Bewegungsparcours in Warnemünde eröffnet

Ein Trimm-Dich-Pfad mit Rudertrainer, Sitzfahrrad sowie Oberkörper- und Gleichgewichtstrainer lädt im Warnemünder Kurpark vor allem Senioren zur sportlichen Betätigung ein

26. März 2021, von
Bewegungsparcours im Warnemünder Kurpark eingeweiht: Uwe Jahnke (Lions Club Warnemünde, v.l.), Stefan Patzer (Sachgebietsleiter Freiraumplanung und Bau, Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen), René Portwich (Vital & Physio), Horst Döring (Seniorenbeirat) und Denise Johannßon (Sachgebietsleiterin für Seebad- und Kurwesen bei der Tourismuszentrale)
Bewegungsparcours im Warnemünder Kurpark eingeweiht: Uwe Jahnke (Lions Club Warnemünde, v.l.), Stefan Patzer (Sachgebietsleiter Freiraumplanung und Bau, Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen), René Portwich (Vital & Physio), Horst Döring (Seniorenbeirat) und Denise Johannßon (Sachgebietsleiterin für Seebad- und Kurwesen bei der Tourismuszentrale)

Rudertrainer, Sitzfahrrad und Slackline laden seit heute im Seebad Warnemünde zum Sport im Freien ein. Am Vormittag wurde im Kurpark ein neuer Bewegungsparcours eingeweiht, auf dem es auch einen Oberkörper- und Gleichgewichtstrainer sowie eine Micro-Calisthenics-Station gibt. Um Verletzungen vorzubeugen, ist der Untergrund mit einem besonders weichen Kunststoffbelag gepolstert.

Gedacht ist die Anlage in erster Linie für die Generation 50+, nutzen kann sie natürlich jeder. So sind die beiden Pfosten für die Slackline eher ein Angebot an die jüngeren Sportler. Sie sollen auch verhindern, dass die Gurte zum Balancieren einfach zwischen Bäumen gespannt werden und diese beschädigen.

Vier Jahre geplant, relativ schnell umgesetzt

Entstanden ist die Idee für den Trimm-Dich-Pfad bereits vor etwa vier Jahren im Warnemünder Seniorenbeirat. Horst Döring, Ekkehard Romeike und Werner Fischer machten sich immer wieder für das Projekt stark. Zusammen mit dem Grünamt, der Tourismuszentrale und dem fachlichen Rat von René Portwich vom Kur- und Gesundheitszentrum „Vital & Physio“ konnte die Idee in die Tat umgesetzt werden.

Bewegungsparcours im Kurpark Warnemünde: Der Ortsbeiratsvorsitzende Wolfgang Nietzsche (Mitte) mit seinen Vorgängern Werner Fischer (links) und Alexander Prechtel an der Calisthenics-Station
Bewegungsparcours im Kurpark Warnemünde: Der Ortsbeiratsvorsitzende Wolfgang Nietzsche (Mitte) mit seinen Vorgängern Werner Fischer (links) und Alexander Prechtel an der Calisthenics-Station

„Wir hatten das als Grünamt nicht auf dem Plan, hier in diesem denkmalgeschützten Kurpark so eine Station zu errichten“, erklärt Stefan Patzer. Vor etwa eineinhalb Jahren wurde die Idee an ihn herangetragen, erinnert sich der zuständige Sachgebietsleiter Freiraumplanung und Bau. Planungsprozess, Einvernehmen mit der Denkmalbehörde und das Einstellen der Haushaltsmittel waren notwendig – trotzdem konnte das Projekt in „relativ kurzer Zeit“ realisiert werden, freut sich Patzer.

Dem konnte Uwe Jahnke nur zustimmen. „Wie ein heißes Messer durch die Butter“ sei das Projekt gelaufen, lobte das Mitglied des Lions Clubs Warnemünde. Dieser hat das Projekt mit 15.500 Euro aus dem Verkauf seiner 2019er Adventskalender unterstützt. Die davon angeschafften Sportgeräte wurden der Stadt als Sachzuwendung übergeben. Flossen die Erlöse aus den Adventskalendern der Vorjahre in Kinder- und Jugendprojekte, waren jetzt mal die Senioren dran, sagt Jahnke.

Freiluft-Kurse und eine App sollen folgen

„Bewegung und Sport im Alter wirkt lebensverlängernd“, betonte Wolfgang Nietzsche (Linke) die Bedeutung solch einer Anlage speziell für Senioren. Geht es nach dem Ortsbeiratsvorsitzenden, soll das bislang einzigartige Projekt nicht einzigartig bleiben. Im gesamten Stadtgebiet müsse es perspektivisch derartige Trimm-Dich-Pfade geben, forderte Nietzsche.

Monika Hildebrandt geht einmal in der Woche zum Seniorensport und testete gleich das Rudergerät
Monika Hildebrandt geht einmal in der Woche zum Seniorensport und testete gleich das Rudergerät

Der Bereich soll auch therapeutisch genutzt werden, erläutert René Portwich. Er hat sich schon vor 15 Jahren für solch ein Angebot eingesetzt, jetzt plant er auf dem Gelände kassengestützte Kurse durchzuführen. Auch Reha-Sport sei auf dem Platz möglich.

In etwa vier Wochen soll eine kostenfreie App folgen, kündigt Portwich an. „Dort würden wir für jeden, der es möchte, ein individuelles Übungsprogramm anhand seines Krankheitsbilds erstellen. Das ist bundesweit einzigartig.“

Insgesamt 65.000 Euro wurden in den Bewegungsparcours im Warnemünder Kurpark investiert. Neben der Spende des Lions Clubs kamen 6.000 Euro aus dem Budget des Ortsbeirats, der Rest aus dem Haushalt des Amts für Stadtgrün, das auch für die Pflege und Sicherheit der Geräte zuständig ist.

„Vergreift euch im Übermut nicht an diesen wunderschönen Geräten“, appelliert Wolfgang Nietzsche an die Rostocker und hofft, dass die Anlage von Vandalismus verschont bleibt.

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1 Kommentar

  • Angsthase sagt:

    Jippie, ein Experiment zur Corona-Verbreitung!

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