12. Shanty-Treffen zur Warnemünder Woche 2010

Shanty-Chöre singen Seemannslieder unterm Warnemünder Leuchtturm

12. Juli 2010, von
Luv un Lee
Luv un Lee

Lieder von der Seefahrt, der Liebe und der Heimat erklangen am Samstag beim 12. Shanty-Treffen unter dem Warnemünder Leuchtturm. Traditionell findet es am zweiten Wochenende der Warnemünder Woche statt. In diesem Jahr präsentierten sechs Shanty-Chöre aus vier Bundesländern internationales maritimes Liedgut. Das reichte von Arbeits- und Freizeitliedern der Seeleute auf den Tiefwasserseglern des 18. bis 20. Jahrhunderts bis zum seemännischen Schlager von Freddy Quinn, Lale Andersen und Lolita.

Posaunenchor der evangelischen Gemeinde in Warnemünde
Posaunenchor der evangelischen Gemeinde in Warnemünde

Aloha He – hieß es dann ab 10 Uhr auf der kleinen Bühne unter dem Leuchtturm. Bei glühend heißem Sonnenschein quetschte sich hier eine Reihe von Shanty-Fans unter die Schatten spendenden Schirme. Eröffnet wurde das Treffen mit Fanfaren vom Posaunenchor der evangelischen Gemeinde in Warnemünde.

Als erster Shanty-Chor traten „Die Landratten“ aus Bobenheim-Roxheim auf. Sie waren zum ersten Mal in Rostock und hatten mit etwa 750 Kilometern den weitesten Anfahrtsweg. Denn Bobenheim-Roxheim liegt in Rheinland-Pfalz. Dieses Bundesland dürfte eher für seine Weinberge, als für seine Küstennähe bekannt sein. Aber wer weiß – wenn die Temperaturen weiterhin solche Höchstwerte erreichen, wie beim diesjährigen Shanty-Treffen, wird sich das ja vielleicht irgendwann einmal ändern.

„Die Landratten“ aus Bobenheim-Roxheim
„Die Landratten“ aus Bobenheim-Roxheim

Jedenfalls leben auch im Binnenland schon heute Shanty-Sänger mit See-Erfahrung. Unter den 35 Stimmen der „Landratten“ befindet sich deshalb auch die ein oder andere eines Kapitäns. Eine weitere Besonderheit zeichnet diesen Chor aus. Ursprünglich aus acht Männern bestehend, singen heute auch zahlreiche Frauen mit.

Gronauer Shanty-Chor
Gronauer Shanty-Chor

„Das ist ein Novum“, stellt Horst Marx fest, der schon seit vielen Jahren das Shanty-Treffen moderiert: „Noch nie waren so viele Frauen in einem Shanty-Chor bei unseren Treffen.“

Durch diese ungewöhnliche Zusammensetzung des Chores konnten die Lieder auch mehrstimmig gesungen werden, was für Seemannslieder in der Regel eher untypisch ist. Den Auftakt machten „die Landratten“ allerdings mit einem Lied aus ihrer Heimat, mit dem Titel „Vom Pfälzer Wind“.

Dietmar Bellmann, Ehrenchorleiter der Klaashahns
Dietmar Bellmann, Ehrenchorleiter der Klaashahns

Bis zum frühen Nachmittag hatten noch weitere Shanty-Chöre ihren Auftritt, darunter der Stedinger Shanty-Chor Lemwerder, der Gronauer Shanty-Chor, die „Romantik Sailors“ vom Marine Verein Iserlohn, der Rostocker Shanty-Chor „Luv un Lee“ und als Gastgeber „De Klaashahns“ aus Warnemünde. Deren Ehrenchorleiter, Dietmar Bellmann, ließ es sich am Ende der Veranstaltung dann auch nicht nehmen, das große Gemeinschaftssingen anzuleiten.

Gemeinschaftssingen beim 12. Shanty-Treffen in Warnemünde
Gemeinschaftssingen beim 12. Shanty-Treffen in Warnemünde

Dafür kamen noch einmal alle 180 Shanty-Sängerinnen und Sänger unter dem Warnemünder Leuchtturm zusammen. Da bei dem diesjährigen Shantytreffen aber alles viel zu hoch war, die Temperaturen und das Durchschnittsalter der Chormitglieder, entschloss man sich das ursprünglich für eine Stunde geplante Programm auf vier Titel zu verkürzen. Auch wenn auf dem Wasser Flaute herrschte, die Schunkelwellen des Publikums waren nicht zu übersehen.

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