Adventskalender im Rostocker Volkstheater

Buntes Kinderprogramm zum Mitmachen

21. Dezember 2009, von

Volkstheater Rostock Auf der Märchenschlossbühne des Rostocker Weihnachtsmarktes gibt es einen Adventskalender, Warnemünde hat einen, jedes Kind besitzt sowieso seinen eigenen – aber dass sogar unser Theater einen hat, wusste ich bis heute noch nicht. Eigentlich sehr schade, da es sich dabei zur Abwechslung mal nicht nur um einen Vorwand handelt, Süßigkeiten unters Volk zu bringen.

Jeden Tag im Dezember bis einschließlich zum 23. wird im Foyer des Volkstheaters um 16 Uhr ein kleines Programm vorgeführt. Es wird Musik gemacht, gebastelt oder Geschichten werden erzählt und am Ende das Türchen des großen Adventskalenders geöffnet, in dem für alle anwesenden Kinder eine süße Überraschung versteckt ist.

Adventskalender im Volkstheater Rostock Das Besondere dabei ist, dass das halbstündige Programm von Mitarbeitern des Theaters organisiert und vorgeführt wird. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Schauspieler handeln, sondern auch Musiker, Maskenbildner oder Verwaltungsangestellte sind daran beteiligt.

Da das Programm kostenlos ist und jeder ohne vorherige Anmeldung kommen kann, wissen die Theatermitarbeiter vorher nie so richtig, wie viele Zuschauer kommen und wo der Altersdurchschnitt liegt. Aber Improvisation ist ja die leichteste Übung jedes Schauspielers und Musikers.

Dafür ist auch das Programm immer eine Überraschung für das Publikum, da niemand vorher weiß, was aufgeführt wird. Heute durften meine Schwester und ich uns auch zu den erwartungsvollen Zuschauern zählen, die sich ansonsten vorwiegend aus Eltern mit ihren aufgeregten Kindern zusammensetzten.

Johannes Finsterbusch Der Auftakt wurde mit dem bekannten Lied „Bald schon ist Weihnachtszeit“ gemacht. Gesungen wurde von Johannes Finsterbusch aus dem Opernchor, die Begleitung auf dem Klavier und gleichzeitig die Leitung des Programms übernahm Ronald Monem, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Rostocker Singakademie.

Doch schon beim zweiten Lied „Guten Abend, schön Abend“ wurde klar, dass bloßes Zuhören und Erfreuen nicht ausreicht, obwohl Johannes Finsterbusch zweifellos viel mehr aus den einfachen Liedern gemacht hat, als man es normalerweise gewohnt ist. Das Publikum wurde fröhlich zum Mitsingen ermutigt – sicherlich keine schwere Aufgabe für Ronald Monem, der sonst auch einen Kinderchor leitet. Nach dem zweiten oder dritten Weihnachtslied waren die Stimmbänder aufgewärmt und bei den meisten die Hemmungen abgeschüttelt.

Ronald Monem erklärt das Klavier Zur Schonung der Stimme gab es auch etwas Interessantes zu sehen. Ronald Monem wollte zeigen, dass ein Klavier aus nicht mehr als Holz, Draht und Hammern besteht. Zur Demonstration nahm er kurzerhand die vorderen Holzwände seines Klaviers ab und verteilte diese im Publikum.

Alle Kinder durften nun das Innenleben des Instruments einmal genauer ansehen und auch anfassen. Sogar die einzelnen Tasten, die in Form kleiner Hammer dann die Töne erzeugen, wurden im Zuschauerraum herumgereicht.

Kind beim Adventskalender im Rostocker Theater Nach ein paar weiteren Weihnachtsliedern, während denen man die innere Architektur des Klaviers beim Spielen fasziniert beobachten konnte, war das Programm an seinem Ende angelangt. Endlich wurde das Türchen des Adventskalenders geöffnet und die Kinder vom ungeduldigen Warten befreit.

Die Gemeinschaft und die gemeinsame Vorfreude ist an Weihnachten doch immer noch das Größte und genauso, wie am Fest selbst mit der Familie, konnte man auch bei diesem vorweihnachtlichen Programm die schöne Atmosphäre in kleiner Gemeinschaft genießen.

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