Kita-Betreuung in MV wird ausgeweitet

Mecklenburg-Vorpommern bessert bei den Betreuungszeiten in Kitas nach: Im Zuge der Corona-Lockerungen werden Kinder vollbeschäftigter Eltern mindestens sechs Stunden betreut.

12. Mai 2020, von
Kita-Kinder berufstätiger Eltern in MV sollen während der Corona-Pandemie künftig mindestens sechs Stunden pro Tag betreut werden. (Foto: Archiv)
Kita-Kinder berufstätiger Eltern in MV sollen während der Corona-Pandemie künftig mindestens sechs Stunden pro Tag betreut werden. (Foto: Archiv)

Kinder in Mecklenburg-Vorpommer sollen im Rahmen der Wiedereröffnung von Kitas im Zuge der Corona-Lockerungen länger betreut werden. Das gab Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) heute Abend nach Beratungen mit Vertretern von kommunalen Verbänden bekannt.

Anders als letzte Woche geplant sollen alle Kinder vollzeitbeschäftigter Eltern mindestens sechs Stunden am Tag betreut werden. Bislang war lediglich eine werktägliche Mindestbetreuungszeit von 3,5 Stunden vorgesehen – dies wurde sowohl von Eltern als auch Kommunen als unzureichend kritisiert.

Da auch sechs Stunden Betreuungszeit für berufstätige Eltern nicht immer ausreichend sind, „ist ausdrücklich erwünscht“, vorhandene Mehrkapazitäten auszunutzen und vorrangig voll berufstätigen Eltern zugutekommen zu lassen, so Drese.

Die Kinder sollen dabei nach Möglichkeit in ihre alte Regelgruppe aus der Vor-Corona-Zeit zurückkehren. Im Rahmen der Notfallbetreuung entstandene Gruppen sollen jedoch nicht auseinandergerissen werden.

Die Kinder einer Gruppe sollen unter sich bleiben und von einer festen Kontaktperson betreut werden, um Infektionen zwischen den Gruppen auszuschließen und im Fall einer Corona-Infektion die Nachverfolgbarkeit der Kontakte sicherzustellen. Eine Beschränkung der Gruppengröße – etwa auf fünf Kinder – ist nicht vorgesehen, es gelten die Obergrenzen aus dem Regelbetrieb.

Zusätzlich gilt ein strenges Raumkonzept, bei dem jetzt auch mal ein Sportraum als Gruppenraum genutzt werden muss, so Drese: „Offene und teiloffene Konzepte sind unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich.“ Details soll eine Expertengruppe mit Jugendämtern und Trägern für jede einzelne Einrichtung festlegen.

Gelten sollen die Betreuungsangebote im eingeschränkten Regelbetrieb – wie in der letzten Woche im MV-Plan beschlossen – ab dem 18. Mai für alle Vorschulkinder. Eine Woche später, ab dem 25. Mai, sollen alle Kinder wieder Zugang zu den Kindergärten und Krippen haben, wobei es je nach Einrichtung eine Übergangsfrist bis zum 2. Juni gibt.

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