Familien feiern den Weltkindertag 2012 in Rostock

Mit einer Aktionswoche feiert Rostock den Weltkindertag mit einem bunten Veranstaltungsangebot.

22. September 2012, von
Die Aktionsmeile hielt viele Mitmachangebote für Eltern und Kinder bereit
Die Aktionsmeile hielt viele Mitmachangebote für Eltern und Kinder bereit

Unter dem Motto „Meine Stadt in Kinderhände“ begeht die Hansestadt im September 2012 zum 16. Mal den Weltkindertag, um auf die Rechte und Bedürfnisse der jüngsten Bürger aufmerksam zu machen. Besonders das Recht auf Mitbestimmung, Bildung, Gesundheit und Spaß und Freizeit stehen im Zentrum der Aktionswoche, die schon am 15. September mit dem Sporttag und der Skaternight begann. Die Veranstaltungen führten von Fotoaktionen, über eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Schulsozialarbeit und einem Spielplatzfest.

Der Höhepunkt der Kinder-Woche war der 22. September, der mit einem Ganztagsangebot Eltern, Kinder und Jugendliche auf den Universitätsplatz lockte. Neben einer großen Bühne, auf der mitunter die „Funkelnden Seesterne“ und eine Voltigiergruppe ihr Können zeigten, gab es auch einige Pavillons. Die Info- und Mitmachstände reihten sich um den Brunnen der Lebensfreude, in der Breiten Straße und vor dem Hauptgebäude der Universität. Sie lockten mit Spielen, kreativem Ausprobieren der eigenen Fähigkeiten für die Kinder und mit Informationsmaterial für die Eltern. Diese konnten sich über Bildungsprogramme, Gesundheit und den pädagogischen Wert einiger Spielsachen aufklären lassen.

Alexandra Heeg und Melanie Müller vom Charisma e.V.
Alexandra Heeg und Melanie Müller vom Charisma e.V.

Unter den Ausstellern befand sich auch der Verein für Frauen und Familien, Charisma e. V., deren oberstes Ziel die Kompetenzförderung von Erziehenden ist. Alexandra Heeg schildert den Zulauf zu den Treffs als eine „bunte Mischung“ von Eltern, die sich aus Akademikern und Nicht-Akademikern zusammensetzt, aber immer das gleiche Ziel im Blick haben: Mehr Zeit mit den Kindern verbringen und diese bestmöglich erziehen und fördern. An dem Aktionstag standen sie in der Gruppe der Gesundheitsförderer und boten als Mitmachangebot die persönliche Gestaltung von Stoppersocken an. „Da wird mit spezieller Farbe auf die Socken gemalt. Einige wählen den Namen oder was ihnen gerade so gefällt. Dann funktionieren sie wie die gekauften Anti-Rutsch-Socken – nur dass diese hier ganz individuell sind“, erläuterte die Sozialarbeiterin das Angebot.

Anna, Timo, Jamila und Leon hatten viel Spaß am Bastelstand
Anna, Timo, Jamila und Leon hatten viel Spaß am Bastelstand

Eine ganze Reihe von Ausstellern gehörte zur 2sense GmbH aus Berlin. Sie zeigten vor dem Uni-Hauptgebäude alles, was das Eltern- und Kinderherz begehrt von Babyausrüstung über eine Bastelecke und Spielzeug für Große und Kleine bis zu einem Tret-Traktor-Gelände. Unter dem Motto „Kinder geben ihre Eltern ab“ sollten es sich die Erwachsenen in einer Lounge aus bunten Stühlen gemütlich machen, während sich das Veranstalter-Team um die Kinder kümmerte. Allerdings machte das Regenwetter ihnen und allen anderen Ständen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Und so saßen manchmal Eltern und Kinder zusammen am Tisch, um zu modellieren, Perlen zu stecken, zu malen und bunte Masken zu verzieren. Luisa Lommatzsch und Sophie Grohmann standen dabei mit Rat und Tat zur Seite und nahmen sich aller Interessenten zur Hand. Sie sind schon seit April durch ganz Deutschland unterwegs und bieten bei Straßenfesten den kostenlosen Bastel-Stand an.

Karina Jens und Kinderbürgermeisterin Gerda
Karina Jens und Kinderbürgermeisterin Gerda

Neben all den bunten Angeboten durfte aber der eigentliche Zweck nicht vergessen werden: Es ging um die Rechte der Kinder. Neben der Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens begrüßt die amtierende Kinderbürgermeisterin die Besucher. Gerda ist seit fast einem Jahr die Kinderbürgermeisterin der Stadt und setzt sich schon jetzt für die Kinderstimmen in der lokalen Politik ein. In ihren Begrüßungsworten zum Publikum traf die Absicht „Manche Sachen zu erneuern, dass die Kinder auch Spaß haben“ auf besonderen Zuspruch, der mit Applaus der regennassen Zuhörer bekräftigt wurde. Doch wird ein Kind im politischen Alltag wahrgenommen? „Ihre Mitbestimmung und Vorschläge werden ernst genommen und diskutiert“, meint Rosi Panowa. Sie arbeitet im Freizeitzentrum, das die Kinderstadt beherbergt, und ist einer der erwachsenen Partner. Sie helfen – meist auf ehrenamtlicher Basis – die Kindervorschläge umzusetzen und in eine realistische Umsetzung zu bringen.

Und es wird Zeit, dass sich Kinderwünsche umsetzen und sich die Situation verbessert: Derzeit lebt in Rostock fast jedes dritte Kind, nämlich 34,6%, an der Armutsgrenze.

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