Einzelhandel trotz steigender Corona-Zahlen weiter offen

Obwohl Rostock seit Tagen Corona-Risikogebiet ist, bleibt der Einzelhandel weiter ohne Termin und Test geöffnet – nächste Woche sollen Zentren für Corona-Schnelltests eröffnet werden

1. April 2021, von
Einzelhandel trotz steigender Corona-Zahlen weiter offen (Foto: Archiv)
Einzelhandel trotz steigender Corona-Zahlen weiter offen (Foto: Archiv)

Obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in Rostock kontinuierlich steigt, bleibt der Einzelhandel geöffnet. In der Hansestadt darf weiter ohne Termin und ohne Schnelltest eingekauft werden. Das gab Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen heute Abend bekannt.

Madsen verweist darauf, dass die Inzidenzen auch in Regionen steigen, in denen keine Öffnungen vorgenommen wurden. „Durch Einführen des kostenlosen, wöchentlichen Bürgertests und die gestiegene Verfügbarkeit von Selbsttests finden wir nun auch Fälle, die wir vorher nicht gesehen haben. Damit müssen wir umgehen.“

Mehrere Corona-Schnelltest-Zentren in Rostock geplant

Während die Schnelltests im restlichen Bundesland bereits beim Einkaufen (mit Termin) oder der Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen vorgeschrieben sind, gilt für Rostock eine Ausnahme bis zum 10. April.

Corona-Schnelltest-Container vor dem KTC in Rostock soll nächste Woche den Betrieb aufnehmen
Corona-Schnelltest-Container vor dem KTC in Rostock soll nächste Woche den Betrieb aufnehmen

Seit Anfang der Woche hat jeder Einwohner Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche. Die Kapazitäten für diesen „Bürgertest“ reichen dafür in Rostock bislang jedoch bei weitem nicht aus. Termine gibt es teilweise erst in zwei oder drei Wochen.

Bis zum 10. April sollen daher mehrere Testzentren in der Hansestadt errichtet werden, in denen Corona-Schnelltests vorgenommen und bescheinigt werden, kündigt der Oberbürgermeister an und nennt als mögliche Standorte die Ospa-Filiale in der Warnowallee Lütten Klein sowie Container vor dem Hotel Radisson Blu in der Innenstadt.

Für die Testergebnisse soll ein digitales Verfahren ohne Zettelwirtschaft eingeführt werden.

Sieben-Tage-Inzidenz hat sich in Rostock fast verdreifacht

Seit den am 8. März in Kraft getretenen Lockerungen hat sich die Inzidenz in der Hansestadt Rostock von 24,4 auf 69,3 (Stand heute, Quelle: LAGuS MV) fast verdreifacht (+184 Prozent). Unter den Kreisen und kreisfreien Städten in Mecklenburg-Vorpommern hat Rostock immer noch den niedrigsten Wert, allerdings ist dieser im Zeitraum wesentlich stärker angestiegen als der Landesdurchschnitt (+40 Prozent).

Seit sechs Tagen zählt Rostock mit einem Wert über 50 als Risikogebiet. Kündigte die Verwaltung am 7. März noch an, dass die Lockerungen wieder aufzuheben sind, „wenn die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen 50 oder höher ist“, blieb der Widerruf in der Allgemeinverfügung nur noch vorbehalten. Inzwischen ist in Rostock 100 die neue 50.

Oberbürgermeister appelliert an die Vernunft der Rostocker

„Nutzen Sie die Testangebote, machen Sie mit bei der Luca-App und vergessen Sie vor allem eines nicht: Auch ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freibrief, die AHA-L-Regeln zu ignorieren. Es gilt weiterhin: Wachsam bleiben!“, appelliert Madsen auch mit Blick auf die Osterfeiertage an die Rostocker.

Aktualisierung, 05.04.2021:

Bürgertests in den beiden neuen Corona-Schnelltestzentren am KTC sowie in der Ospa-Filiale in Lütten Klein können online unter buergertest-rostock.de gebucht werden, wem auch immer (Bürgerschnelltest Rostock XYZ GbR, Ticket.io?) ihr eure Daten anvertraut.

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2 Kommentare

  • Katrin sagt:

    Dieses hin und her, auf und zu macht die Wirtschaft kaputt und die Menschen krank.Wieviel andere Krankheiten außer Corona gibt’s noch und welche Überraschung , wir leben mit ihnen tgl =ohne Maske,ohne Impfung,ohne Abstand s Regeln!!!!! Beim Einkauf brauche ich keinen Zettel ausfüllen aber auf dem selben Parkplatz im Media Markt muss ich weil, ich eine Drucker Patrone kaufen möchte??????Was ein Schwachsinn. Öffnet bitte alles wider und nur so schaffen wir es mit Normalität und Sinn und Verstand mit dem Virus zu leben.

  • Hans sagt:

    Und dank vieler Testmöglichkeiten haben wir immer wieder schöne hohe, wenn auch falsch-positive „Infiziertenzahlen“; infiziert heißt nicht krank und das mit Tests die kein Virus nachweisen können. Und als Krönung holt man sich freiwillig eine Impfung auf eigenes Risiko mit Hirn-Thrombose oder Tod als Nebenwirkung wenn man Glück hat?
    Mal ehrlich, wer geht regelmäßig zum Friedhof um zu gucken ob man schon tot ist??? Denkt doch einfach mal drüber nach …
    Wann hat dieser Irrsinn endlich ein Ende.

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