Rostock Seawolves unterliegen Citybasket Recklinghausen mit 57:64 (27:28)

Im ersten Heimspiel des neuen Jahres mussten sich die Basketballer der Rostock Seawolves dem Tabellenletzten Citybasket Recklinghausen geschlagen geben

10. Januar 2016
Rostock Seawolves (im Bild: André Murillo) unterliegen Citybasket Recklinghausen (Foto: Tobias Hahn)
Rostock Seawolves (im Bild: André Murillo) unterliegen Citybasket Recklinghausen (Foto: Tobias Hahn)

Das erste Heimspiel im neuen Jahr hatten sich die Rostock Seawolves und ihre Fans ganz anders vorgestellt. Der vierte Heimsieg in Folge blieb aus. Gegen den Tabellenletzten Citybasket Recklinghausen unterlagen die Wölfe vor 1.561 Zuschauern in der Stadthalle Rostock mit 57:64 (27:28). Im gesamten Spiel führten die Hausherren nur für 23 Sekunden, als sie sich in der 37. Minute das 50:49 erkämpften. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet setzten sich daraufhin entscheidend ab und sicherten sich den ersten Auswärtssieg dieser Spielzeit. Für die Seawolves punktete kein Spieler zweistellig, fünf Spieler erzielten jedoch mindestens acht Zähler. Bei Citybasket Recklinghausen feierte der nachverpflichtete Robert Franklin mit 15 Punkten und zehn Rebounds einen gelungenen Einstand.

Schon das Hinspiel in Recklinghausen Anfang Dezember war kein Spiel für Basketball-Ästheten. Kampf und Körperlichkeit standen auf der Tagesordnung. Damals war es ein offener Schlagabtausch, aus dem Citybasket als glücklicher Sieg hervorging. Das Rückspiel in Rostock war erneut von einer physischen Gangart geprägt. Es gab viele Fouls (37), noch mehr Fehlwürfe auf beiden Seiten (77) und entsprechend viele Rebounds (81), die eingesammelt wurden. Letztlich war es aber die schwache Leistung im Angriff, die den Seawolves den vierten Heimsieg in Serie verwehrte.

Im ersten Viertel stand es nach drei Minuten 2:9 aus Sicht der Gastgeber. Durch die Einwechslungen von André Murillo und Sven Hellmann konnten die Wölfe den Rückstand nach einem 5:0-Lauf verkürzen (7:9, 6. Min). Der Energieschub verpuffte jedoch wieder, denn in den letzten drei Minuten des ersten Durchgangs blieb der Seawolves-Zähler auf der Anzeigetafel stehen. Auf der Gegenseite nutzten die Gästen einen viertelübergreifenden 9:0-Lauf, um sich erstmals zweistellig abzusetzen (9:20, 11. Min). Als Hellmann per Sprungwurf traf und Franz Winkler einen Dreipunktewurf versenkte, schöpften die 1.561 Zuschauer in der Stadthalle Rostock Hoffnung auf ein Comeback. Sie wurden nicht enttäuscht: Die Seawolves drehten nun auf und fletschten bis zur Halbzeit die Zähne. Ein 7:0-Lauf brachte die Wölfe mit 22:24 (17. Min) in Schlagdistanz. Zu Halbzeit trennte beide Teams nur ein Zähler (27:28).

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Recklinghäuser erneut den besseren Start und setzten sich nach neun Zählern in Folge zum wiederholten Male zweistellig ab (27:37, 24. Min). Die Seawolves konnten sich bis zum Viertelende wieder herankämpfen (37:41, 30. Min). Im letzten Abschnitt setzte sich die Nervenschlacht fort. Es war nun zu spüren, dass die Wölfe ihr Revier verteidigen wollten. Matt Hunter glich in der 33. Minute zum 43:43 aus. Auf sechs Recklinghäuser Punkte nacheinander folgten sieben Seawolves-Punkte am Stück – sollte die erste Führung des Abends (50:49, 37.) durch David Rivers die Kehrtwende bringen? Nein, Recklinghausen machte den Seawolves einen Strich durch die Rechnung und antwortete mit zwei erfolgreichen Dreiern durch Aaron Donkor und Cavel Witter. Rostock hatte in der Schlussphase weiterhin kein Wurfglück, während Citybasket durch Schnellangriffe und Freiwürfe den Seawolves eine 57:64-Niederlage zufügte. Kein Spieler der Seawolves punktete zweistellig. Als Teams verwandelten die Rostocker lediglich 34 Prozent aus dem Feld.

„Es war die schwächste Offensivleistung dieser Saison, nicht nur statistisch, sondern auch in der Art und Weise, wie wir jegliche homogene Mannschaftsleistung im Angriff vermissen ließen. Dazu kommen dann ein, zwei defensive Fehler in der entscheidenden Phase. Dann ist es sehr schwer, in solch einer Verfassung in dieser Liga Spiele zu gewinnen – egal wer der Gegner ist. Wir müssen uns bei den Fans für die heute gezeigte Leistung entschuldigen”, sagte Seawolves-Coach Sebastian Wild nach dem Spiel.

Wiedergutmachung steht für die Rostock Seawolves bereits am Sonntag, den 17. Januar 2016, um 16:00 Uhr gegen die Hertener Löwen auf dem Programm. Karten sind online auf www.tickets.Seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Viertelstände (HRO-REC):
9:18, 18:10, 10:13, 20:23

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Gulley (4), Hellmann (8), Hunter (9), Lange (0), Lopez (9), Markert (0), Murillo (1), Rivers (8), Slavchev (5), Vogt (5), Winkler (8)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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