht immer näher rückt, ist jedoch dank der Glühweintassen, Lebkuchenherzen und roten Zipfelmützen unverkennbar. Für Rummelliebhaber gehört dieser Bereich des Rostocker Weihnachtsmarktes sicherlich zu den beliebtesten Attraktionen.

Hier konzentrieren sich die großen Fahrgeschäfte. Und diese sind nichts für Weicheier. Mit cool-verzerrten Stimmen locken die Betreiber die Wagemutigen zu vierminütigen Geschwindigkeits- und Höhentripps. Schnell in alle Himmelsrichtungen geschleudert zu werden, das versprechen diese „Megakotzmaschinen“, wie eingefleischte Fans die Fahrgeschäfte auch liebevoll und ehrfürchtig nennen.

Breakdancer
Breakdancer

Der Breakdancer ist so einer, der schon traditionell im Herzen des Platzes auf der Fischerbastion steht und Anlaufpunkt vieler junger Weihnachtsmarktbesucher ist. „Der ist der Tollste“, sagt der zehnjährige Antony, nachdem er mit seinem Bruder und seinen Eltern schon seit über zwei Stunden den Rostocker Weihnachtsmarkt erkundet hat.

An einigen neuen Fahrgeschäften ist er vorbeigekommen. Am rotierenden Megateller „Flipper“, am „Kristallpalast“ mit 131 Spezialscheiben und Spiegeln und am „Daemonium“, hinter dessen beeindruckende Burgfassade sich eine Geisterbahn auf vier Etagen verbirgt.

Rostocker Riesenrutsche
Rostocker Riesenrutsche

Eine Deutschlandpremiere, so Großschausteller Hans Gormann, feiert seine „Rostocker Riesenrutsche“ als erster mobiler Rodelberg. Mit Gummireifen geht es die 15 Meter bergab, allerdings ohne Schnee oder Eis. Der Spaß soll eine Alternative zu der von den Rostockern oft gewünschten, aber nicht realisierten Eisbahn sein. „Die Eisbahn ist sehr teuer, braucht unheimlich viel Energie, ist sehr arbeitsaufwendig und geht in dem Kirmestrubel unter“, meint Gormann und hofft, dass er die Neugier der Weihnachtsmarktbesucher mit der Neuheit am Eingang der Fischerbastion wecken kann.

Weihnachtsmarktbesucher
Weihnachtsmarktbesucher

„Wir sind viel gefahren, haben Dosenwerfen gemacht und einen Riesenlutscher gekauft“, berichtet Antony von seinen Erlebnissen. Zum Abendbrot gab es Bratwurst und Mutzen, erzählt seine Mutter. Die Rostocker Familie besucht öfter den Weihnachtsmarkt. Mit Vorliebe am Mittwoch, denn dann ist Familientag. Durchschnittlich 50 Cent bis zu einem Euro günstiger werden die Tickets für die Fahrgeschäfte dann angeboten. „Es ist allgemein recht teuer. Aber es ist schon okay. Im Vergleich zu anderen Tagen ist es schon besser.“

Kinderflieger
Kinderflieger

Während Antonys Augen glänzen, ist seinem dreijährigen Bruder Jason das Unbehagen auf dem lauten Rummelplatz der Fischerbastion anzumerken. Aber auch für die Kleinen bietet der Rostocker Weihnachtsmarkt viele Karussells. Das älteste steht auf dem Universitätsplatz. „Es wurde 1909 in Thüringen gebaut. Alles, was zu sehen ist, ist original. Nur die Technik im Inneren ist auf dem neuesten Stand“, erklärt der Fahrscheinverkäufer. Im langsamen Tempo können hier die Mädchen und Jungen auf Holzpferden und anderen Tieren sowie in verschiedenen Fahrzeugen ihre Runden drehen. Ihr Singen und Juchzen zeugen von großem Fahrvergnügen. Auch am Kröpeliner Tor und auf dem Neuen Markt befinden sich einige Fahrgeschäfte, die besonders für Kinder geeignet sind.

Kettenkarussell und Riesenrad auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt 2011
Kettenkarussell und Riesenrad auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt 2011

Wer es etwas beschaulicher mag, kann mit dem Wellenflug vor dem Rathaus ein paar flotte Runden drehen. Hoch hinaus geht es schließlich mit dem Riesenrad an der Marienkirche. In diesem Jahr ist es das 38 Meter hohe Hanserad, von dem man einen wunderschönen Blick auf den Neuen Markt und die Stadt werfen kann. Das große nostalgisch anmutende Kettenkarussell, das strahlende Riesenrad und die vielen festlich geschmückten Buden bieten vor den historischen Fassaden des Neuen Marktes einen zauberhaften Anblick.

Fotos vom Rostocker Weihnachtsmarkt 2011:

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