Zugtaufe zum Rostocker Stadtjubiläum

Triebwagen heißt jetzt „Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ – großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der DB Werkstatt Rostock

1. Juli 2018, von
Zugtaufe in der DB Werkstatt Rostock mit Oberbürgermeister Roland Methling, Bahnkonzernbevollmächtigtem Joachim Trettin und MVs Infrastrukturminister Christian Pegel.
Zugtaufe in der DB Werkstatt Rostock mit Oberbürgermeister Roland Methling, Bahnkonzernbevollmächtigtem Joachim Trettin und MVs Infrastrukturminister Christian Pegel.

Eine Woche nach den großen Feierlichkeiten zum 800. Stadtjubiläum Rostocks gibt es von der Bahn ein besonderes Geschenk. Ein Triebwagen wurde auf den Namen „Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ getauft. „Wir Eisenbahner möchten der Stadt zum 800. Jubiläum damit unsere Referenz erweisen“, erklärt Bahnkonzernbevollmächtigter Joachim Trettin. Immerhin sei Rostock der wichtigste Eisenbahnstandort in ganz Mecklenburg-Vorpommern: Vor allem im Güterverkehr zwischen dem Seehafen und Strecken, die bis nach Österreich und Italien führen, gibt es eine starke Auslastung. Aber auch im Personenfern- und Nahverkehr kann Rostock „unheimlich punkten“.

Für letzteren wird dann zukünftig auch der frisch mit Rotkäppchen-Sekt bespritzte Triebwagen „Hanse- und Universitätsstadt Rostock“ sorgen. Als Teil der roten Regionalbahnflotte wird er als Botschafter der Stadt durchs Land fahren. Seine mögliche Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h.

Bevor es los geht, durften neugierige Bahnfans ihn erstmal ausgiebig in der DB Werkstatt in Rostock-Dahlwitzhof begutachten. Die Tür zum Führerstand war heute nicht die einzige, die offen stand am Tag der offenen Tür in der zentralen Werkstatt der DB Regio in Mecklenburg-Vorpommern.

Zwei, drei Mal im Jahr kommen die Züge der DB Regio, die weitgehend den Regionalverkehr im Land übernimmt, hier vorbei. Hier werden die Triebwagen fit gemacht und instandgehalten. „Wir sind ein Zahnrad, in dem meistens starken Getriebe, das täglich 24 Stunden Nahverkehr im Land Mecklenburg-Vorpommern und in der Hansestadt Rostock organisiert und durchführt“, fühlt sich Werkstatt-Chef Gerhard Lange angesichts des Austragungsortes für die Taufe wertgeschätzt.

Auch Oberbürgermeister Roland Methling freute sich über das Geschenk der Zugtaufe und würdigte das Engagement der Bahn in Rostock. Mit Blick auf gegenwärtige Projekte lobte er die Entwicklungen in Warnemünde, wo die Bahnsteige lang genug werden sollen, um auch für ICEs Platz zu haben. Außerdem habe die Bahn einen großen Anteil daran, die Fläche zwischen Hauptbahnhof und Stadthalle mit einer weiteren Arena noch attraktiver zu machen.

Attraktiv war auf jeden Fall heute auch das Bahnbetriebswerk, wo großer Andrang herrschte. Mit einem Shuttle ließen sich Hunderte Schaulustige vom Hauptbahnhof in die Werkstatt fahren, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Hier gab es nicht nur geführte Werkstattbesichtigungen – Hobby-Lokführer konnten auch mal auf dem Führerstand mitfahren und ein Eisenbahnminiland für Kinder, Livemusik und Bratwurst rundeten den sommerlichen Familienausflug ab.

Aus Schwerin konnten Interessierte seit heute Morgen wieder mit der Bahn nach Rostock reisen. Nach langer Bauphase ist die Strecke, die über viele Jahrzehnte wegen einer Moorstelle Probleme bereitete, wieder befahrbar. Beide Gleise, so kündigte Infrastrukturminister Christian Pegel bei der Taufe an, werden endgültig ab 30. November wieder in Betrieb genommen. „Dann wird der Zugverkehr deutlich stabiler laufen.“

Fotos vom Tag der Offenen Tür in der DB Werkstatt Rostock-Dahlwitzhof:

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