Rostock Seawolves besiegen Recklinghausen und erreichen Playoffs

Durch ihren Sieg beim Tabellenletzten Citybasket Recklinghausen lösten die Basketballer der Rostock Seawolves am letzten regulären Spieltag das Ticket für die Playoffs

5. März 2017
Rostock Seawolves besiegen Citybasket Recklinghausen und erreichen Playoffs - Center Daniel Lopez (20 Punkte, 10 Rebounds) auf dem Weg zu zwei Punkten (Foto: Sylvia Funk)
Rostock Seawolves besiegen Citybasket Recklinghausen und erreichen Playoffs - Center Daniel Lopez (20 Punkte, 10 Rebounds) auf dem Weg zu zwei Punkten (Foto: Sylvia Funk)

Am letzten Spieltag der regulären Saison lösten die Rostock Seawolves das Ticket für die Playoffs. Durch einen souveränen 92:76-Sieg beim Tabellenletzten Citybasket Recklinghausen und der Schützenhilfe von Tabellenführer Bernau, der Konkurrent Wolfenbüttel mit 94:77 besiegte, kletterten die Wölfe noch auf den achten Platz. Rostock ist nach dem Ende der Hauptrunde punktgleich mit Wedel und Itzehoe, so dass ein Dreiervergleich dieser Teams über die finale Tabellenposition entscheiden musste. Wedel erreichte durch einen 84:80-Auswärtssieg in Itzehoe als Siebter die Playoffs und verwies Itzehoe auf den 9. Platz und somit in die Playdown-Runde. In der Meisterschaftsrunde, die am kommenden Wochenende beginnt, treffen die Rostock Seawolves auf die PS Karlsruhe Lions, den Tabellenersten der Südstaffel. Das erste Spiel der „Best-of-Three“-Serie findet am Samstag, 11. März, um 19:30 Uhr in Karlsruhe statt.

Von Beginn an waren die Gäste von der Ostsee die tonangebende Mannschaft vor 375 Zuschauern in der Vestischen Arena Alfons Schütt. Daniel Lopez zeichnete für die ersten fünf Zähler der Wölfe verantwortlich. Die Rostocker präsentierten sich als Team, das geduldig im Angriff den freien Mann suchte, und bissig in der Verteidigung agierte. So setzten sich die Seawolves früh zweistellig ab und führten nach zehn Minuten mit 26:13.

Im zweiten Abschnitt änderte Recklinghausen seine offensive Ausrichtung. Durch den Wechsel des US-Guards Chris Iles, der für seinen Landsmann Darnell Martin auf die Bank musste, konnte Citybasket das Punktepolster nach und nach einschmelzen. Der bullige Forward wühlte sich ein ums andere Mal unter dem Rostocker Korb durch und bereitete den Rostockern mit zwölf Punkten im zweiten Durchgang arge Probleme. Bis zur Pause war der Rostocker Vorsprung auf drei Punkte (44:41) geschrumpft.

Nach dem Seitenwechsel stand das Spiel auf Messers Schneide; dreimal gelang den Recklinghäusern der Ausgleich, ehe die Seawolves wieder besser ins Spiel fanden und sich Punkt um Punkt absetzen konnten. Eine 63:59-Führung nach fast drei gespielten Vierteln schraubten die Wölfe innerhalb von knapp drei Minuten durch einen 15:2-Lauf auf 78:61 (33. Min).

Die Seawolves blieben nun weiter bissig, suchten konzentriert den Abschluss oder zogen Fouls, um an der Freiwurflinie zu punkten, und ließen sich den zweiten Auswärtssieg der Saison nicht mehr nehmen. Zwischenzeitlich führten sie mit bis zu 20 Zählern (83:63, 36. Min). Auch in der Defensive erschwerten sie den Gastgebern das Punkten und jagten bis Spielende jedem Rebound nach. Insgesamt konnten die Wölfe das Rebound-Duell mit 43:32 für sich entscheiden. Offensiv standen am Ende 16 getroffene Freiwürfe mehr für Rostock in der Statistik (30/36 FT ggü. 14/23 FT).

Vier Seawolves-Spieler punkteten zweistellig. Daniel Lopez (20 Punkte, 10 Rebounds) und Jarvis Davis (19/10) verbuchten jeweils ein Double-Double. Bei Citybasket Recklinghausen erzielte das US-Duo Charles Hale-Edmerson und Darnell Martin zusammen insgesamt 37 Punkte und elf Rebounds.

Seawolves-Coach Ralf Rehberger sagte nach dem Spiel: „Ich bin sehr stolz und zufrieden, dass wir es in die Playoffs geschafft haben. Die Jungs haben es sich absolut verdient. Sie haben trotz mancher Rückschläge weiter hart gearbeitet und gekämpft. Zum Spiel: Wir haben im zweiten Viertel 28 Punkte kassiert, wurden mehrfach im Eins-gegen-Eins geschlagen, haben nicht mehr so dominant wie im ersten Viertel gespielt und den Ball nicht mehr so gut bewegt – da kamen ganz viele Sachen zusammen. Wir blieben trotzdem einigermaßen stabil und haben die Köpfe nicht hängen lassen. Im dritten Viertel haben wir nach der engen Phase einen unglaublichen Lauf hingelegt. Wir haben als Team hervorragend gespielt, deutlich besser verteidigt, Bälle erobert, uns nicht mehr im Eins-gegen-Eins schlagen lassen. Alles, was wir im zweiten Viertel nicht gut gemacht haben, haben wir in der gesamten zweiten Hälfte deutlich besser gemacht. Es war eine Bombenleistung.“

Viertelstände (REC-HRO):
13:26, 28:18, 18:21, 17:27

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Buntić (2), Davis (19), Hellmann (nicht eingesetzt), Lange (2), Lopez (20), Markert (10), Owczarek (5), Rivers (4), Shuler (13), Slavchev (8), Vogt (9), Winkler (0)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Sylvia Funk

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