Baumbepflanzung „Am Markt“ in Warnemünde übergeben

Baumpaten nehmen ihre „Schützlinge“ entgegen

28. März 2011, von
Baumbepflanzung "Am Markt"
Baumbepflanzung "Am Markt"

Unsere Stadt soll schöner werden. Ein Motto, dem wahrscheinlich viele Bürger zustimmen würden, doch nur wenige tun auch wirklich etwas dafür. Anders in Warnemünde. Dort wurden für die neu gepflanzten Bäume Paten aus der Bevölkerung gefunden, die sich künftig um die Pflege der Ulmen kümmern werden. Heute wurden die Bäume offiziell übergeben.

Neu bepflanzt wurde der Parkplatz „Am Markt“. Es wurden sechs Beete angelegt, in denen sich je zwei Bäume befinden. Um das Stadtbild noch weiter zu verschönern, wurden die Beete mit insgesamt 280 Bodendeckerrosen aufgefüllt. Und auch wenn man davon noch viel sieht, stehen die Chancen gut, dass die Blumen dort bald herrlich blühen.

Stefan Patzer überreicht Hans-Joachim Richert den Patenschaftsvertrag
Stefan Patzer überreicht Hans-Joachim Richert den Patenschaftsvertrag

Da natürlich immer auch kritische Stimmen zu hören sind, betonte Stefan Patzer vom Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege, dass für die Bepflanzung keine Parkplätze weichen mussten. Einzig durch die Umsetzung eines Papiercontainers wurde eine Stellfläche belegt. Dies sei aber nur eine temporäre Lösung, ein neuer, besserer Standplatz werde schon gesucht. „Warnemünder ist immer besonders in alle Richtungen. Da sind die Leute teilweise uneinsichtig und zerstritten. Aber sie sind auch sehr kooperativ und setzen sich für ihre Belange ein“, sagte Patzer.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 33.525 Euro. Umgesetzt wurde die Bebauung nach Ausschreibung durch die Stadt von der Rostocker Firma GALABAU. Treibende Kraft hinter der Aktion und auch mit 7.633 Euro finanziell beteiligt ist der Gemeinnützige Verein für Warnemünde. Dieser Verein hat das Anliegen, die Stadt ein bisschen schöner werden zu lassen.

Patenplakette
Patenplakette

Die Baumbepflanzung „Am Markt“ ist die bisher größte Aktion des Vereins sagte der Vorsitzende Hans-Joachim Richert. Zwar war die Patensuche Neuland für den Verein, trotzdem waren die Zwölf Paten schnell gefunden. Sie werden die Bäume zukünftig mit Wasser versorgen und die Beete von Unrat befreien.

Jeder Pate hat neben einer Patenschaftsurkunde auch eine Gießkanne spendiert bekommen, um sofort loslegen zu können. An den Baumhalterungen wurden auch Plaketten angebracht, die zeigen, dass es sich um ein Gewächs in Patenschaft handelt.

Baumpate Hannes Haßmann
Baumpate Hannes Haßmann

Einer dieser Paten ist Hannes Haßmann. Der Entertainer macht seit 50 Jahren Musik und ist ein echter „Warnemünder Jung“. „Mit der Patenschaft kann ich etwas für die Stadt machen. Es sieht manchmal schon schlimm aus, da ist es gut, dass man selbst etwas dagegen tun kann“, sagte er. Haßmann taufte seinen Baum auch später noch auf den Namen Hannes, wobei fraglich ist, ob der Schnaps positive Auswirkungen auf das Wachstum hat.

Insgesamt war es also ein gelungener Tag für die Stadt und den Verein. Jedoch gab es auch Anwohner, die betonten, dass noch viel Nachbesserungsbedarf bestünde. So müsse auch auf der Stellfläche Unkraut beseitigt werden und auch die Gehwegbepflasterung lasse zu wünschen übrig. Die Vorschläge wurden vom Verein aufgenommen und werden bei der nächsten Ortsbeiratssitzung diskutiert.

Eine Sache unterstrich Hans-Joachim Richert am Ende noch einmal: „Auf den Warnemünde Verein ist Verlass!“ Damit dürfte den zwölf neuen Baumpatenschaften nichts mehr im Weg stehen.

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